Strenge Vorgaben der DFL

Kein Schweinehaufen im Derby: Kuriose Szenen bei Torjubel zwischen BVB und S04 vorprogrammiert

Ein Relikt alter Tage: Gemeinsame Torjubel wird es für den BVB in der Bundesliga vorerst nicht geben.
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Ein Relikt alter Tage: Gemeinsame Torjubel wird es für den BVB in der Bundesliga vorerst nicht geben.

Die strengen Regeln der DFL werden im Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 für kuriose Szenen beim Torjubel sorgen. Eine harte Probe für das DFL-Konzept.

  • Der BVB* empfängt am 26. Spieltag der Bundesliga den FC Schalke 04* zum Geisterderby.
  • Wegen des Coronavirus* gestattet die DFL nur einen recht kuriosen Torjubel.
  • Der Appell an die Vorbildfunktion der Spieler wird gleich zu Beginn auf eine harte Probe gestellt.

Dortmund - Ausgefallene und emotionale Torjubel gehören seit jeher zum Derby. Wenn der BVB am Samstag (16. Mai, 15.30 Uhr) den FC Schalke 04 empfängt (zum Live-Ticker)* wird das anders sein. Das Zelebrieren nach dem Torerfolg steht ganz im Zeichen des Coronavirus und der strikten Vorgaben der Deutschen Fußball Liga (DFL), berichtet RUHR24.de*.

BVB - Schalke 04: Torjubel haben im Derby eine lange Geschichte

Den rekordverdächtigen Sprint von Domenico Tedesco (34) mitten in die jubelnde Menge nach dem späten 4:4-Ausgleichstreffer durch Naldo (37) in der Hinrunde der Saison 2017/18 wird wohl kein S04-Fan in seinem Leben mehr vergessen. Genauso dürfte den BVB-Anhängern das Bild von "Ebi" Smolarek (39) auf dem Zaun nach dem 2:0-Sieg über den S04 in der Saison 2006/07 für alle Zeiten in Erinnerung bleiben.

Unabhängig vom Verlauf des Derbys zwischen dem BVB und Schalke 04 am 26. Spieltag der Saison 2019/20 (hier ist das Spiel live im TV zu sehen)*, wird es solche Szenen am kommenden Wochenende nicht geben. Die DFL hat klare Anweisungen an die Vereine gegeben, wie ein "Corona-gerechter Torjubel" auszusehen hat.

Vor Derby zwischen Borussia Dortmund und S04: DFL klärt Vereine in Schreiben über Torjubel auf

Im viel zitierten Konzept der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" heißt es dazu nur etwas nebulös: "Im Stadion wird der Blick der Öffentlichkeit auf den Profifußball, die Teams und Akteure in der aktuellen Situation nochmals größer sein als bisher." Es wird deshalb an ein "vorbildliches Verhalten" appelliert.

Wesentlich konkreter wird die DFL in einem zusätzlichen Organisations-Rundschreiben an die Vereine, welches dem Fachmagazin kicker vorliegt. Die darin vorgegebenen Regeln zum Torjubel versprechen schon jetzt die ein oder andere kuriose Szene im Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 (alle Artikel auf RUHR24.de)*, vor dem Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau einen Appell an die Vernunft der Menschen richtet.

Derartige Jubelszenen wie in der Vorsaison wird es im anstehenden Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 nicht geben.

"Bei Torerzielung sind gemeinsames Jubeln, Abklatschen und Umarmung zu unterlassen. Kurzer Ellenbogen- oder Fußkontakt ist erlaubt."

Derby BVB - S04: Rudelbildung verboten, Ausspucken "soll vermieden werden"

Auch andere, im Profifußball nicht ungewöhnliche Verhaltensmuster, werden von der DFL gemaßregelt. So zählt eine Rudelbildung zu den Corona-Verboten. Die Spieler von Borussia Dortmund (alle Artikel auf RUHR24.de)* und Schalke 04 werden außerdem angehalten, das "Ausspucken" auf den Rasen zu vermeiden.

Video: Fünf Fakten zur bisherigen Saison des BVB

Fraglich bleibt, wie pflichtbewusst und besonnen die Akteure auf dem Rasen mit den Regeln der DFL umgehen werden, sollten die Emotionen im Derby, wo die Balljungen im Signal Iduna Park zu "Ballholern" werden, hochkochen. Es bedarf wohl einer längeren Recherche im Bundesliga-Archiv, um ein Aufeinandertreffen zwischen dem BVB und Schalke 04* zu finden, bei dem es nicht zu einer Rudelbildung oder anderweitigem Austausch von Nettigkeiten auf dem Platz kam. cke

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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