Effe spricht Klartext

BVB: Effenberg mit Knallhart-Ansage an einen Weltmeister - „Er trägt selbst eine Mitschuld“

Stefan Effenberg kritisiert den BVB.
+
Stefan Effenberg kritisiert den BVB.

Borussia Dortmund hat viele Probleme. Stefan Effenberg wählt harte Worte und knöpft sich einen Weltmeister vor.

  • Borussia Dortmund hat die Tabellenführung in der Bundesliga aus den Augen verloren.
  • Stefan Effenberg hat die Rückwärtsbewegung der Westfalen als „großes Problem“ erkannt.
  • Der Experte teilt kräftig gegen Mats Hummels aus und spricht dem Weltmeister eine Mitschuld zu.

Dortmund - Borussia Dortmund wird nach gutem Start in der Bundesliga seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Auch nach dem Trainerwechsel lief es nicht viel besser. Stefan Effenberg hat die Defensive der Westfalen als Schwachstelle ausgemacht und kritisiert Weltmeister Mats Hummels scharf.

BVB: Effenberg hat Problem erkannt

Der BVB steckt in einer handfesten Krise. Nach einer 1:5-Pleite gegen den VfB wurde Lucien Favre durch Co-Trainer Edin Terzic ersetzt, der direkt Kritik von Mehmet Scholl einstecken musste. Dem knappen 2:1 in Bremen folgte mit dem 1:2 bei Union Berlin der nächste Rückschlag. Der Rückstand in der Bundesliga auf Tabellenführer FC Bayern beträgt schon satte acht Punkte. Am Dienstag im DFB-Pokal quälte sich die Borussia zu einem 2:0 in Braunschweig, als Jadon Sanchos Tor erst in der Nachspielzeit die Entscheidung brachte.

„Der BVB spielt so, dass er eher nach hinten statt nach vorne schauen sollte. Das große Problem ist die Rückwärtsbewegung“, schrieb Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg in seiner Kolumne auf T-online.de. Besonders Führungsspieler Mats Hummels nimmt Effenberg aufs Korn. Der Innenverteidiger hatte seinen Mitspielern nach dem Union-Spiel „unverzeihbares“ Abwehrverhalten vorgeworfen und den Siegeswillen abgesprochen.

BVB: Effenberg stänkert gegen Hummels

Wenn es nach Effenberg geht, hat sich Hummels mit seinen Aussagen zu weit aus dem Fenster gelehnt. „Darf ein Führungsspieler sich so äußern? Natürlich. Vor allem intern, dann vielleicht auch mal öffentlich. Aber: Er braucht dafür den Status der Unantastbarkeit. Und den sehe ich bei Hummels aktuell nicht, weil seine Leistungen dem nicht entsprechen. Er trägt selbst eine Mitschuld an dem Verhalten“, erklärte der 52-Jährige.

In Berlin kassierte der BVB beide Gegentore nach Eckbällen, in Braunschweig traf Hummels immerhin zur Führung. „Dabei steht Hummels in der Hauptverantwortung, das Defensivverhalten in Absprache mit dem Trainerteam zu verbessern. Wenn vier, fünf Leute vorne stehenbleiben und mit dem Fernglas verfolgen, was die Abwehr macht, dann hast du ein massives Problem. Genauso, wenn sie bei gegnerischen Standards ihre Aufgaben vernachlässigen“, polterte Effenberg. Der BVB muss in der kurzen Winterpause schleunigst an der Abwehr schrauben, schon am 3. Januar ist der Tabellenvierte VfL Wolfsburg zu Gast. (ck)

Auch interessant

Kommentare