Sieger-Mentalität

BVB-Kampfansage: „Sorry, Bayern, wir sind gierig!“

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BVB-Manager Sebastian Kehl zeigt sich im Blick auf die Deutsche Meisterschaft zuversichtlich.

Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft nimmt Fahrt auf. BVB-Manager Sebastian Kehl gibt sich selbstbewusst und ehrgeizig.

Düsseldorf - Die Jagd geht weiter! Nach dem freien Dienstag starteten Niko Kovac und seine Bayern-Stars gestern die Vorbereitung auf das Top-Spiel in Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr, Sky). Zeitgleich trifft Borussia Dortmund auswärts auf Frankfurt. Es ist das erste Mal in der Rückrunde, dass Jäger (FCB) und Gejagter (BVB) parallel spielen. In München hoffen alle darauf, dass die junge Dortmunder Mannschaft dem Druck nicht gewachsen ist, möglichst bald Punkte liegen lässt. Gleichzeitig dürfen die Bayern kein Spiel mehr verlieren. Nur so können die Roten auch am Ende dieser Saison mit der Schale auf dem Rathaus-Balkon feiern. 

BVB-Spieler haben eine Gewinner-Mentalität

Dieses Szenario ist freilich nicht nach dem Geschmack von Sebastian Kehl. Dortmunds Leiter der Lizenzspielerabteilung referierte gestern auf dem SPOBIS (Sport Business Festival) in Düsseldorf über seine Arbeit beim BVB. Anschließend stellte er im Gespräch mit der tz zum Thema Titelkampf klar: „Ich erlebe die Jungs gierig, zielstrebig und weiterhin erfolgshungrig – so müssen wir auch bleiben. Erfolgreich sein zu wollen, gerade bei Borussia Dortmund, sollte hier jeder Spieler von sich aus mitbringen. Deswegen spielen die Jungs auch auf dem Level. Sie wollen erfolgreich sein, jedes Spiel gewinnen. So gehen sie jedes Trainingsspiel an. Das ist eine Mentalität, die die Mannschaft entwickelt hat und diese Mentalität tut extrem gut.“ 

Emotionaler Fußball gehöre zur DNA des BVB

Achtung Bayern, Dortmund hat die Titel-Gier! Der frühere Nationalspieler verriet der tz außerdem das aktuelle Erfolgsgeheimnis der Mannschaft von Coach Lucien Favre: „Die Mischung ist gut zwischen Alt und Jung und der Trainer macht das auch hervorragend. Deswegen pushen wir uns natürlich alle gegenseitig.“ Dass in Dortmund wegen des Sechs-Punkte-Vorsprungs bereits von der Meisterschaft geträumt wird, ist für den 38-Jährigen in Ordnung: „Wir Verantwortlichen träumen nicht, sondern versuchen, uns realistisch aufzustellen. Dass das Umfeld in Dortmund und die Fans eine gewisse Euphorie entwickeln, weil die Mannschaft im Moment einen starken Fußball spielt, ist okay. Daher sind Träume zumindest auf der anderen Seite erlaubt. Das fördern wir auch. Das lassen wir auch zu, denn: Leidenschaft, emotionaler Fußball gehört in Dortmund dazu, das ist unsere DNA.“ 

Sebatsian Kehl: „Aktuell haben wir einen guten Lauf“

Überrascht sind die Verantwortlichen trotz aller verständlicher Titel-Gier trotzdem vom vergangenen Halbjahr, wie Kehl verriet: „Wir wollen unser eigenes Rennen fahren und hatten die Entwicklung, die das im ersten halben Jahr jetzt genommen hat, so nicht erwartet – dass man mit sechs Punkten Vorsprung als Herbstmeister in die Winterpause geht. Jetzt haben wir auch wieder einen guten Start hingelegt gegen Leipzig und Hannover. Wir wissen noch nicht so ganz genau, wohin der Weg geht. Wir wollen uns einfach auf jedes Spiel konzentrieren und haben aktuell auch einen guten Lauf. Aber wir sind auch so bodenständig und demütig, dass wir wissen, dass wir noch nicht alles perfekt machen im Moment.“ 

Wie die Tabelle wohl aussehen würde, wenn Dortmund bereits alles perfekt machen würde…

Manuel Bonke

Lesen Sie auch: Bayern nach BVB-Sieg unter Druck - „Kein einfaches Spiel“

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