Kritik nach Vereinsmitteilung

Mega-Zoff beim BVB: Fans rasten aus - „Hochnotpeinlich“ und „Armutszeugnis“

Wegen Corona werden in der Bundesliga wieder Geisterspiele stattfinden. Borussia Dortmund äußert sich zu der politischen Entscheidung. Das stößt vielen BVB-Fans bitter auf.

  • Borussia Dortmund nimmt in einem Brief Stellung zu den politischen Entscheidungen aufgrund von Corona.
  • Damit hat der BVB ein ziemliches Eigentor geschossen - Viele Fans reagieren auf die Äußerungen verbittert.
  • Speziell eine Passage erzeugt bei den Anhängern Wut: Es gibt um eine These in Bezug auf die Infektionsgefahr.

Dortmund - Die Corona-Maßnahmen werden auch in Deutschland wieder angezogen - und die Fußball-Bundesliga bleibt hiervon nicht verschont. In den nächsten Wochen sind Zuschauer in den Stadien der Republik komplett ausgeschlossen - kurz vor Halloween bricht wieder die Zeit der Geisterspiele an. Auch für die Profiklubs, die sich die Rückkehr der Fans in die Arenen wünschen, ist der neuerliche „Lockdown“ (Light) unerfreulich. Das hat natürlich atmosphärische Hintergründe, zum anderen spielen zweifellos auch die fehlenden Einnahmen eine Rolle.

BVB-Brief löst Empörung aus - „Armutszeugnis“ wegen fragwürdiger These zu Infektionsgefahr

Borussia Dortmund hat sich in einem offenen Schreiben an die eigenen Anhänger gewendet, wo es um die neuen Regelungen im Hinblick auf die Sars-CoV-2-Pandemie geht - und erntet daraufhin bei Twitter eine Vielzahl von kritischen Reaktionen der BVB-Fans. Besonders eine Passage ruft bei den Menschen erzürnte Reaktionen hervor:

„In unseren Stadien war jeder Zuschauer diszipliniert, es hat sich an der frischen Luft niemand angesteckt. Der Profifußball ist nachweislich kein Treiber der Pandemie. Und ehrlich gesagt sieht das auch niemand anders. Gerade vor diesem Hintergrund ist es schwierig zu akzeptieren, dass Fakten nicht zählen.“ Hier die komplette Mitteilung im Wortlaut:

Borussia Dortmund über Corona: „Profifußball nachweislich kein Treiber der Pandemie“

Das verärgerte Echo bezieht sich besonders auf die These, der Profifußball sei nachweislich kein Treiber der Pandemie. Dazu schreibt ein User: „Wenn sich jeder nur darauf beruft, wird die Pandemie nicht eingedämmt. Zumal nur bei 25 % der Infektionen bekannt ist, wo sie entstanden. Klar ist es schwierig für Alle. Schulen/Kitas haben aber 1. Priorität.“ Ein weiterer schreibt, der Brief von Borussia Dortmund sei ein „Armutszeugnis“ und erläutert, dass die Anreise von Fans per ÖPNV nicht berücksichtigt ist.

Die Anhänger monieren, dass die Verantwortlichen, die das BVB-Schreiben aufgesetzt haben, ein gefährliches Halbwissen an den Tag legen:

Während die einen ihrem Unmut eher auf ruhige Weise Luft verschaffen, sind andere Fans von Borussia Dortmund erzürnt: „Habe mich selten so für meinen Verein geschämt, wie beim Lesen dieser Zeilen. „Fakten zählen nicht“, wie bitte? Wie vom RKI bereits zu vernehmen war: 3/4 der Infektionen können derzeit nicht nachvollzogen werden. Dieser offene Brief ist hochnotpeinlich.“

Ein weiterer Follower schildert, dass es anderen Menschen wegen der Corona-Krise wirklich schlecht gehe und stellt fest: „Wer in der Krise über 40 Mio ausgeben kann, sollte lieber die Klappe halten!“

BVB-Brief verärgert Anhänger der Borussia: „Populistischer Blödsinn so halt nicht in Ordnung“

Natürlich bereitet vielen Freizeitsportlern auch Unbehagen, dass Millionen Hobbyfußballer und Betreiber anderer Teamsportarten nicht mehr ihrem Hobby nachgehen dürfen, im Profifußball jedoch weiter gespielt werden kann:

Einige Fans beschwichtigen zwar und nehmen Borussia Dortmund in Schutz. Doch besonders der entsprechende Absatz im BVB-Brief hat sich zu einem mächtigen Eigentor entwickelt: „Ohne den populistischen Blödsinn am Anfang wäre es auch in Ordnung gewesen, aber so halt nicht“, urteilt ein User. (PF)

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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