14. Spieltag der Bundesliga

Irres Spiel in Hoffenheim - Spitzentrio marschiert

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Sejad Salihovic (m.) verwandelte zwei Elfmeter beim 4:4 im Spiel der Hoffenheimer gegen Werder Bremen.

Berlin - Spitzenreiter FC Bayern setzt seine Rekordjagd in der Fußball-Bundesliga fort. Auch die Verfolger Dortmund und Leverkusen gewinnen. In Hoffenheim sahen die Fans ein irres Spiel.

Mit dem ungefährdeten 2:0 gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig feierte der Rekordchampion am 14. Spieltag seinen 28. Sieg in diesem Jahr und stellte damit seine eigene Bestmarke von 2005 ein. Auch der Verfolger gab sich am Samstag keine Blöße: Bayer Leverkusen gewann gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:0. Auch Borussia Dortmund meldete sich mit einem Sieg im Titelkampf zurück. Der Tabellen-Dritte setzte sich beim FSV Mainz 05 mit 3:1 durch und behält die Spitzenplätze im Blick.

Hertha BSC kam in einem Festival der vergebenen Chancen gegen den FC Augsburg nicht über ein 0:0 hinaus. 1899 Hoffenheim trennte sich im torreichsten Spiel des Tages 4:4 von Werder Bremen und schaffte es damit nicht, den Kontrahenten in der Tabelle zu überholen.

Drei Tage nach dem Champions-League-Gastspiel in Moskau wurden die Bayern von Aufsteiger Braunschweig überhaupt nicht gefordert. Mit einem Doppelschlag entschied Arjen Robben (2./30. Minute) das Duell David gegen Goliath bereits vor der Pause. Nach der Halbzeit ließen es die Münchner gemächlicher angehen und machten das Dutzend an Saisonerfolgen im Schongang perfekt. Insgesamt sind die Bayern inzwischen seit 39 Partien ungeschlagen.

Trikot-Ranking 2013: So schneiden die Hemden der Bundesligisten ab

Jedes Jahr bewertet eine Jury der Mediadesign-Hochschule Düsseldorf die neuen Trikots aller Bundesligisten. Entscheidend ist hier nicht die sportliche Leistung auf dem Platz, sondern vielmehr Optik, Schnitt und Design. Hier die Schlusstabelle der Mode-Saison mit den offiziellen Jury-Statements: © picture alliance / dpa
Platz 18: Werder Bremen. Jury-Begründung: "So grün wie der Rasen, das ist nicht fernsehtauglich! Die Schnittgebung ist auch nicht aufregend und dann ist das komplette Dress auch noch in ein recht einfallsloses All-Over-Rautenmuster getaucht. Das überzeugt leider nicht." © dpa
Platz 17: 1899 Hoffenheim. Jury-Begründung: "Die farbliche Abstimmung innerhalb des Trikots ist gelungen, aber der angesetzte Polokragen zerstört leider das Gesamtbild." © dpa
Platz 16: Borussia Mönchengladbach. Jury-Begründung: "Der grüne V-Ausschnitt wirkt verloren auf dem überwiegend weißen Dress; die feinen Querstreifen bringen Unruhe und die Sponsorenfarbe sprengt das Farbgefüge komplett." © dpa
Platz 15: FC Schalke 04. Jury-Begründung: "Ein schlichtes Dress, das farblich sehr ausgeglichen rüberkommt, aber sonst keine erwähnensweten Details aufweist." © dpa
Platz 14: VfB Stuttgart. Jury-Begründung: "Die Farben des Trikots sind harmonisch aufeinander abgestimmt, doch der Schnitt bietet leider keine Raffinessen. Die feinen Querstreifen auf der Vorderseite haben keine dynamische Wirkung, lassen das Dress eher bieder erscheinen. Gleiches gilt für den V-Ausschnitt." © dpa
Platz 13: Bayer Leverkusen. Jury-Begründung: "Schlichter Rundhalsschnitt, wenig Energie in der Farbe; hier fehlt uns definitiv das sportive Element." © dpa
Platz 12. FC Augsburg. Jury-Begründung: "3 Farben (rot - grün - weiß) die über der Trikotvorderseite verteilt wurden sind schon viel und dann noch die gelbe Umrandung des Emblems. Machmal ist weniger mehr!" © dpa
Platz 11: Bayern München: Jury-Begründung: "Von Bayern haben wir das letzte Jahr schon innovativiere Trikots gesehen! Ein schlichtes Dress, das farblich gut aufeinander abgestimmt ist, aber keine Highlights zeigt." © dpa
Platz 10: Hamburger SV. Jury-Begründung: "Mit Schnitt, Passform und dem gut platzierten Rot auf Vorder- und Rückseite sind wir einverstanden - aber nicht mit dem angesetzten Polokragen." © dpa
Platz 9: 1. FSV Mainz 05. Jury-Begründung: "Das Dress der Mainzer wirkt leider nicht sehr aufregend! Harmonisch sind Vereinslabel, Logo und Sponsorenlabel aufeinander abgestimmt. Aber das helle Rot als Grundfarbe mit dem weißen Längsstreifen schreit nach mehr." © dpa
Platz 8: Hertha BSC. Jury-Begründung: "Blockstreifen blau-weiß in Längsrichtung auf dem Vorderteil und partiell auf dem Rücken - eine gute Wahl! Ansonsten verzichtet das Dress auf besondere Extras in der Schnittführung." © dpa
Platz 7: SC Freiburg. Jury-Begründung: "Der Farbverlauf innerhalb des Trikots - das finden wir gelungen und trendy! Nicht so gut gefallen hat uns der Farbmix aus Sponsoren- und Vereinsapplikationen." © dpa
Platz 6: VfL Wolfsburg. Jury-Begründung: "Ein echter Blickfang - der diagonale Streifen auf dem Vorderteil! Auch die Farbkombination apfelgrün-weiß ist gut gewählt. Das Dress wirkt leicht und frisch!" © dpa
Platz 5: Eintracht Braunschweig. Jury-Begründung: "Die Vereinsfarben von Braunschweig sind ein echter Hingucker und extrem TV-tauglich. Allerdings finden wir, dass man daraus mehr machen könnte, als nur den Ärmel in blau abzusetzen. Designtechnisch hat das Trikot noch viel Potential!" © dpa
Platz 4: 1. FC Nürnberg. Jury-Begründung: "Das schlichte bordeaux-schwarze Dress von Nürnberg hat eine edle Note, wirkt aber durch die dynamische Schnittführung trotzdem sehr athletisch." © dpa
Platz 3: Eintracht Frankfurt. Jury-Begründung: "Rot-Schwarze Längsstreifenund eine tolle Materialwahl verleihen dem Frankfurter Trikot Dynamik und Sportivität. Besonders sind die gelaserten Luftlöcher entlang der Seitennähte. Logo, Label und Vereinslogo sind sehr stimmig platziert." © dpa
Platz 2: Hannover 96. Jury-Begründung: "Wie schon im letzten Jahr hat das Trikot von Hannover 96 wieder begeistert! Die Kombination von Bordeaux-Rot mit Orange-Rot ist sehr gelungen und hat eine frische, dynamische Wirkung. Gut gefallen hat auch die Schnittführung mit Raglanarm und verschiedenen Teilungsnähten." © dpa
Platz 1: Borussia Dortmund. Jury-Begründung: "Unser Favorit! Das Trikot von Borussia Dortmund überzeugt in gelb! Bei dem körperbetonten Dress hat man kleine Details groß ins Spiel gebracht: das dezent eingesetzte Karomuster auf der Vorderseite sowie der doppellagige V-Ausschnitt überzeugen. DIe Farben des gesamten Trikots bilden eine harmonische Einheit - Logos, Sponsorenlabel und Trikotkontrastfarbe sind perfekt aufeinander abgestimmt. Doch nicht nur das Design - auch die Schnittführung und das hochwertige Material lassen nichts zu wünschen übrig." © dpa

Gut erholt vom 0:5-Debakel gegen Manchester United präsentierte sich Leverkusen im Duell gegen den Nürnberger „Club“, der mit dem 14. sieglosen Saisonspiel den Start-Minusrekord von 1860 München (1977/78) und des MSV Duisburg (1994/95) einstellte. Heung-Min Son (36./76.) und Stefan Kießling (47.) mit seinem neunten Saisontor sorgten beim 3:0 für klare Verhältnisse.

Robert Lewandowski erzielt per Elfmeter das Tor zum 2:1 für Borussia Dortmund.

Nach Niederlagen gegen Wolfsburg und die Bayern fand Dortmund bei der Rückkehr von Coach Jürgen Klopp an seine frühere Wirkungsstätte auf Erfolgskurs zurück. Mit dem Sieg in Mainz hielten die Westfalen den Abstand zum zweiten Platz bei drei Punkten. Die Dortmunder Führung durch Pierre-Emerick Aubameyang (70.) glich Eric Maxim Choupo-Moting (74.) per Foulelfmeter für die 05er aus. Dann verhinderte der Mainzer Elkin Soto mit einem Handspiel ein BVB-Tor und sah die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Robert Lewandowski (78.), der in der Nachspielzeit mit einem weiteren Elfmeter sein elftes Saisontor markierte. In seinem 150. Bundesliga-Spiel ging 05-Coach Thomas Tuchel damit leer aus.

Hertha BSC beklagte im Spiel gegen Augsburg eine Fülle vergebener Torchancen und blieb zum dritten Mal nacheinander ohne Heimsieg. FCA-Profi Halil Altintop absolvierte seinen 250. Bundesliga-Einsatz und ist damit nun alleiniger Rekordspieler mit türkischem Pass.

Im Duell der Krisenclubs gegen Bremen bot Hoffenheim seinen Fans ein weiteres Torfestival. Mit zwei verwandelten Foulelfmetern schoss Sejad Salihovic (12./18.) die Kraichgauer in Führung. Nach dem überraschenden Ausgleich durch Aaron Hunt (45./Handelfmeter) und Eljero Elia (45.+1) schienen Kevin Volland (49.) und Kai Herdling (53.) den Sieg der Kraichgauer gesichert zu haben. Doch Bremen schlug durch Nils Petersen (59.) und Philipp Bargfrede (90.+1) erneut zurück. Bei Werder stand erstmals Raphael Wolf zwischen den Pfosten. Der Ersatzkeeper wird Coach Robin Dutt zufolge bis zur Winterpause Sebastian Mielitz als Nummer eins vertreten.

dpa

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