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Nach Arbeitssieg in Fürth

Eintracht schnuppert an der Champions League

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Frankfurt setzte sich trotz des frühen Rückstands in Fürth durch.

Fürth - Eintracht Frankfurt ist im Kampf um die Champions-League-Plätze ein wichtiger Sieg gelungen. Souverän agierten die Hessen bei Mitaufsteiger Fürth allerdings nicht.

Bei der SpVgg Greuther Fürth zitterten sich die Hessen wenige Tage nach der Vertragsverlängerung von Trainer Armin Veh zu einem 3:2 (1: 1)-Erfolg. Damit ist die Eintracht nach zuvor sechs Spielen ohne „Dreier“ punktgleich mit Schalke 04 auf Rang vier.

Die entscheidenden Frankfurter Treffer in einer Begegnung auf phasenweise erschreckend schwachem Niveau erzielten Stefan Aigner (58.) und Alexander Meier (69.). Aufsteiger Fürth, das durch Sercan Sararer noch einmal herankam (73.), darf sich damit wohl endgültig keine Hoffnungen mehr auf den Klassenverbleib machen.

Im ausverkauften Ronhof, wo dem Kleeblatt auch der 14. Versuch misslang, ein Bundesliga-Heimspiel zu gewinnen, boten beide Mannschaften nach einer munteren Anfangsphase teilweise Fußball zum Abgewöhnen. Nach dem Führungstor der Gastgeber durch Nikola Djurdjic (2.) und dem Ausgleichstreffer durch Takashi Inui (13.) verflachte die Begegnung zusehends. Auf beiden Seiten blieb vieles Stückwerk, die 18.000 Zuschauer sahen ein ganzes Sammelsurium an Fehlpässen und Unzulänglichkeiten. Erst nach Aigners Treffer wurde das Spiel wieder ein wenig lebhafter.

Fürth mit gutem Start

Fürth wäre bei einem Sieg immerhin noch einmal bis auf sechs Punkte an den FC Augsburg auf dem Relegationsplatz herangekommen. Motiviert von dieser Aussicht begannen die Gastgeber denn auch bei der Heimpremiere von Trainer Frank Kramer außerordentlich forsch. Der Lohn folgte schon nach 90 Sekunden: Den ersten Fürther Eckball verlängerte Meier unglücklich an den langen Pfosten, der dort lauernde Djurdjic drückte den Ball über die Linie. Oka Nikolov, für den verletzten Kevin Trapp im Tor der Eintracht, konnte nicht eingreifen.

Schon bald aber machte Meier den Patzer beim Gegentor wieder wett. Nachdem sich der Mittelfeldspieler auf der rechten Seite gut durchgesetzt hatte, passte er noch vor dem Strafraum quer zu Inui. Der Japaner versetzte Matthias Zimmermann und schoss aus 18 Metern ein. Max Grün, etwas überraschend für den genesenen Wolfgang Hesl als Schlussmann aufgeboten, war machtlos. Kurz zuvor war ein Treffer von Stefan Aigner wegen Abseits nicht anerkannt worden (9. ). Die Eintracht schien auf einem guten Weg.

Der Absturz der Bundesliga-Stars

Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Ailton: Der Inbegriff des Karriere-Knicks. Erst hochgejubelt bei Werder Bremen, dann bedingt erfolgreich bei Schalke 04, danach fast im Halb-Jahres-Takt abgeschmiert bei immer kleineren Clubs. In der letzten Saison kickte der Brasilianer bei Campinense Clube und heuerte dann beim chonesischen Verein Chongqing Lifan an. Mittlerweile ist Ailton in der sechsten Liga in Uerdingen gelandet. Aber während Sie das lesen, kann sich das schon wieder geändert haben. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Bis zur Saison 2009/2010 und dem Mario-Gomez-Wechsel für 30 Millionen Euro war er der teuerste Transfer der Bundesliga: Borussia Dortmund ließ sich den Brasilianer 25 Millionen Euro kosten. 2002 wurde er Torschützenkönig und Deutscher Meister. Danach wurden die Clubs immer kleiner. Auf ein Intermezzo beim AC Mailand folgten unter anderem Engagements bei Thessaloniki und brasilianischen Clubs. Jetzt ist Amoroso 36 Jahre alt - und sein Marktwert beträgt nur noch einen Bruchteil der einstigen 25 Millionen. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Yildiray Bastürk: Wenn er mal völlig fit war - und das war er eigentlich nie - sorgte der türkische Dribbler bei Hertha BSC für Furore. Nach dem Wechsel zum VfB Stuttgart lief gar nichts mehr rund: Er kam im Verein nicht auf die Beine und wurde zur EM 2008 ausgeladen. Mittlerweile steht Bastürk bei den Blackburn Rovers unter Vertrag.  © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Danijel Ljuboja: Wahrscheinlich ruinierte die Geldgier seine Karriere. Mit dem VfB Stuttgart hat er sich auf einen Vertrag geeinigt - und kurz darauf soll ihm eingefallen sein, dass er doch das Doppelte verdienen wolle. Er wurde immer wieder ausgeliehen oder in die zweite Mannschaft versetzt - im Sommer 2009 war der VfB dann froh, den teuren Tribünengast endlich los zu sein. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Kevin-Prince Boateng dachte 2007 wohl, er habe den Durchbruch geschafft. 7,5 Millionen Euro überwiesen die Tottenham Hotspurs an Hertha BSC, um den Mittelfeldspieler nach London zu holen. Doch Boateng versauerte auf der Bank, und auch ein sechsmonatiges Ausleihgeschäft zu Borussia Dortmund entpuppte sich als Reinfall: Boateng fiel mehr durch Tätlichkeiten als durch gute Leistungen auf dem Platz auf. Mit dem FC Portsmouth stieg Boateng in der Saison 2009/2010 ab. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Tim Borowski wollte nach über zehn Jahren bei Werder Bremen etwas Neues ausprobieren und wechselte zum FC Bayern. Trotz anfänglich guter Leistungen - vor allem als Einwechselspieler bewies Borowski echte Jokerqualitäten - setzte Trainer Jürgen Klinsmann auf andere Spieler. Und auch Klinsmanns Nachfolger Jupp Heynckes sowie Louis van Gaal schienen und scheinen die Qualitäten des Ex-Bremers nicht zu schätzen. Der Mittelfeldspieler entschloss sich daher zu einer Rückkehr zu Werder Bremen. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
VfL Bochum, Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund, FC Basel, Borussia Dortmund, FSV Maniz 05 - das sind die Stationen des Delron Buckley seit 2005. Der Südafrikaner gehörte einst zu den besten Bundesliga-Spielern, heute ist er ohne Verein. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Groß angekündigt, durch die Hintertür verabschiedet: Carlos Alberto kam mit großen Vorschusslorbeeren zu Werder Bremen. In der Hansestadt lebte sich der Brasilianer jedoch nie ein: wilde Partys, Verletzungen, Prügeleien - Werder verlieh den 8,5-Millionen-Mann schnell zurück in seine Heimat. Ein Käufer aber hat sich für das vermeintliche Genie noch nicht gefunden. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Ewerthon knipste 2002 Borussia Dortmund zur Meisterschaft. Drei Jahre später wechselte er nach Spanien zu Real Saragossa. Dort erzielte der Brasilianer in 65 Liga-Spielen nur 18 Tore. Daraufhin ging er auf Leihbasis zum VfB Stuttgart. Seine traurige Bilanz dort: elf Spiele, ein Tor. Ewerthon kehrte nach Spanien zurück und fand zu alter Stärke zurück: In der vergangenen Saison erzielte er in 35 Spielen 27 Tore - allerdings in der 2. Liga. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Theofanis Gekas war die Neuentdeckung beim VfL Bochum in der Saison 2006/2007. Der Grieche erzielte 20 Tore in 32 Spielen und wechselte daraufin zu Bayer Leverkusen. Dort lief es weniger gut: 44 Spiele/13 Tore, so lautet die Bilanz. Auch ein sechsmonatiges Ausleihgeschäft beim FC Portsmouth scheiterte. Ein weiteres Ausleihgeschäft zur Hertha nach Berlin war ebenfalls nicht erfolgreich - der Hauptstadtklub stieg ab. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Aliaksandr Hleb gehörte zu den überragenden Bundesliga-Spielern, ehe er 2005 für 15 Millionen Euro zu Arsenal wechselte. Drei Jahre später ging die Reise weiter zum FC Barcelona, mit dem der Weißrusse zwar das Triple gewann, jedoch meistens von der Tribüne aus zusehen musste. Der VfB Stuttgart lieh sich seinen Ex-Spieler für die Saison 2009/2010 aus, doch Hleb enttäuschte weitgehend. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Ivan Klasnic gehörte lange Jahre zum Stammpersonal im Sturm von Werder Bremen. Nach einer erfolgreichen Nierentransplantation zerstritt sich der Kroate aber mit Werder und wechselte 2008 zum FC Nantes. In Frankreich dann der GAU: Klasnic fühlte sich nicht wohl, erzielte nur sechs Tore in 27 Spielen und stieg ab. Er ließ sich daraufhin nach England zu den Boltn Wanderers ausleihen. Jetzt ist der Stürmer brennend an einer Rückkehr in die Bundesliga interessiert. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Jan Koller war Borussia Dortmunds Held beim Meisterschaftsgewinn 2002. Der lange Tscheche trug damals maßgeblich zum Titelgewinn bei. 2006 wechselte der Stürmer dann zum AS Monaco, wo er es aber nur eineinhalb Jahre lang aushielt. Die Rückkehr nach Deutschland zum 1. FC Nürnberg war nicht von Erfolg gekrönt: Mit dem 1. FC Nürnberg stieg Koller 2008 ab. Koller kehrte Deutschland den Rücken und wechselte nach Russland zu Krylja Sowetow Samara. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Lincoln war eine der bislang letzten Diven im Bundesliga-Geschäft. Beim 1. FC Kaiserslautern und bei Schalke 04 sorgte der extrentrische Brasilianer immer wieder für Aufsehen, auf und neben dem Platz. 2007 folgte der Wechsel zu Galatasaray Istanbul, wo Lincoln seine Eskapaden aber auch nicht in den Griff bekam. 2009 wurde er von seinem Klub entlassen und ist seither auf Vereinssuche. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Christoph Metzelder wagte 2008 den großen Schritt und wechselte von Borussia Dortmund zu Real Madrid. Dort kam „Metze“ bisher aber nicht über den Status des Reservisten hinaus. Zur Saison 2010/2011 wechselte "Metze" zum FC Schalke 04. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Wer erinnert sich nicht? David Odonkor war einer der Hauptdarsteller des WM-Sommermärchens 2006. Zweites Gruppenspiel, Pass Odonkor, Tor Neuville - das 1:0 gegen Polen in der Nachspielzeit ist unvergessen. Damals kickte er für Borussia Dortmund, heute ist Odonkor Ersatzspieler bei Betis Sevilla, Absteiger aus der Primera Division. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Tobias Rau galt 2003 als großer Hoffnungsträger für die WM 2006. Dann wechselte er vom VfL Wolfsburg zu den Bayern, verletzte sich immer wieder, verpasste die WM und ging schließlich zu Arminia Bielefeld. Zu alter Form fand er auch hier nicht zurück. Mit 27 Jahren beendete er im Sommer 2009 seine aktive Karriere. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Michael Rensing wurde beim FC Bayern jahrelang als Nachfolger von Oliver Kahn aufgebaut. Als es dann soweit war und er das Erbe des Titans anteten sollte, ging so manches schief. Die Bayern kamen mit Jürgen Klinsmann als Trainer nicht zurecht, der schließlich entzog irgendwann seinem Keeper das Vertrauen. Danach war Rensing nur noch zweite Wahl. Beim 1. FC Köln wurde er dann endlich Stammkeeper. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Boubacar Sanogo war einst ein erfolgreicher Knipser beim 1. FC Kaiserslautern. 2006 begann jedoch sein Abstieg: Beim HSV scheiterte der Ivorer ebenso wie Werder Bremen, das ihn schließlich für sechs Monate an 1899 Hoffenheim verlieh. Dort entpuppte sich Sanogo als wahrer Chancentod (alleine in einem Spiel traf er drei Mal den Pfosten). Mittlerweile ist Sanogo bei St. Etienne in Frankreich gelandet. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Albert Streit scheint nur bei Eintracht Frankfurt zurechtzukommen. Immer wenn der Mittelfeldspieler die Eintracht verließ (2003 nach Wolfsburg und 2007 nach Schalke) ging es bergab. Auch auf seinen anderen Stationen beim VfL Wolfsburg und beim Hamburger SV konnte sich Streit nicht in den Vordergrund spielen. Bei Schalke unter Felix Magath kam Streit auch nicht zum Zug. © Getty
Bundesliga-Stars und ihr Absturz
Stefan Wessels spielte einst mit dem FC Bayern in der Champions League. Über den 1. FC Köln und den FC Everton landete Wessels schließlich in der 2. Bundesliga beim VfL Osnabrück. Mittlerweile spielt Wessels beim FC Basel in der Schweiz. © Getty

Doch was nach den beiden frühen Treffern folgte, hatte nur wenig Unterhaltungswert. Die Begegnung verlor zusehends an Fahrt, das zunehmend verärgerte Publikum sah dabei mehr Kampf und Krampf als Spielwitz. Bezeichnend für das dürftige Niveau war die Chance von Eintracht-Stürmer Srdjan Lakic, der völlig frei am Fünf-Meter-Raum stehend neben das Tor köpfte (39.).

Erst nach Aigners 2:1 kam wieder ein bisschen mehr Leben in die Begegnung. Die schien die Eintracht eigentlich schon für sich entschieden zu haben, doch dann musste sich noch einmal zittern. Nur kurz nach Sararers Anschlusstor hatte Djurdjic bei einem Pfostenschuss sogar den Ausgleich auf dem Fuß.

sid

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