Schwarzmarkt treibt skurrile Blüten

BVB-Ticket-Wahnsinn: Briefumschlag für 999 Euro

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Dortmund-Fans campieren in der Nacht zum 16.04.2013 vor der Geschäftsstelle des BVB in Dortmund

Dortmund - Der BVB hat Konsequenen aus dem chaotischen Vorverkauf fürs Champions-League-Halbfinale gezogen. Der Schwarzmarkt treibt unterdessen skurrile Blüten.

Borussia Dortmund hat die Konsequenzen aus den chaotischen Szenen beim Vorverkauf für das Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid gezogen. Die Westfalen verschoben den ursprünglich für Freitag vorgesehenen Start des Ticketvorverkaufs für das letzte Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim (18. Mai) auf Montag und werden die Eintrittskarten nicht im freien Vorverkauf anbieten. Erweben können die Tickets nun nur BVB-Mitglieder über das Callcenter des Klubs.

Am Dienstag war es vor den Dortmunder Vorverkaufsstellen zu tumultartigen Szenen gekommen. Neben etwa 100 Polizisten, die Schlägereien unterbinden mussten, kamen auch Notärzte zum Einsatz. Fans in der Menge der Wartenden waren kollabiert. „Diesen unfassbaren Ansturm haben wir ehrlich gesagt unterschätzt. Das müssen wir uns auf die Fahnen schreiben“, hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gesagt und die Konsequenzen bereits angekündigt: „Wir werden unsere Lehre daraus ziehen und einen solchen freien Vorverkauf in Zukunft nicht mehr anbieten.“

Briefumschlag für 999 Euro

Der Handel für das Spiel gegen Real Madrid treibt unterdessen seltsame Blüten: Wie der Kicker berichtet, bietet ein Anbieter namens M. einen "superpraktischen Briefumschlag" für 999 Euro an, mit zwei Tickets als "Schenkung" dazu. Beim Vermittler Viagogo gebe es sechs VIP-Tickets inklusive Gebühren für rund 24.000 Euro.

sid

 

Diese Deutschen spielten bei Real Madrid

Nach Sami Khedira (links) ist Mesut Özil der zweite Deutsche im aktuellen Starensemble von Real Madrid. Vor ihnen standen schon sechs Profis aus Deutschland bei den “Königlichen“ unter Vertrag. Zeitraum © dpa
Günter Netzer spielte von 1973 bis 1976 in Madrid. Er absolvierte 85 Spiele und schoß 9 Tore. Netzer gewann mit Real 1975 das "Double" und 1976 die Meisterschaft. © dpa
Paul Breitner spielte von 1974 bis 1977 bei Real. Seine Bilanz: 84 Spiele und 9 Tore. Breitner gewann mit den "Königlichen" 1975 die spanische Meisterschaft und den Pokal. 1976 verteidigte er mit Real die Meisterschaft. © dpa
Uli Stielike spielte von 1977 bis 1985 bei den Königlichen. In dieser Zeit stand er 215 mal auf dem Platz und traf 41 mal. Mit Real Madrid wurde er 3 mal Spanischer Meister (1978, 1979, 1980) und 1985 UEFA-Pokalsieger. © Getty
Bernd Schuster spielte von 1988 bis 1990 für die "Königlichen". Seine Bilanz: 61 Einsätze und 13 Tore. Als Spieler gewann er mit Real 1989 und 1990 die spanische Meisterschaft. Von 2007 bis 2008 trainierte er den Verein später. Er holte mit Real einmal die spanische Meisterschaft sowie den spanischen Supercup. © dpa
Bodo Illgner spielte von 1996 bis 2001 bei Real. Er brachte es dort auf 91 Einsätze. Der Keeper schoss kein Tor. Er wurde mit den Madrilenen zweimal (1997 und 2001) spanischer Meister, holte zweimal die Champions League (1998 und 2000). Außerdem gewann Illgner mit Real 1998 auch den Weltpokal. © dpa
Christoph Metzelder spielte von 2007 bis 2010 bei Real. Er brachte es in dieser Zeit auf 23 Einsätze, schoss aber kein Tor. Er holte mit dem Verein 2008 sowohl die spanische Meisterschaft als auch den Supercup. © dpa
Sami Khedira wechselte im Kuli 2010 zu Real. er absolvierte dort noch kein Pflichtspiel. Sein Debüt für seinen neuen Verein gab er am 13. August 2010 gegen den FC Bayern München in einem Testspiel (im Duell gegen Franck Ribéry, rechts). © dpa
Mesut Özil gab am 17. August seinen Wechsel zu Real Madrid bekannt. Er verließ den Verein im Sommer 2013 und wechselte für 50 Millionen Euro zum FC Arsenal. © dpa
Und gleich der nächste Deutsch-Türke aus dem Ruhrpott, den es zu den Königlichen zog: Nuri Sahin gab am 9. Mai 2011 bekannt, dass er in Madrid einen Vertrag bis 2017 unterschrieben hat. Nach einem Jahr ließ er sich aber schon wieder nach Liverpool verleihen. Auch dort wurde er nicht glücklich und wechselte im Januar 2013 zu Borussia Dortmund. © dpa
Toni Kroos, Real Madrid
Am 17. Juli 2014 wurde der Wechsel von Toni Kroos vom FC Bayern zu Real Madrid bekannt gegeben. Der Weltmeister erhält bei den Königlichen einen Sechs-Jahres-Vertrag. © dpa

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