Werder sieht im Nordderby

Bayer zerlegt Mainz, BVB stolpert beim Klub

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Bayer Leverkusen hat gegen Mainz einen deutlichen 4:1-Sieg errungen

Mainz - Bayer Leverkusen hat seine Aufgabe gegen Mainz souverän erledigt. Borussia Dortmund holt gegen den 1. FC Nürnberg nur ein Unentschieden. Die Spiele vom Samstag im Überblick.

Die Siegesserie von Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund ist gerissen. Die Westfalen kamen am 6. Spieltag nicht über ein 1:1 beim 1. FC Nürnberg hinaus, behaupteten aber trotz ihres ersten Punktverlustes in dieser Saison die Spitzenposition im Fußball-Oberhaus. Oben festgesetzt hat sich Bayer Leverkusen, das am Samstag mit dem 4:1 beim FSV Mainz 05 den fünften Dreier einfuhr und den FC Bayern München vorerst von Rang zwei verdrängte. Mit einem Sieg am Abend (18.30 Uhr) beim FC Schalke 04 kann der Triplesieger wieder vorbeiziehen und nach Punkten mit dem BVB gleichziehen.

Rang vier festigte Hannover 96 mit dem 2:1-Sieg über den FC Augsburg. Im Kellerduell gelang Werder Bremen mit dem 2:0-Sieg beim Hamburger SV ein erster Schritt aus der sportlichen Krise. Der VfL Wolfsburg bezwang 1899 Hoffenheim mit 2:1.

Drei Tage nach dem kräftezehrenden Champions-League-Spiel in Neapel hatte BVB-Coach Jürgen Klopp rotiert und unter anderen Robert Lewandowski und Henrich Mchitarjan zunächst draußen gelassen. Trotz der personellen Veränderungen wurden die Dortmunder ihrer Favoritenrolle gegen den „Club“ zunächst gerecht. Mit einem Freistoßtor aus gut 25 Metern sorgte Marcel Schmelzer (37. Minute) für die Führung. Nach dem Ausgleich durch Per Nilsson (51.) ging die Souveränität bei den Westfalen aber verloren.

Die teuersten Transfers der Bundesliga-Geschichte

Geld regiert die Welt - und auch die Transfergeschäfte im Fußball. Klicken Sie sich durch die Rangliste der teuersten Bundesliga-Transfers (die Ablösesummen beruhen teilweise auf Schätzungen). © picture alliance / dpa
Shinji Kagawa: Der Japaner kam 2010 für 350.000 € zu Borussia Dortmund und wechselte nach zwei erfolgreichen Jahren für 16 Millionen € im Sommer 2012 zu Manchester United. © picture alliance / dpa
Luiz Gustavo: 16 Millionen € ließen sich die Wolfsburgern den Brasilianer, der beim FC Bayern kaum mehr zum Zug kam, im August 2013 kosten. © picture alliance / dpa
Evanilson (r.): Der Rechtsverteidiger wechselte im Zuge des komplizierten Amoroso-Deals zum FC Parma. Rund 17 Millionen Euro war er den Italienern wert. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Luiz Gustavo: Wurde im Januar 2011 ohne das Wissen Ralf Rangnicks für 17 Millionen € nach München verkauft, Rangnick und Hoffenheim trennten sich kurz darauf. © picture alliance / dpa
Marco Reus: Als Borussia Dortmund im Januar 2012 den Wechsel von Marco Reus zur neuen Saison bekannt gab, hatten die Schwarz-Gelben das Tauziehen gegen den FC Bayern für sich entschieden und profitierten von Reus Ausstiegsklausel. 17,1 Millionen € erhielt Borussia Mönchengladbach. © picture alliance / dpa
Mesut Özil: Für 18 Millionen € wechselte Mesut Özil 2010 zu Real Madrid und erwies sich als richtiger Volltreffer für die Königlichen. © picture alliance / dpa
Nigel de Jong: 19 Millionen € spülte der Verkauf des Holländers an Manchester City im Januar 2009 in die Kassen des Hamburger Sportvereins; bis heute die höchste Ablöse, die der HSV je für einen Spieler bekommen hat. © picture-alliance/ dpa
Roy Makaay: Mit 19,7 Millionen € Ablöse war Roy Makaay 2003 der damalige Rekordeinkauf des FC Bayern. © picture alliance / dpa
Carlos Eduardo: Verließ die TSG Hoffenheim im Sommer 2010 für 20 Millionen € in Richtung Russland zu Rubin Kasan. © picture alliance / dpa
Emerson (l.): Wurde im Sommer 2000 vom AS Rom für umgerechnet 20 Millionen € von Bayer 04 Leverkusen losgeeist. © picture-alliance / dpa
Andre Schürrle (r.): 22 Millionen € mussten die "Blues" 2013 an Bayer 04 Leverkusen überweisen, um sich die Dienste des deutschen Nationalspielers zu sichern. © picture alliance / dpa
Kevin de Bruyne (Mitte): Mit dem jungen Belgier rüstet der VfL Wolsburg weiter auf. 22 Millionen € bezahlten die Wölfe im Januar 2014 für den belgischen Nationalspieler. © picture alliance / dpa
Manuel Neuer: Der Torwart wechselte 2011 unter lautstarken Protest vieler Bayernfans für 22 Mio € vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße. © picture alliance / dpa
Arjen Robben: Der niederländische Flügelspieler wechselte 2009 für 24 Mio € von Real Madrid zu den Bayern. © picture alliance / dpa
Marcio Amoroso: Borussia Dortmund kaufte den Stürmer 2001 für 25 Mio € vom FC Parma. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Owen Hargreaves (l.): Der ehemalige Münchner wechselte 2007 für eine Ablösesumme von 25 Mio € zu seinem Lieblingsclub Manchester United. © picture-alliance/ dpa
Thiago Alcantara (l.): Der Spanier folgte seinem Ex-Trainer Pep Guardiola 2013 für 25 Mio € von Barcelona an die Isar. © picture alliance / dpa
Franck Ribery: Der Flügelflitzer kam 2007 für 25 Mio € von Olympique Marseille zum FC Bayern. © picture alliance / dpa
Diego: Der offensive Mittelfeldspieler wechselte 2009 für 27 Mio € von der Bremer Weser nach Italien zu Juventus Turin. © picture-alliance/ dpa
Henrich Mchitarjan (r.): Der Götze-Ersatz kam 2013 von Schachtjor Donezk zum Championsleague-Finalisten Borussia Dortmund.  © picture alliance / dpa
Mario Gomez: Der Nationalstürmer kam 2009 für die damalige Rekordsumme von 30 Mio € vom VfB Stuttgart nach München. © picture alliance / dpa
Edin Dzeko: Der ehemalige Wolfsburger verließ den Werksclub 2010 und wechselte für 37 Mio. € zu Manchester City. © picture alliance / dpa
Mario Götze: Kaum ein Wechsel schlug derart hohe Wellen in den letzten Jahren als der Transfer vom Dortmunder Youngster zu den Bayern. 37 Millionen € überwies der FC Bayern nach Dortmund. © picture alliance / dpa
Javier Martinez: Der Baske ist der bis dato teuerste Transfer in der Bundesligahistorie. Bayern München überwies 40 Millionen € an seinen Heimatclub Athletic Bilbao.  © picture alliance / dpa
Toni Kroos
Toni Kroos: Der gebürtige Greifswalder wechselte nach dem WM-Sieg mit Deutschland im Juli 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid. Angeblich 30 Millionen Euro soll der Transfer den Königlichen wert gewesen sein. © dpa

Bayer Leverkusen zeigte sich in Mainz bestens erholt von der Champions-League-Niederlage in Manchester und setzte sich mit einem überzeugenden Sieg in der Spitzengruppe fest. Der zweimal erfolgreiche Robbie Kruse (19./45.), Lars Bender (38.) und der vorjährige Torschützenkönig Stefan Kießling (59.) schossen den nie gefährdeten Sieg bei den Rheinhessen heraus, die nach drei Siegen zum Saisonauftakt zum dritten Mal nacheinander als Verlierer den Platz verließen. Daran änderte das späte Gegentor durch Yunus Malli (82.) nichts mehr.

Dank Ivica Olic behält der VfL Wolfsburg zu Hause seine weiße Weste. Die Niedersachsen feierten mit dem 2:1 gegen 1899 Hoffenheim ihren dritten Sieg nacheinander in der heimischen Arena. Der Kroate Olic traf in der 44. und 48. Minute und machte damit die Gäste-Führung wett, für die Anthony Modeste (15.) mit seinem fünften Saisontor gesorgt hatte.

Auch Hannover 96 bleibt zu Hause eine Macht. Dank des Elfmetertreffers von Szabolcs Huszti (89.) gewannen die Niedersachsen beim 2:1 gegen Augsburg auch die vierte Saisonpartie vor heimischem Publikum. Mit einem umstrittenen Handelfmeter hatte Paul Verhaegh (51.) den FCA in Führung gebracht. Artur Sobiech (60.) gelang der Ausgleich für 96. Nach zuletzt drei Siegen kassierte Augsburg wieder eine Niederlage.

Im 99. Bundesliga-Nordderby stoppte Werder Bremen mit dem 2:0 seine Negativserie, dagegen fand der HSV auch unter Interimscoach Rodolfo Cardoso nicht auf Erfolgskurs zurück. Nils Petersen (32./90.+4) traf für die Bremer, die ihre Talfahrt nach zuletzt drei Niederlagen stoppen konnten. Vor der Partie bestätigte HSV-Sportchef Oliver Kreuzer im TV-Sender Sky Gespräche mit dem Niederländer Bert van Marwijk über eine mögliche Nachfolge des am Montag entlassenen Trainers Thorsten Fink.

dpa

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