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Torreiches Bundesliga-Duell

Werder - Nürnberg: Rasantes Spiel ohne Sieger

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Bremen - Werder Bremen hat gegen den 1. FC Nürnberg den möglichen Sprung auf den fünften Tabellenplatz der Bundesliga in einem turbulenten Spiel leichtfertig verschenkt.

Gegen den weiter sieglosen Club kamen die Hanseaten trotz zweifacher Führung am Sonntag nur zu einem 3:3 (2:1)-Unentschieden. Eljero Elia (34./66. Minute) mit seinen ersten beiden Bundesliga-Toren für Werder und Berkay Dabanli (8.) per Eigentor sorgten für nur scheinbar beruhigende 2:0- und 3:2-Vorsprünge der Bremer. Hiroshi Kiyotake (44.), Josip Drmic (53.) und Adam Hlousek (70.) trafen vor 40 048 Zuschauern zum letztlich verdienten Nürnberger Punktgewinn.

Die Bremer sind nach dem siebten Spieltag mit zehn Punkten nun Siebter. Nürnberg kletterte mit seinem fünften Remis der Spielzeit vom Relegationsrang auf Platz 15.

Wiesinger muss kurzfristig umstellen

Werder-Trainer Robin Dutt stellte den Ex-Nürnberger Mehmet Ekici und den genesenen Zlatko Junozovic in die Startformation. Sein Nürnberger Kollege Michael Wiesinger musste nach dem Ausfall von Daniel Ginczek (Zehenbruch) auch noch Abwehrchef Per Nilsson ersetzen, den über Nacht Magen-Darm-Probleme ereilt hatten.

Für den Schweden rückte Dabanli ins Team und schlechter hätte die Partie für den Defensivmann kaum beginnen können. Eine nicht einmal scharfe Hereingabe von Santiago Garcia lenkte er ins eigene Tor. Der Italo-Argentinier Garcia sprang nach dem schnellen Assist in seinem ersten Bundesliga-Heimspiel jubelnd in die Arme der Fans in den ersten Sitzreihen.

Die Erleichterung war im ganzen Weserstadion zu spüren und beflügelte Werder zusätzlich. Die Nürnberger spielten viel zu ängstlich und konnten offensiv überhaupt keine Akzente setzen. Der Club hatte vor allem mit Garcia Probleme. Fernschüsse von Aaron Hunt (25.) und Ekici (32.) konnte der FCN abwehren. Doch dann schlug Elia zu. Fein von Hunt frei gespielt schoss der Niederländer aus rund 15 Metern für die Hanseaten ein.

Männer mit Binde: Die Kapitäne der 18 Bundesligisten

In der Kapitänsfrage setzen die Clubs der Fußball-Bundesliga auf Kontinuität. Nur drei Vereine besetzen die Führungsposition zur Saison 2013/14 neu.Klicken Sie sich hier durch die Fotostrecke. © picture alliance / dpa
Fabian Lustenberger übernimmt in Berlin das Amt von seinem Vorgänger Peter Niemeyer. © picture alliance / dpa
Andreas Beck steht seit der Rückrunde der vergangenen Saison bei Hoffenheim in der Verantwortung. © picture alliance / dpa
Augsburgs Trainer Markus Weinzierl vertraut auch in der kommenden Saison auf Abwehrroutinier Paul Verhaegh. © picture alliance / dpa
Clemens Fritz ist in Bremen weiterhin im Amt. © dpa
In Mainz hat Abwehrchef Nikolce Noveski das Sagen. © picture alliance / dpa
In Stuttgart fungiert Christian Gentner als verlängerter Arm des Trainers. © dpa
Der schweizer Nationaltorhüter Diego Benaglio ist beim VfL Wolfsburg die absolute Nummer 1. Sowohl im Tor, als auch im Mannschaftsgefüge. © picture alliance / dpa
Filip Daems übernimmt als Elfmeterschütze und Kapitän die Führung bei Gladbach. © picture alliance / dpa
Rafael van der Vaart beerbte beim Hamburger SV in der Rückrunde der vergangenen Saison Heiko Westermann als Kapitän. © dpa
Julian Schuster wurde 2012 als einziger Kapitän von seinen Freiburger Teamkollegen gewählt und nicht vom Trainer bestimmt.  © picture alliance / dpa
Benedikt Höwedes ist seit 2001 bei Schalke und führt die Mannschft als Kapitän aufs Feld.   © AFP
Beim Werksclub aus Leverkusen ist Simon Rolfes der Chef auf dem Platz. © dpa
In Dortmund vertraut Jürgen Klopp nun auf Mats Hummels. © dpa
Unter Trainer Pep Guardiola hat sich vieles geändert bei den Bayern. Der Kapitän aber bleibt weiterhin Phillip Lahm. © AFP
Lars Stindl
Bei Hannover 96 ist Lars Stindl der Chef. © dpa
Kevin Trapp
Kevin Trapp bekam von Eintracht Frankfurts Neu-Trainer Thomas Schaaf die Kapitänsbinde anvertraut. © dpa
Miso Brecko
Bei den Geißböcken aus Köln hat Miso Brecko das Ruder in der Hand. © dpa
Uwe Hünemeier
Seit August 2014 ist Uwe Hünemeier Kapitän beim Aufsteiger SC Paderbron. © dpa

Alles schien bereitet für einen beschwingten Bremer Nachmittag, doch typisch für Werder in dieser Saison erlaubte die Dutt-Elf dem Gegner die Hoffnung auf ein Comeback. Ausgerechnet Bremens bis dahin Bester Garcia ermöglichte Kiyotake durch einen Stellungsfehler einen technisch feinen Schuss aus halb-rechter Position im Strafraum. Der Japaner nutzte die Chance zu seinem sechsten Bundesliga-Tor.

Gleich nach dem Seitenwechsel war klar: Nürnberg wollte es jetzt wissen. Als Garcia Makoto Hasebe (47.) auf den Fuß trat, hätte Schiedsrichter Tobias Stieler auf Elfmeter entscheiden können. Kurz darauf schoss Drmic (49.) knapp am Tor vorbei. Nach einer Flanke von Tomas Pekhart zielte der Schweizer genauer - die Bremer Führung war dahin.

Nürnberg wirkte stabiler, aber Werder spielte weiter nach vorne. Bei einem Kopfball von Assani Lukimya (58.) verhinderte Marvin Plattenhardt auf der Torlinie das dritte Werder-Tor. Dann profitierte Elia von erneutem Durcheinander in der Franken-Abwehr. Per Distanzschuss traf er zur erneuten Führung. Nürnberg setzte aber weiter nach und wurde durch den erneuten Ausgleich von Houssek nach feiner Vorarbeit von Kiyotake belohnt. Bei Pekharts Kopfball (73.) und Drmic Drehschuss auf die Latte (79.) wäre dem FCN sogar fast noch der Siegtreffer geglückt.

dpa

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