Champions League

BVB sehnt Comeback von Haaland und Reus herbei

Rose und Haaland
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Dortmunds Trainer Marco Rose bangt um den Einsatz von Stürmer Erling Haaland.

Das 0:1 in Gladbach offenbarte, dass der BVB ohne Tormaschine Erling Haaland und Impulsgeber Marco Reus erheblich an Schlagkraft verliert. Deshalb hoffen alle auf ein schnelles Comeback - möglichst schon beim Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon.

Dortmund - Viele Fragezeichen, wenig Hoffnung. Für Borussia Dortmund wird die Vorbereitung auf das Champions-League-Duell mit Sporting Lissabon zur Zitterpartie.

Ob die beiden schon in Gladbach (0:1) schmerzlich vermissten Erling Haaland und Marco Reus rechtzeitig wieder fit werden, dürfte sich erst wenige Stunden vor dem Gruppenspiel am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) entscheiden. Unabhängig von der Genesung der beiden Schlüsselspieler gab sich Trainer Marco Rose kämpferisch: „Wir hauen uns morgen rein, damit die Fans einen schönen Abend haben - auch wenn es ohne Erling sein muss. Wenn die Hymne angeht, geht es darum, drei Punkte einzufahren und ein klares Signal an die Gruppe zu senden.“

Comeback-Chancen aber eher gering

Wirklich groß scheinen die Chancen auf eine Blitzheilung nicht zu sein. „Es wird eng bei beiden“, sagte Rose. Vor allem der Einsatz von Torgarant Haaland erscheint äußert fraglich. „Bei Erling tut es dann doch noch richtig weh“, verriet der Coach. Nach seiner Einschätzung erscheint ein Comeback von Reus wahrscheinlicher. Immerhin war der Kapitän im Gegensatz zu Haaland am Montagabend beim Abschlusstraining dabei.

Die Rückkehr des besten Schützen der vergangenen Champions-League-Saison und des BVB-Kapitäns könnte helfen, das 2:1 vor zwei Wochen bei Besiktas Istanbul zu veredeln. Allein die Zahlen dokumentieren die Bedeutung der Ausnahmekönner für das Team. Haaland gelangen in den 17 Königsklassen-Spielen seiner jungen Karriere imposante 21 Treffer. Reus führt mit 18 Toren die Liste der besten BVB-Schützen in diesem Wettbewerb an.

Optionen in der Offensive fehlen

„Es ist nicht so leicht zu kompensieren, wenn beide fehlen. Mit ihnen hätten wir eine andere Wucht entwickelt“, sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl nach der Partie in Gladbach und verwies auf die weiteren Ausfälle von Julian Brandt und Giovanni Reyna: „Uns fehlen die Optionen in der Offensive.“ Nicht zuletzt deshalb blieb das Team erstmals seit 37 Bundesliga-Spielen ohne Torerfolg.

Doch das Dortmunder Wehklagen hält sich Grenzen. Ähnlich wie Rose gab auch Sportdirektor Michael Zorc die Marschroute für die Partie gegen den portugiesischen Meister vor. „Wir haben mit dem Sieg bei Besiktas Istanbul einen sehr guten Start in diesen Wettbewerb hingelegt. Jetzt haben wir ein Heimspiel und müssen nachlegen“, sagte er der „Bild“.

BVB Favorit gegen Sporting

Nicht nur die makellose Heimbilanz gegen portugiesische Clubs in den europäischen Wettbewerben mit sechs Siegen in sechs Partien und einem Torverhältnis von 17:2 macht den Dortmundern Mut. Auch die 1:5-Heimschlappe des Teams von Trainer Ruben Amorim im ersten Spiel der Gruppe C gegen Ajax Amsterdam trägt zur Favoritenrolle der Borussia bei.

Präsentiert sich der Tabellendritte der Liga Nos noch einmal so schwach wie vor zwei Wochen gegen die Niederländer, dürfte er auch ohne Haaland und Reus zu bezwingen sein. Dennoch warnte Rose davor, den Gegner zu unterschätzen: „Das ist der portugiesische Meister. Das sagt schon etwas aus, wenn man sich gegen Benfica und Porto durchsetzt.“

Anders als Haaland und Reus scheint Brandts Rückkehr in den Kader ausgemachte Sache zu sein. Der offensive Mittelfeldspieler, der sich in Istanbul eine leichte Muskelverletzung zugezogen hatte, hat laut Rose am Sonntag „voll trainiert“. „Wenn das heute noch mal gut funktioniert, ist er sicher eine Option“, sagte der Coach. Zudem dürfte Thorgan Hazard in die Startelf rücken, der in Gladbach bei seinem Kurzeinsatz mehr Torgefahr erkennen ließ als Youssoufa Moukoko und Donyell Malen.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Borussia Dortmund: Kobel - Meunier, Akanji, Hummels, Guerreiro - Witsel - Bellingham, Dahoud - Reus - Hazard, Malen

Sporting Lissabon: Adan - Neto, Coates, Feddal - Palhina, Nunes - Porro, Vinagre - Sarabia, Paulinho, Nuno Santos

Schiedsrichter: Jovanović (Serbien) dpa

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