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Bundestrainer Flick lobt Antonio Rüdiger vor 50. Länderspiel

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Antonio-Rüdiger
Bundestrainer Flick lobt Antonio Rüdiger vor 50. Länderspiel © IMAGO/Marc Schueler

Wenn es ernst wird für Fußballtrainer Hansi Flick, führt kein Weg an Antonio Rüdiger vorbei.

Amsterdam - Der Verteidiger des FC Chelsea hat sich zum Abwehr-Chef der Fußball-Nationalmannschaft entwickelt und steht im WM-Test in den Niederlanden am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) vor seinem 50. Länderspiel. «Was ich sagen kann, ist, dass ich total happy bin, dass wir so einen Spieler in unseren Reihen haben», lobte Bundestrainer Flick den 29-Jährigen vor dessen Jubiläum. «Er will immer den Sieg.» In der Johan Cruyff Arena in Amsterdam soll Rüdiger den erwarteten Oranje-Wirbel stoppen. Flick setzt auf das Tempo des Modellathleten. «Wenn man diesen Speed hat, ist es immer sehr, sehr gut», sagte der DFB-Chefcoach. Kürzlich wurde Rüdiger zum schnellsten Spieler in der englischen Premier League erklärt. 36,7 km/h wurden gestoppt. Eine hundertstel Sekunde schneller als Liverpools Stürmer Mohamed Salah.

Sein Debüt im Adler-Trikot feierte Rüdiger noch als Verteidiger des VfB Stuttgart beim 0:0 gegen Polen kurz vor der WM im Mai 2014. Drei Jahre später gehörte er fest zur jungen DFB-Elf, die den Confed Cup gewann. Die WM 2018 war für Rüdiger dann mit nur einem Einsatz auch eine persönliche Enttäuschung. Ihn hatte Flicks Vorgänger Joachim Löw als Mann der Zukunft im Blick, als er Mats Hummels und Jérôme Boateng vor drei Jahren aussortierte. Mittlerweile erfüllt Rüdiger die in ihn gesetzten Erwartungen. «Abgesehen vom Confed-Cup 2017 fehlen mir mit dem DFB große Erfolge, die ich im Verein schon häufiger hatte. Das möchte ich nachholen, am liebsten schon bei der WM in diesem Jahr, wo ich auf jeden Fall den Titel gewinnen möchte», sagte Rüdiger dem «Kicker» (Montag).

«Über seine Qualität als Verteidiger, da braucht man nicht zu diskutieren. Die ist absolut top», sagte Flick. Bei Chelsea half der Wechsel zu Thomas Tuchel. Unter dem deutschen Coach wurde der gebürtige Berliner bei den Blues wieder Stammspieler, gewann die Champions League und die Club-WM. Und doch ist die Zukunft in London ungewisser denn je. Der Vertrag läuft im Sommer aus. Eine Internetsuche über mögliche Interessenten zeigt viele Treffer: Paris Saint-Germain, Real Madrid, Juventus Turin und Bayern München.

987. Länderspiel: 50. Einsatz für Rüdiger

Amsterdam - Bilanz: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) in Amsterdam gegen die Niederlande ihr 987. Länderspiel. In der Bilanz stehen 574 Siege, 201 Unentschieden und 211 Niederlagen. 2228 Tore wurden erzielt, 1156 Gegentore kassiert.

Bundestrainer: Hansi Flick hat seinen Startrekord als Bundestrainer mit dem 2:0 gegen Israel zum Start in das WM-Jahr auf acht Siege ausgebaut. 33:2 Tore erzielte die DFB-Auswahl unter seiner Leitung. Die erfolgreichsten Torschützen unter Flick sind Timo Werner vom FC Chelsea (6) sowie das Bayern-Duo Leroy Sané und Serge Gnabry (je 4).

Niederlande: Der WM-Test zwischen Holland und Deutschland in der Amsterdam-Arena ist die 45. Auflage dieses Länderspiel-Klassikers. Die deutsche Mannschaft liegt in der Bilanz mit 16:12 Siegen vorne. Auswärts gab es neun Erfolge in 22 Vergleichen. Zuletzt trafen beide Nationen 2019 in der EM-Qualifikation aufeinander. Das Hinspiel in Amsterdam gewann die DFB-Elf nach Toren von Leroy Sané, Serge Gnabry und Nico Schulz mit 3:2. Das Rückspiel in Hamburg endete 2:4.

Debütanten: Der Mainzer Anton Stach und Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg haben beim 2:0 gegen Israel ihr erstes Länderspiel bestritten. Sie sind damit nach Florian Wirtz (Bayer Leverkusen), David Raum (TSG 1899 Hoffenheim), Karim Adeyemi (Red Bull Salzburg) und Lukas Nmecha (VfL Wolfsburg) die Debütanten fünf und sechs in der Amtszeit von Hansi Flick. Das Sextett verbindet, dass es 2021 mit der deutschen U21-Auswahl Junioren-Europameister geworden war.

Kader: Chelsea-Verteidiger Antonio Rüdiger steht in Amsterdam vor seinem 50. Länderspiel. Die meisten Einsätze im aktuellen Aufgebot haben Thomas Müller (111) und Kapitän Manuel Neuer (108). Auf über 50 Länderspiele kommen noch Julian Draxler (57) und Ilkay Gündogan (55).

Torschützen: Chelsea-Angreifer Timo Werner hat gegen Israel sein 22. Tor im 48. Länderspiel erzielt. Mehr Treffer kann im aktuellen Kader nur Bayern-Routinier Thomas Müller (42 Tore) vorweisen. Mit seinem nächsten Treffer würde der 32 Jahre alte Müller in der ewigen DFB-Torschützenliste mit HSV-Legende Uwe Seeler auf Platz acht gleichziehen. Gegen Israel verschoss Müller am vergangenen Samstag einen Elfmeter. Rekordtorschütze ist Miroslav Klose (71 Tore). (dpa)

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