Hummels denkt nicht an CL-Finale

Supercup: Härtetest ja, Revanche nein

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Mats Hummels sieht den Supercup nicht als Revanche für die Niederlage im CL-Finale.

Dortmund - Erstmals nach dem CL-Finale treffen die beiden Erzrivalen Dortmund und Bayern im Duell um den Supercup wieder in einem offizellen Wettbewerb aufeinander. Es geht um den ersten Titel der Saison.

Keine Sprüche, keine Provokationen - Harmonie pur. Nationalspieler Mats Hummels von Borussia Dortmund rückte das Duell um den Supercup und damit ersten offiziellen Titel der neuen Saison sogleich ins rechte Licht: „Das wird keine Revanche für Wembley.“ 63 Tage nach dem Champions-League-Finale kommte es am Samstag (20.30 Uhr/Sky und ZDF) im Signal Iduna Park zur Begegnung des Viezemeisters BVB mit Triple-Gewinner Bayern München, und alle Beteiligten der Pressekonferenz hatten offenbar Mühe, die Bedeutung der Partie in der Endphase der Vorbereitung auf den Bundesliga-Start zwei Wochen später einzuordnen.

Übertragung in 195 Länder

„Für uns ist es ein guter Test, um zu wissen, wo wir stehen“, meinte Hummels. „Aber wir ziehen unsere Motivation für das Spiel nicht daraus, dass wir in London verloren haben.“ Und damit auch nicht aus der Serie, die gegen die Bayern fünf Pflichtspiele ohne Sieg ausweist. Man spiele, so der Innenverteidiger weiter, gegen eines der besten Teams der Welt, wolle gewinnen und sehe das Ergebnis als Zeichen, wie gut man die nächste Saison bestreiten könnte.

Töne, die Andreas Rettig, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben dürfte. Denn der Supercup erfreue sich wachsender Beliebtheit, berichtete er. Immerhin würde das Spiel am Samstag in 195 Länder des Weltverbandes FIFA übertragen, und nur noch wenige der 80.645 Tickets für die Dortmunder WM-Arena seien zu haben.

Münchens Sportvorstand Matthias Sammer ist davon überzeugt, dass der FC Bayern mit seinem neuen Trainer Pep Guardiola der Erfolgsliste auf dem Briefkopf allzu gern den Supercup 2013 anhängen würde. Wozu die Mannschaft jedoch nach den harten Wochen der Vorbereitung fähig sei, konnte auch er nicht beantworten. Allerdings setzte der Rekordmeister mit seinem Neuzugang Thiago vom FC Barcelona mit zwei starken Vorstellungen beim Telekom-Cup am Wochenende in Mönchengladbach erste Duftmarken.

Alaba am Pool, Kroos beim Tennis: Urlaubsfotos der Fußballer

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Bevor der Bundesliga-Ball wieder rollt, haben viele Fußball-Stars ihre Akkus im Urlaub aufgeladen. Wir zeigen die Fotos der Stars, die sie in den Internet-Diensten selbst gepostet haben. Und listen zudem auf, wer wo war/ist, sofern es die Stars verraten haben © dpa
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Mario Götze
Mario Götze: "21 und 23", schrieb der Neu-Bayer bei Facebook. Was er meint? Seine Rückennummer sowie die seines Bruders Fabian © Mario Götze bei Facebook
Götze urlaubte übrigens auf Ibiza © Mario Götze bei Facebook
Götze als Beach-Boy auf Ibiza © Mario Götze bei Instagram
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Gegen seinen Bruder Felix spielte er Tennis und postete dazu: "Heute gab es das Duell unter Brüdern! Den Ausgang verrate ich besser nicht ..." © Toni Kroos bei Facebook
Xherdan Shaqiri posierte am Beckenrand und schrieb dazu: "Schöne Grüsse aus den Ferien:) Hoffe habt auch so schönes Wetter wie ich." © Xherdan Shaqiri auf Facebook
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Leitner war in Gibraltar und postete diese Erinnerungen © Moritz Leitner bei Facebook
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"Nils Petersen sendet liebste Urlaubsgrüße aus Dänemark!", schrieb Werder Bremen bei Twitter © Werder Bremen bei Twitter
Sascha Mölders vom FC Augsburg ist beim Schnorcheln auf den Malediven © Sascha Mölders auf Facebook
Mario Mandzukic posiert am Grand Canyon © Mario Mandzukic auf Facebook
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Sami Khedira ist auf Safari © Sami Khedira auf Instagram
Sami Khedira ist auf Safari © Sami Khedira auf Instagram
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Sami Khedira schmust mit seiner Lena am Strand © Sami Khedira auf Instagram
Manuel Neuer schickte seinen Fans dieses Bild mit einem Dickhäuter: "Grüße aus dem Urlaub mit großen Tieren" © Manuel Neuer auf Facebook
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Dennis Aogo, Per Mertesacker, Mac-Andre ter Stegen und Lars Bender beim Strandfußball © Dennis Aogo auf Facebook
Eine andere Gruppe ging in Miami zu einem NBA-Spiel. Hier hat Julian Draxler den Moment festgehalten © Julian Draxler auf Facebook
Hier posiert die DFB-Reisegruppe vor der American Airlines Arena in Miami
Roman Neustädter (r.) mit Benedikt Höwedes und Julian Draxler © Roman Neustädter auf Facebook
Klaas-Jan Huntelaar mit Nachwuchs. Hätten Sie den Schalke-Stürmer am Schatten erkannt. © Klaas-Jan Huntelaar auf Facebook
Roman Neustädter am Strand © Roman Neustädter auf Facebook
David Villa vom FC Barcelona spaziert durch New York City © David Villa auf Facebook
Auch Andres Iniesta war bei den Miami Heat zu Gast © Indres Iniesta auf Facebook
Andres Iniesta mit zwei Freunden ind den Straßen von New York City © Indres Iniesta auf Facebook
Mesut Özil trägt seine Freundin Mandy Capristo (von der Band Monrose) auf Händen © Mesut Özil auf Instagram
So richtig zum Urlauben kommt Holger Badstuber nicht - doch auch von seiner Verletzung lässt er sich die Laune nicht verderben. "Pause zwischen den Reha Einheiten. Viele Grüße an alle", schreibt er bei Facebook © Holger Badstuber bei Facebook
"Jason Statham und ich", behauptet Xherdan Shaqiri. Doch das ist wohl doch einer ein Doppelgänger © Xherdan Shaqiri bei Instagram
Xherdan mit Bruder Erdin © Xherdan Shaqiri bei Instagram
Jerome Boateng ging in L.A. mit seinen Kumpels auf Shopping-Tour © Jerome Boateng bei Twitter
Noch mal zum Bewundern: Cristiano Ronaldos neuer Style © Cristiano Ronaldo bei Facebook

Auch Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc vermochte den Leistungsstand der BVB-Profis nicht in Prozent auszudrücken. Man habe in Mönchengladbach gesehen, dass man später in die Vorbereitung gegangen sei. „Zudem haben wir Probleme mit Verletzungen“, erinnerte der Ex-Nationalspeler, der zusammen mit Sammer 1997 mit der Borussia die Königsklasse gewann. Neuzugang Henrich Mchitarjan (Teilriss der Syndesmose im Sprungelenk) wird weiterhin fehlen, die Einsätze von Pierre-Emerick Aubameyeng und Jakub Blaszczykowski bleiben nach ihren Magen- und Darmerkrankungen fraglich.

Mit ihren bestmöglichen Mannschaften wollen beide Klubs das Unternehmen Supercup angehen. Da waren sich alle Anwesenden einig. Ebenso beschworen sie auch für die Zukunft respektvollen Umgang miteinander, sprich, keine unnötigen Stcheleien, wenig Schlagzeilen. „Es hat letzte Saison die eine oder andere Irritation gegeben. Aber die sind inzwischen öffentlich oder intern abgehandelt. Wir würden gut daran tun, nur über uns zu sprechen“, meinte Zorc.

„Das ist immer auch eine Frage der Rivalität“, so Sammer. Jeder verbale Schlagabtausch berge auch eine Portion Respekt. Was beide Mannschaften geleistet hätten, komme ihm dabei „oft zu kurz“, ergänzte er und machte sich auf nach München, wo die Bayern am Abend zum ersten absoluten Härtetest den FC Barcelona empfingen.

sid

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