FCK patzt

Köln rettet Sieg und übernimmt 3. Platz

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Kölns Torschütze Daniel Royer (l.) und Adam Matuschyk jubeln nach dem Treffer zum 2:1

Köln - Big point für den 1. FC Köln: Die Geißböcke haben am Sonntag einen Last-Minute-Sieg geschafft und den 3. Platz übernommen, während der 1. FC Kaiserslautern patzte.

Der 1. FC Kaiserslautern hat vor dem „Showdown auf dem Betzenberg“ den dritten Platz der 2. Bundesliga an den 1. FC Köln verloren. Während die Pfälzer gegen den Vorletzten SV Sandhausen nicht über ein 1:1 (1:0) hinauskamen, feierten die Kölner einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen Schlusslicht Jahn Regensburg. Den Siegtreffer für den FC erzielte Daniel Royer erst in der 87. Minute. Lautern (45) und Köln (46) treffen am kommenden Freitag im direkten Duell um den Relegationsplatz aufeinander.

„Die Euphorie in der Stadt und bei den Fans ist da, und wir haben uns vor dem Spiel in die Situation gebracht, die wir haben wollten. Jetzt fahren wir mit 7000 Zuschauern zum Betzenberg“, sagte Kölns Trainer Holger Stanislawski: „Wir haben verdient gewonnen. Aber auch sehr mühsam. Das hat sehr viele Nerven gekostet und hätte ins Auge gehen können. Wir haben sehr viele Fehler gemacht, waren nicht so mutig und so frei. Man hat im Kopf etwas den Druck gemerkt.“

Zumindest in Lauerstellung liegt auf Platz sechs der FSV Frankfurt (40), der durch das klare 3:0 (2:0) gegen Union Berlin die letzten Hoffnungen der Köpenicker (38) zunichtemachte.

In Sandhausen war überraschend der SVS das überlegene Team, das Tor schoss dennoch der Favorit aus Kaiserslautern durch Mohamadou Idrissou (18.). Den Ausgleich verschuldete FCK-Torhüter Tobias Sippel, der einen Schuss von Alexander Riemann von der Torauslinie ins eigene Tor lenkte (67.).

Die zunächst klar überlegenen Kölner waren durch Kevin McKenna in Führung gegangen (28.) und hatten Sekunden nach dem Ausgleich in Sandhausen die Entscheidung auf dem Fuß. Thomas Bröker scheiterte jedoch mit einem kläglichen Foulelfmeter an Jahn-Keeper Timo Ochs (67.), Marco Djuricin erzielte den Ausgleich (73.). Köln ist seit 15 Spielen ungeschlagen, für Regensburg wird es dagegen schwer. Der Jahn gewann nur eines der letzten 19 Spiele, ist auch unter dem ehemaligen polnischen Nationaltrainer Franciszek Smuda das schlechteste Rückrundenteam und hat sieben Spiele vor dem Saisonende sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsrang.

Routinier Zafer Yelen (10., 49.) und Michael Görlitz (19.) erzielten die Treffer für die Frankfurter, die im Vergleich zum 0:3 im letzten Spiel beim SC Paderborn kaum wiederzuerkennen waren. Der FSV spielte vor 4842 Zuschauern wie aus einem Guss, war jederzeit Herr der Lage und ließ den auswärts in diesem Jahr noch immer sieglosen Berlinern nicht den Hauch einer Chance.

sid

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

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