Stimmen zum Champions-League-Abend

Pep Guardiola macht historisches CL-Halbfinale klar - und huldigt FC Bayern: „Beste Mannschaft der Welt“

Borussia Dortmund trifft in der Champions League auf Manchester City. Wir haben die Stimmen rund um das Viertelfinal-Rückspiel gesammelt.

Dortmund - Das war‘s für den BVB: Gegen Manchester City ist im Champions-League-Viertelfinale Schluss. Nach dem Führungstreffer von Jude Bellingham zeigt die Elf von Pep Guardiola eine bärenstarke Leistung und dreht das Spiel.

Neben dem Platz hatten die Beteiligten mächtig Redebedarf. Pep Guardiola zeigte sich nach dem ersten Halbfinal-Einzug seines Vereins in der Champions League enorm gelöst. Emre Can haderte mit dem Handelfmeter, Marco Reus schwärmt vom Spiel des Gegners.

Wir haben die Stimmen aus den Interviews von Sky gesammelt.

Pep Guardiola (Trainer Manchester City) nach dem Spiel über ...

... den Sieg: „Endlich haben wir das Halbfinale erreicht. Wir sind unglaublich glücklich darüber. Es ist der größte Erfolg des Vereins in diesem Wettbewerb.“

... den Elfer: „Klarer Elfmeter für mich, der Ball war an der Hand. Die Interpretation ist für die Schiedsrichter natürlich immer schwierig.“

... Jude Bellingham: „Er ist 17 Jahre alt, man kann sich gar nicht vorstellen, wie er mit so einer verdammten Persönlichkeit spielen kann.“

... das kommende Halbfinale gegen PSG: „Nein, wir haben keine Angst. Gestern haben wir gesehen, wie stark sie sind. Mbappe und Neymar sind super Spieler. Sie haben mit Bayern die beste Mannschaft der Welt geschlagen.“

... den FC Bayern: „Ich muss Bayern noch ein Kompliment machen, sie haben gekämpft bis zum Schluss. Wenn man verliert, sollte man so verlieren. Ich wäre sehr gerne nach München gefahren, vielleicht nächstes Jahr.“

... die Feierlichkeiten: „Wir werden richtig viel Wein trinken heute. Dann werden wir uns aufs Halbfinale vorbereiten.“

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund) nach dem Spiel über ...

... das Ausscheiden: „Zu allererst muss man fairerweise gratulieren, ManCity ist verdient weitergekommen. Nach drei von vier Halbzeiten waren wir weiter, darum ist es ärgerlich.“

... das Handspiel: „Handspiel ist immer eine enge Kiste. ich habe auch meine Meinung dazu, Wir haben jedes Jahr Schulungen und dabei wurde uns gesagt, dass es nicht als regelwidrig gesehen wird, wenn ein Ball vom Kopf an die Hand geht. Es ist für mich kein Handspiel. Durch das Tor haben sie noch einmal zweite Luft bekommen und es wurde noch einmal einfacher für sie.“

... die CL-Quali: „Wir sind auch Menschen. Wir hatten einen großen Traum vor dem Spiel, der ist jetzt geplatzt. Wir werden ab morgen wieder alles reinwerfen, um auch im kommenden Jahr eine Chance zu bekommen.“

Ilkay Gündogan (Manchester City) nach dem Spiel über ...

.... den Sieg: „Wir haben eine unglaublich gute zweite Halbzeit gespielt, anfangs haben wir uns nicht viel zugetraut hatten sogar Angst, etwas zu verlieren. So ist Dortmund in Führung gegangen, Danach haben wir versucht den Ball mehr zu halten und haben den BVB fast schon in den eigenen Sechzehner gedrängt. Wenn wir es schaffen so zu spielen wie in der zweiten Halbzeit, sind wir eine verdammt gute Mannschaft.“

... den strittigen Elfmeter: „Im Spiel hatte ich das Gefühl, dass sein Arm relativ weit draußen war. Ich weiß nicht, was der so weit da draußen zu suchen hat. Angesichts der Dortmunder Reaktionen hatte ich da auch nicht das Gefühl, dass jemand etwas gegen den Elfmeter sagt.“

... das kommende Halbfinale gegen PSG: „Wir haben als Klub auch mal ein Halbfinale verdient. Gegen PSG wird es unglaublich spannend, die Mannschaft hat eine extrem gute Qualität. Vor allem bei Kontern. Ich glaube die Chancen stehen 50:50.“

Emre Can (Borussia Dortmund) nach dem Spiel über ...

... das Ausscheiden: „Im Großen und Ganzen war es ok, aber das bringt uns jetzt nichts. Wir können stolz auf uns sein. Wir haben mit der wohl besten Mannschaft der Welt mitzuhalten.“

... sein Handspiel: „In den Regeln steht, dass das kein Handspiel ist. Das ist einfach bitter für uns. Ich habe den Ball zuerst an den Kopf und dann an den Arm bekommen. Das ist laut Regel kein Handspiel.“

Marco Reus (Borussia Dortmund) nach dem Spiel über ...

... die Niederlage: „Es ist schade, wir sind sehr, sehr traurig. Man hatte das Gefühl, da war heute mehr drin. Es war klar, dass wir mehr laufen müssen, bis zum Elfer haben wir es gut gemacht. Nach dem Elfertor hatten wir kein Konzept mehr und waren zu wild. Wir haben gut verteidigt, müssen gegen solche Gegner aber mutiger spielen und den Erling ins Spiel bringen.“

... den Gegner: „Sie haben ein sensationelles Positionsspiel, sie haben uns dann laufen lassen. Sie waren einfach besser, das müssen wir neidlos anerkennen. Es ist unheimlich schwierig, sie zu pressen. Wenn du einmal aufmachst, kontern sie dich gnadenlos aus.“

... den Elfmeter: „Für mich war es Elfmeter. Ich glaube, auf der anderen Seite hätten wir auch lautstark protestiert.“

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) vor dem Spiel über ...

... den Haaland-Poker: „Das ist ein ganz normaler Interessenskonflikt. Ich beziehe mich nicht darauf, was berichtet wird, sondern auf die persönlichen Gespräche. Wir haben ein Gespräch mit Raiola und Erlings Vater gehabt, ich habe mit Erling davor auch unter vier Augen gesprochen. Dass Mino die Sache anders sieht, mag sein. Wir planen weiter mit Erling, unabhängig davon, ob wir uns international qualifizieren. Erling fühlt sich hier sehr wohl, seine Zeit ist hier auch nicht zu Ende. Dass er sich grundsätzlich Gedanken um seine Zukunft macht, ist doch ganz normal. Darin sehe ich nichts Verwerfliches.“

... die Chancen gegen City: „Wir sehen das heute als große Chance, weiterzukommen. Die Chance ist da und wir freuen uns auf das Spiel. Sportlich und wirtschaftlich wäre das ein riesiger Schritt für uns. Wir haben in Manchester gezeigt, dass wir uns Chancen erspielen können. Wir haben mit Erling und Ansgar zwei extrem schnelle Spieler, wir werden heute unsere Chance bekommen.“

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund) vor dem Spiel über ...

... den Transferpoker um Erling Haaland: „Das macht nicht so viel mit ihm, er arbeitet sehr hart. Viel wichtiger als seine Tore wird heute sein, wie er für die Mannschaft arbeitet. Erling ist heute sehr wichtig für uns. Er kann uns wichtige Zeit und Räume verschaffen.“

... das Spiel und den Gegner: „Wir vermuten, dass sie es heute etwas breiter gestalten werden. Zinchenko spielt für Cancelo. Trotzdem müssen wir uns an unsere Prinzipien halten. Wir haben ein Finale heute, da gibt es einen Gewinner und einen Verlierer. Wir hoffen, dass wir der Gewinner sind.“

(epp)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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