Werder gewinnt Nord-Derby - Mainz siegt auch bei Bayern

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Die Werder-Jubeltraube nach dem Treffer zum 2:0

Berlin - Der FSV Mainz 05 hat den sechsten Sieg im sechsten Spiel eingefahren, Werder besiegte den HSV. Die Bundesliga-Spiele vom Samstag.

Raul erzielte für Schalke das 2:2

Der FSV Mainz 05 hat seinen “Platz an der Sonne“ in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Mit dem überraschenden 2:1 beim Rekordmeister Bayern München feierte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel am Samstag schon ihren sechsten Sieg im sechsten Spiel. Borussia Dortmund machte mit dem 3:1 beim FC St. Pauli seinen fünften “Dreier“ in Serie perfekt und bleibt Tabellen-Zweiter. Raul rettete dem FC Schalke 04 noch das 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach, die Rote Laterne musste dafür der VfB Stuttgart (1:4 gegen Bayer Leverkusen) übernehmen. Dafür kann Eintracht Frankfurt nach dem 2:0 erst einmal durchatmen. Am Abend siegte Werder Bremen im Nord-Derby gegen den Hamburger SV mit 3:2.

Der Mainzer Adam Szalai bejubelt sein 2:1 gegen den FC Bayern

Der Ungar Adam Szalai schockte das bis dahin überlegen agierende Münchner Starensemble mit seinem 2:1-Siegtreffer in der 77. Minute. Sami Allagui hatte die Mainzer Himmelsstürmer in der Allianz Arena nach einem feinen Solo in Führung (15.) gebracht, den Ausgleich schenkten die Mainzer den Bayern: An eine verunglückte Kopfball- Rückgabe von Bo Svensson (Eigentor/45.) kam Keeper Christian Wetklo nicht mehr heran. Auch ohne seine verletzten Stars Arjen Robben und Franck Ribéry gab der Rekordmeister zwar den Ton an, doch nach der zweiten Saisonniederlage liegen schon zehn Punkte zwischen dem FC Bayern und Mainz.

Die schönsten und die hässlichsten Bundesliga-Trikots

Die Bundesliga ist auch ein wenig Laufsteg. Deswegen hat sich eine Jury aus Lehrenden des Studiengangs Modedesign an der Mediadesign Hochschule die 18 Trikot-Modelle vorgenommen.  Mehr Infos: www.trikotmeister.de © Getty
1. FC St. Pauli: "Das originellste Trikot der Bundesliga 2010. Der FC St. Pauli hatte schon immer eine Sonderstellung im Deutschen Fußball. St. Pauli war immer schon mehr als nur Fußball, St. Pauli ist ein Lebensgefühl. In der diesjährigen Saison schmeichelt St. Pauli nicht nur mit anschmiegsam und glänzendem Material, sondern mit der Ungewöhnlichkeit eines Wendetrikots: einerseits milchkaffebraun, andererseits bitterschokoladenbraun. Je nachdem, von welcher Seite man sich zeigen will, auf dem Fußballfeld, in Clubs, in Gesellschaft, im Bett. [...]" © Getty
2. SC Freiburg: "Das eleganteste Trikot der Bundesliga 2010. In Freiburg hat man begriffen, dass der Fußballer von heute nicht nur Fußballspielen können muss, sondern auch gleichzeitig Promi und Sexsymbol ist. [...] Dieses smarte Rot, dieser figurbetonte Schnitt, dieser schnieke Polokragen. Von introvertiert bis raubtierhaft, hier werden alle Klischees in einem Stück Stoff bedient, da findet jeder – aber wirklich jeder – seine Vorstellungen vom vollendeten Fußballer bedient. Vom „Schmacht-Faktor“ her die eigentliche, heimliche Nr. 1!" © Getty
3. Hamburger SV: "Der moderne Klassiker. Die Nr. 1 im Retro-Look mit ein wenig Sciene Fiction. Hier trifft Nostalgie auf Zukunftsvisionen und schafft es somit zum schlicht-schönen Designobjekt." © Getty
4. 1. FC Köln: "Auf Angriff gebürstet. Fabelhafter Schnitt, guter Sitz, Top-Material und kein Schnick-Schnack. Form follows function in seiner konsequentesten Umsetzung." © Getty
5. Hannover 96: "Schwungvoll, witzig, modern, anders. Dieses Trikot wagt mal einen Schritt nach vorn und überzeugt durch innovative, ungewöhnliche Schnittführung. Hier sieht man, dass ein Querbalken nicht immer grob wirken muss und dass ein Trikot nicht unter der Optik seines Sponsors leiden muss. Und dass Vanille-gelb ausnahmsweise auch eine sexy Farbe sein kann." © Getty
6. SV Werder Bremen: "Zackig, zackig! Da wird eine Einstellung, die man zu einem Spiel haben kann, gleich in die direkteste aller Formsprachen umgesetzt. Ansonsten ein schlichtes Trikot, ohne viel Firlefanz, das alles richtig macht." © Getty
7. VfB Stuttgart: "Gute Arbeit! Schön, schlicht, ein paar Accessoires in der Schnittführung und in den Einsätzen. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Alles richtig gemacht. Bravo!" © Getty
8. Borussia Dortmund: "Der Klassiker. Keine weitere deutsche Mannschaft hat es je geschafft, mit einer Farbe ein solch starkes Zeichen zu setzen. Corporate Design pur. Hier lernt der trendorientierte, wechsellaunige Designer Demut und Dankbarkeit: gelb, gelb, gelb bis in alle Ewigkeit. Amen!" © Getty
9. VfL Wolfsburg: "Perfekt für den beleibteren Mann, dank konvexer Nahtführung im vorderen Bereich. Dem Profisportler wird diese etwas verwunderliche Schnittführung nichts anhaben können. Trägern im Freizeitbereich sei davon jedoch dringend abgeraten: man sieht damit wie alles Mögliche aus, nur nicht sportlich-schlank." © Getty
10. 1899 Hoffenheim: "Ein Fußball Trikot im himmelblauen Marine-Look. Der Marine-Look ist der modische Renner der Saison. Die Jungs von Hoffenheim machen’s vor, wie gut man damit aussehen kann. Bleibt die Frage, was die Marine mit Fußball gemeinsam hat. Ein ordentliches Fußball-Trikot hat es nicht nötig, in fremden Gewässern nach Stil zu fischen. Darum leider kein Platz 1 in dieser Saison Jahr." © Getty
11. 1. FC Kaiserslautern: "Ist das gerade total out oder schon wieder in? Satin-Optik und schlichter Schnitt. Hier hatte die Jury ihre Schwierigkeiten, sich einig zu werden. Deshalb nur ein Platz im Mittelfeld." © Getty
12. FC Schalke 04: ""Es tut seinen Job - nicht mehr und nicht weniger". Auch hier ein Trikot im designerischen Mittelfeld, weder herausragend, noch wirklich schrecklich. So einfach ist es nicht, da etwas zu greifen, wenn vor allem ein funktionales, einfaches Trikot da ist. Für einen Klassiker reicht das leider noch nicht." © Getty
13. Bayern München: "Sie sind so gut, da ist es einfach egal, was sie anhaben! Nach diesem Motto scheinen die Trikot- Verantwortlichen von Bayern-München schon länger zu verfahren. Denn auch dieses Jahr findet die Jury wieder wenig Lob für dieses Outfit. Zugegeben, die Längsstreifen haben in diesem Fußballverein Tradition. Aber es geht auch ohne optische Belästigung durch Streifen-Chaos, hier ließe sich ein schönes Trikot zaubern, man müsste nur wollen." © Getty
14. 1. FC Nürnberg: "Die „weder-noch“ Position. Ein formschönes Trikot. Nicht richtig retro, nicht richtig modern. Interessante Nahtführung, jedoch nicht wirklich dynamisch. Etwas verspielt, aber doch schlicht. Dieses Trikot macht nichts falsch, aber auch nichts wirklich richtig." © Getty
15. Eintracht Frankfurt: "Nicht nur phänomenal unsexy, sondern nahezu lieblos. Es muss ja nicht jeder Fußballer gleich aussehen wie ein Halbgott. Aber muss man ihn deshalb gleich bestrafen? Schnitt, Form und Farbe sprechen hier von großer Sorg- und Gedankenlosigkeit. Heutzutage zählt die Vermarktung von Fan-Artikeln und das Merchandising eines Fußball-Vereins zu wichtigen, zusätzlichen Einnahmequellen. Umso weniger versteht man hier, warum sich so offensichtlich wenig Mühe gegeben wird, ein gutes Produkt zu schaffen." © Getty
16. Bayer Leverkusen: "Ein Trikot wie ein Verbots-Schild im Straßenverkehr, das jeden Spieler wie „durchgestrichen“ aussehen lässt. Ohne diesen absolut überflüssigen schrägen Balken hätte das Trikot den Wettbewerberb um den besten Retro-Look der Bundesliga gewonnen." © Getty
17. FSV Mainz 05: "Ein roter Sack mit Ärmeln drin. Gut, um sich wirklich nur auf das Spiel konzentrieren zu dürfen. Schlecht, wenn man damit mehr will, als nur ein wenig kicken. Denn in diesem formlosen Etwas wirkt auch der athletischste aller Spieler wie der brave Junge von Nebenan." © Getty
18. Borussia Mönchengladbach: "Waschen, Trocknen, Bügeln? Geht ganz einfach: fertig gespielt – Trikot waschen, trocknen, bügeln. Und dann in der nächsten Saison wieder verwenden. [...] Kein Schnitt, kein innovatives Material, die pure Abwesenheit jeglichen Designs. Dabei muss gutes Design gar nicht teuer sein. Schade, dass das noch nicht bis Gladbach durchgesickert ist. Bis dahin müssen die Jungs wohl oder übel in weißen, nichtssagenden und unglaublich langweiligen Outfits spielen. Schade eigentlich ..." © Getty

Mit seinem ersten Bundesliga-Treffer Schalke 04 rettete Raul (87.) den “Knappen“ nach 0:2-Rückstand zumindest noch einen Punkt. Die Gastgeber machten zwar das Spiel, doch die Gäste zunächst die Tore: Kapitän Filip Daems brachte die Mönchengladbacher per Foulelfmeter überraschend in Führung (15.); der Amerikaner Michael Bradley erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (43.). Nach dem dritten Saisontor von Neueinkauf Jan Klaas Huntelaar schöpften die Schalke-Fans wieder Hoffnung (52.) - dank Raul konnte die Mannschaft von Trainer Felix Magath zumindest die fünfte Saisonpleite abwenden.

Auch der VfB Stuttgart rutscht immer tiefer in die Krise: Beim 1:4-Heimdebakel gegen Bayer Leverkusen lagen die Schwaben nach zwei Kopfballtoren durch Sami Hyypiä (19.) und Arturo Vidal (21.) innerhalb von 120 Sekunden 0:2 zurück. Doch es kam noch schlimmer: Zehn Minuten später musste Neuzugang Mauro Camoranesi nach einer Notbremse mit Rot vom Platz. Mit einem direkten Freistoß schaffte Zdravko Kuzmanovic zwar den Anschluss (52.), Hanno Balitsch (69.) und Sidney Sam (88.) besiegelte aber die fünfte Saisonniederlage des VfB.

Kevin Großkreutz (17./61.) und der Japaner Shinji Kagawa mit seinem vierten Saisontreffer (50.) machten den fünften Sieg hintereinander für den BVB perfekt; für die Hamburger traf Rouwen Hennings zum 1:1 (26.). Aufsteiger St. Pauli wartet nach dem 1:3 nun schon seit dem 23. April (6:1 gegen Koblenz in Liga 2) auf einen Heimsieg am Millerntor. Beim Frankfurter 2:0 gegen Nürnberg waren Theofanis Gekas mit seinem Kopfballtor (17.) und Chris (88.) die gefeierten Matchwinner.

Werder Bremen hat im Nordderby der Fußball- Bundesliga den Absturz an das Tabellenende verhindert und für große Ernüchterung beim Hamburger SV gesorgt. Die Bremer gewannen am Samstagabend die hart umkämpfte 93. Auflage des Klassikers etwas glücklich mit 3:2 (2:0). Marko Marin (25. Minute) und ein Doppelschlag von Hugo Almeida (29./85.) brachten Werder vor 36 300 Zuschauern nach drei sieglosen Partien auf die Siegerstraße. Ruud van Nistelrooy (59.) und der eingewechselte Jonathan Pitroipa (62.) trafen für den HSV.

dpa

 Alle Ergebnisse

Fr 20:30 1. FC Köln - 1899 Hoffenheim 1:1
Sa 15:30 Bayern München - 1. FSV Mainz 05 1:2
FC Schalke 04 - Borussia. Mönchengladbach 2:2
VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 1:4
Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg 2:0
FC St. Pauli - Borussia Dortmund 1:3
18:30 Werder Bremen - Hamburger SV 3:2
So  15:30 VfL Wolfsburg - SC Freiburg -:-
17:30 1. FC Kaiserslautern - Hannover 96 -:-

Tabelle

 

Mannschaft Sp. S U N Tore Dif Pk.
1 1. FSV Mainz 05 6 6 0 0 14:5 9 18
2 Borussia Dortmund 6 5 0 1 16:5 11 15
3 1899 Hoffenheim 6 3 2 1 11:6 5 11
4 Bayer Leverkusen 6 3 2 1 13:10 3 11
5 Hannover 96 5 3 1 1 10:7 3 10
6 SC Freiburg 5 3 0 2 7:7 0 9
7 Hamburger SV 6 2 2 2 10:10 0 8
8 Bayern München 6 2 2 2 5:6 -1 8
9 FC St. Pauli 6 2 1 3 7:8 -1 7
10 1. FC Kaiserslautern 5 2 1 2 8:10 -2 7
11 Werder Bremen 6 2 1 3 9:14 -5 7
12 Eintracht Frankfurt 6 2 0 4 9:8 1 6
13 VfL Wolfsburg 5 2 0 3 9:9 0 6
14 1. FC Nürnberg 6 1 3 2 5:7 -2 6
15 1. FC Köln 6 1 2 3 5:10 -5 5
16 Borussia Mönchengladbach 6 1 2 3 10:19 -9 5
17 FC Schalke 04 6 1 1 4 7:12 -5 4
18 VfB Stuttgart 6 1 0 5 11:13 -2 3

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