Liga-Fortsetzung in der Corona-Krise 

Bundesliga: Saison-Neustart mit dem 33. Spieltag? DFL-Pläne durchgesickert

Die Bundesliga soll im Mai mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Die DFL will nun ein entsprechendes Konzeptpapier mit genauen Plänen vorstellen. 

  • Die Bundesliga* wurde aufgrund des Coronavirus* am 26. Spieltag unterbrochen. 
  • Die DFL will ein Konzeptpapier vorstellen, das den Ablauf der Geisterspiele*beschreibt. 
  • Im Ablauf vor und nach den Spielen würde es demnach zu größeren Änderungen kommen. 
  • Das Topspiel zwischen Bayern* und Dortmund könnte verspätet in der Saison stattfinden. 

Frankfurt - In der Bundesliga* soll schon bald der Ball wieder rollen. Die DFL hat nun in Abstimmung mit einer Task-Force um DFB-Chefmediziner Tim Meyer ein Konzeptpapier erstellt, das darstellen soll, wie der Spielbetrieb auch in der Corona-Krise* möglichst sicher fortgesetzt werden kann. 

So sollen sich bei den Geisterspielen nicht mehr als 300 Personen auf dem Stadiongelände befinden. Das berichtet der Spiegel, dem das Papier vorliegt. Demnach werde das Stadion in drei Bereiche aufgeteilt, in denen sich jeweils maximal 100 Personen zeitgleich aufhalten sollen. 

Geisterspiele in der Bundesliga: Aufteilung der Stadien in mehrere Bereiche

Im Innenraum werden sich die sportlichen Akteure mit Teams, Coaches, Schiedsrichtern und Verantwortlichen befinden. Dort rechne die Liga mit zirka 98 Beteiligten. Die weiteren Zonen seien der Tribünenbereich und das Außengelände der Stadien. 

Das 41 Seiten dicke Papier beinhaltet außerdem Vorgaben im Falle eines positiven Tests innerhalb der Mannschaften. Die betroffene Person solle umgehend isoliert und alle dokumentierten Kontaktpersonen getestet werden. 

Bundesliga: Große Ablauf-Änderungen vor den Geisterspielen

Eine Meldung an die Presse solle vorerst vermieden werden. Die Dokumentation der Übertragungswege stehe im Vordergrund.

Zu großen Einschneidungen soll es im Ablauf kurz vor den Spielen kommen. Auf Einlaufkinder, Maskottchen, Mannschaftsfotos, Handshakes und das Aufstellen der Mannschaften vor den Haupttribünen wird verzichtet - das berichtet die Bild und zitiert unter anderem einen Hinweis an die Akteure, ihre Vorbildfunktion nicht außer Acht zu lassen.

Bundesliga: Spieler sollen Vorbildsfunktion wahren

„WICHTIG: Im Stadion wird der Blick der Öffentlichkeit auf den Profi-Fußball, die Teams und Akteure in der aktuellen Situation nochmals größer sein als bisher. Wir bitten dringend um vorbildliches Verhalten bezüglich der Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen außerhalb des Spielfeldes“.

Für die Medien* wird es ebenfalls zu größeren Änderungen kommen. Die Mixed-Zones in den Stadien und die Pressekonferenz-Räume bleiben geschlossen, die Interview-Zone soll stark eingegrenzt werden. Pressekonferenzen vor und nach den Spielen finden demnach nur virtuell statt. Generell beschäftigen sich acht der 41 Seiten des Konzeptes mit Vorgaben für die TV-Produktionen. 

Bei der DFL-Mitgliederversammlung soll das Papier genauer vorgestellt werden. Dann könnte es auch zur Entscheidung kommen, ob die Bundesliga tatsächlich wieder am 9. Mai startet. Laut der Sport Bild gibt es dahingehend zwei Ideen. 

Bundesliga: Spielbetrieb könnte mit dem 33. Spieltag starten

Die erste sieht vor, mit dem 26. Spieltag zu starten - dem Spieltag, an dem die Liga unterbrochen wurde*. Dann stünde unter anderem das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 an. 

Die zweite Möglichkeit sieht vor, mit dem regulär am 9. Mai angesetzten 33. Spieltag wieder zu starten. Nach dem 33. und 34. Spieltag würde die Liga dann den Spielplan ab dem 26. nachziehen. So würde die Liga unter anderem mit dem Topspiel zwischen RB Leipzig und dem BVB starten. Somit würde auch der „Klassiker“ zwischen Dortmund und dem FC Bayern München, der um Corentin Tolisso bangt, später in der Saison stattfinden. 

Für welche Möglichkeit die DFL sich nun entscheidet, bleibt abzuwarten. Die Fans können sich jedenfalls vorerst über genauere Wiederaufnahme-Pläne der Bundesliga freuen. Neben der Bundesliga hat auch die UEFA mit der Champions League* mehrere Szenarien ausgearbeitet. Da gibt es jedoch noch schwerwiegendere Probleme.

ta

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Rubriklistenbild: © dpa / Roland Weihrauch

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