Vor dem letzten Spieltag

Champions League: Beckenbauer glaubt an Freiburg

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Wenn Franz Beckenbauer recht behält, darf sich die Champions League auf Unikum Christian Streich freuen.

Frankfurt/Main - Wenn Franz Beckenbauer recht behält, darf sich die Champions League auf Unikum Christian Streich freuen. „Die Freiburger haben die bessere Ausgangsposition.

Ihnen ist es zuzutrauen, zu Hause gegen Schalke zu gewinnen“, kommentierte der Sky-Experte die Lage vor dem Endspiel zwischen dem dem SC Freiburg und Schalke 04 um den Qualifikationsplatz zur Königsklasse. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) geht es aber nicht nur um die Champions League. Eintracht Frankfurt, der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach kämpfen gleichzeitig um den letzten freien Platz in der Europa League.

Um das ganz große Geld geht es allerdings in Freiburg. Rund 20 Millionen Euro, die in der Königsklasse zu verdienen sind, stehen auf dem Spiel. Die Breisgauer, die von Streich in der Winterpause der Vorsaison auf dem letzten Tabellenplatz übernommen wurden, können mit einem Sieg Geschichte schreiben. „Das würde Christian Streich adeln. Die Erfolge in Freiburg sind zu einem hohen Prozentsatz ihm zuzuschreiben“, sagte Beckenbauer.

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Diego Maradona wird von vielen als bester Kicker aller Zeiten gesehen. Dem Argentinier kosteten seine Kokainsucht und sein unsteter Lebenswandel aber auch beinahe das Leben. © dpa
Maik Franz ist für viele Stürmer ein Alptraum. Das Rauhbein wurde von Bayern Knipser Mario Gomez sogar mit dem A-Wort betitelt. © dpa
Mark van Bommel ist in ganz Europa berüchtigt für seine harte Gangart auf dem Platz. Seine Mitspieler sehen in ihm aber auch den idealen Anführer. © dpa
Roy Keane war Ende der 90er-Jahre Kapitän bei Manchester United. Er galt als giftiger Mittelfeld-Leader. Der Ire war bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehen. © dpa
Kevin-Prince Boateng beendete mit einem harten Foul Michael Ballacks DFB-Karriere. Auch neben dem Platz ist er immer wieder durch Undiszipliniertheiten aufgefallen. Beim AC Milan hat er den Durchbruch geschafft. © dpa
Supertalent oder Gossenjunge? Marko Arnautovic sorgt regelmäßig für Diskussionsstoff. © dpa
Beim FC Bayern genießt er messiasähnlichen Status. In gegnerischen Stadien wird Uli Hoeneß regelmäßig ausgepfiffen. © dpa
Cristiano Ronaldo - Sein selbstverliebtes Gehabe bringt viele Fußballfans auf die Palme. Andere bewundern sein Tempo und seine Technik. © dpa
Der portugiesische Star-Verteidiger Pépe wird in Spanien "Furia" genannt. Er ist bekannt für fiese Fouls und zügellose Ausraster. © dpa
Mario Ballotelli hat es nicht leicht. In Italien musste er oft rassistische Beleidigungen ertragen. Seinen Dartpfeilwurf auf einen Jugendspieler entschuldigt das aber auch nicht. © dpa
Gennaro Gattuso gilt als einer der gefürchtetsten Mittelfeldabräumer Europas. Mit zahllosen Stars hatte er schon Privatfehden auf dem Platz. © dpa
Adrian Mutu ist der derzeit wahrscheinlich beste Fußballer Rumäniens. Leider fiel er auch immer wieder durch Kokain-Affären auf. © dpa
David Jarolim zählt zu den unbeliebtesten Gegenspielern in der Bundesliga. Der Tscheche teilt gerne aus, mimt aber selbst oft den "sterbenden Schwan". © dpa
Den Brasilianer Rafinha würden wohl viele mit dem Ausdruck "Giftzwerg" beschreiben. Der harte Rechtsverteidiger ist bekannt für seine ausschweifenden Haus-Partys. © dpa
Vinnie Jones war einer der härtesten Kicker die die Premier-League je gesehen hat. 13 Platzverweise zeichnen seine Vita. Heute ist das Rauhbein ein englischer Filmstar. © dpa
Andy Möller wurde von vielen Kollegen als "Heulsuse"bezeichnet. Legendär war sein gewagter Wechsel vom BVB zu Schalke 04. © dpa
Besonders für die Bayern-Fans ein Alptraum -Strafraumwühler Filippo Inzaghi schoss den FCB schon öfter aus der Champions League. Er gilt aber auch als großer Schauspieler auf dem Platz. © dpa
Jens Lehmann ist bekannt für seinen großen Ehrgeiz. Lief etwas nicht nach Plan, rastete er wie hier gegen Ulf Kirsten gerne mal aus. © dpa
In anderen Stadien wurde Oliver Kahn oft mit Bananen beworfen. Im Jahr 2000 traf ihn ein Golfball. Für Bayern-Feinde war er jahrelang Symbolfigur ihres Hasses. Andere feierten ihn als Titan. © dpa
Werner "Beinhart" Lorant galt als harter Trainer, der die Löwen von der Bayernliga in die Bundesliga brachte. Er war aber auch für seine Ausraster berühmt. © dpa
Bernd Schuster wurde in Spanier als "blonder Engel" verehrt. Dem grazilen Techniker wurden aber auch Egoismus und Geldgier nachgesagt. © dpa
Mit seiner Führungsstärke führte Stefan Effenberg den FC Bayern zum Champions-League-Titel 2001. Seine manchmal überhebliche Art stößt aber nicht überall auf Gegenliebe. © dpa
Als Spieler wurde Matthias Sammer Europas Fußballer des Jahres. Bei Spielern und Fans trug er für seine impulsive Art den Spitznamen "Motzki". © dpa
Der Franzose Eric Cantona wurder auf der Insel als "Le King" verehrt. Vielen bleibt aber auch sein Kung-Fu-Ausraster gegen einen Fan in Erinnerung. © dpa
Der kanllharte Manndecker Uli Borowka (links) trug den Beinamen "Axt". Der Ex-Nationalspieler galt als schwieriger Charakter. Seine jahrelange Alkoholsucht hat er mittlerweile überwunden. © dpa
Toni Schumacher war einer der besten Keeper, die Deutschland jemals hatte. Mit seiner Biographie und seinem berümten Foul im WM-Halbfinale hat er sich aber auch viele Feinde gemacht. © dpa
Tim Wiese gilt bei vielen als Narzist, der gerne zu Ausrastern neigt. Seine Leistungen werden aber nicht nur von Jogi Löw geschätzt. © dpa
Paolo Di Canio ist bekennender Mussolini-Verehrer. Der ehemalige Kicker von Lazio Rom wurde von den eigenen Fans geliebt. Für viele ist er Sinnbild für die Fremdenfeindlichkeit im italienischen Fußball. © dpa
Durch die Beleidigung Zinedine Zidanes im WM-Finale 2006 erlangte Marco Materazzi Berühmtheit. Auch heute ist der knallharte Inter-Verteidiger bei den Gegenspielern noch äußerst unbeliebt. © dpa
Wandelte jahrelang zwischen Genie und Wahnsinn: Paul Gascoigne hat sein leben bis heute nicht in den Griff bekommen. Für seine spektakuläre Spielweise wird er auf der Insel noch immer verehrt. © dpa
Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs
Mario Basler hatte als Spieler auf dem Rasen bisweilen den Aktionsradius eines Bierdeckels, während er abseits des Platzes richtig Gas gab. Auch heute ist Basler als Experte noch um keinen Spruch verlegen. Sich dabei Feinde zu machen, stört ihn nicht im Geringsten. © Getty
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Louis van Gaal eilte ein zweifelhafter Ruf voraus, als er nach München kam. Der Niederländer wurde seinem Ruf gerecht. Zu seinen größten Feinden zählen Journalisten ebenso wie Spieler, die von seinem rigorosen Kurs abweichen. © Getty
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Michael Thurk hat sich bei seinen Ex-Vereinen Eintracht Frankfurt, FSV Mainz 05 und Energie Cottbus mit seiner leidenschaftlichen Art viele Freunde, aber auch viele Feinde gemacht. Er sagt seine Meinung stets gerade heraus. Deswegen hat ihn der FC Augsburg suspendiert. © Getty
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Zlatan Ibrahimovic geht kaum einer Nickligkeit aus dem Weg und neigt zu versteckten Fouls. Aber wehe, ihn fasst einer an ... (siehe oben) © Getty
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Keiner pendelt so sehr zwischen Genie und Wahnsinn wie José Mourinho. Der Trainer sieht sich selbst zwischen Gott und Jesus, und nimmt sich daher so einiges heraus. © Getty
Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs
Craig Bellamy trägt den schönen Spitznamen "The Nutter with the Putter" (frei übersetzt: Der irre mit dem Golfschläger), weil er einst einen Golfschläger fachfremd einsetzte. Der Waliser gilt auch sonst nicht gerade als einfach ... © Getty
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Holger Fachs Sympathiewerte liegen unter denen der FDP (Stand September 2011). Bei seinen Ex-Vereinen stellte er sich durch seine unversöhnliche Art schnell ins Abseits. Jetzt trainiert er in Kasachstan. Dort kennt keiner die FDP. © Getty
Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs
Streit - der Name ist Programm. Albert Streit galt stets als Talent, doch Defizite im zwischenmenschlichen Bereich verhinderten eine große Karriere. Mit einem dicken Gehalt ausgestattet fühlte er sich auch bei Schalke II nicht unwohl. Das haben ihm viele Fußball-Fans übelgenommen. © Getty
Wolfram Wuttke soll Jupp Heynckes' Spitznamen "Osram" erfunden und seinem Trainer Dietrich Weise einst ins Bett gepinkelt haben. Stimmt zwar beides nicht, trug aber zur Legendenbildung bei. © dapd

Klubchef Fritz Keller fühlt sich bereits vor der wohl wichtigsten Partie der Klubgeschichte wie im Märchen. „Wenn man eineinhalb Jahre zurückblickt, ist das unbegreiflich. Das ist ein Super-Gefühl, da muss man sich schon zwicken. Wir sind über unser Ziel hinausgeschossen“, sagte Keller, der auf den richtigen Mann gesetzt hat. Schließlich hat Streich erst vor drei Wochen den Machtkampf mit Manager Dirk Dufner gewonnen und am Freitag seinen Vertrag verlängert.

Nun ist Dufner weg. Dasselbe trifft nach der Saison auch auf die Profis Jan Rosenthal, Johannes Flum (beide Eintracht Frankfurt), Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg) und Max Kruse (Borussia Mönchengladbach) zu. Sollte der SC tatsächlich die Champions League schaffen, dürfte sich das Quartett wohl in den Hintern beißen.

Keller, der nach dem 2:1 (0:1) bei der SpVgg Greuther Fürth einen weiteren Ausverkauf ausgeschlossen hat („Wir brauchen kein Geld, wir brauchen eine schlagkräftige Mannschaft“), glaubt jedenfalls an den großen Wurf: „Die Spieler haben Hunger, das wird ein Fest. Dieses Endspiel gegen Schalke haben sich die Jungs echt verdient.“

Während sich die Freiburger auf Schalke freuen, hat bei den Königsblauen nach dem 1:2 (0:1) gegen den VfB Stuttgart das große Zittern begonnen. Selbst „Raubein“ Jermaine Jones fühlt sich nicht ganz wohl in seiner Haut: „Wie hat Olli Kahn gesagt? Jetzt brauchst Du Eier und Typen, die sich nicht verstecken!“

Unvergessene Torwart-Legenden

Unvergessene Torwart-Legenden

Unvergessene Torwart Legenden
Er spielte nur für zwei Vereine, erreichte aber Großes: Vítor Baía. Mit dem FC Porto und dem FC Barcelona holte er 11 Meistertitel, 7 Pokalsiege, je einmal die Champions League, UEFA-Pokal, UEFA Supercup und den Weltpokal. Nebenbei spielte er noch 80x für Portugal. 1993 wurde er zum weltbesten Torhüter gewählt. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Kult in Frankreich, aber immer wieder für Aussetzer gut: Fabien Barthez zählte zu den besten Torhütern der Welt. Teamkollege Laurent Blanc küsste vor jedem gemeinsamen Spiel seine Glatze. Er spielte für den FC Toulouse, Olympique Marseille, den AS Monaco, Manchester United, Olympique Marseille und dem FC Nantes. Barthez absolvierte 87 Länderspiele für Frankreich. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Gianluigi Buffon, der Olli Kahn Italiens. Aus einer Sportlerfamilie stammend begann er seine Karriere beim AC Parma, wechselte dann für die Rekordablöse von 54,1 Millionen Euro zu Juventus Turin. Der 1978 geborene viermalige Welttorhüter des Jahres bestritt über 135 Länderspiele und steht wohl auch bei der WM 2014 im Tor des Weltmeisters von 2006 stehen. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Spaniens Kapitän Iker Casillas ist der Garant für Erfolg. Casillas wuchs in der Madrider Vorstadt Móstoles auf. Als Achtjähriger begann er in der Jugend von Real Madrid und debütierte am 12. September 1999 in der Primera División. Seither ist er der Garant für Erfolge, gekrönt durch die beiden EM-Titel 2008 und 2012 und den WM-Titel 2010. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Ein besonderer Fall ist der Mexikaner Jorge Campos in vielerlei Hinsicht. Nicht nur durch seine farbenfrohen Trikots, die er teilweise selbst entwarf, sondern auch wegen seiner für Torhüter extrem geringen Größe von 1,75 m war Campos bekannt. Bemerkenswert auch: Zeitweise spielte der 129-malige Nationalspieler im Sturm und erzielte 38 Tore. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Großer Torwart, große Verletzung, großes Comeback: Das ist Petr Cech. In einem Ligaspiel im Oktober 2006 zog er sich bei einem Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler Stephen Hunt einen Schädelbasisbruch zu. Es wird Jahre dauern, bis der Schädelknochen vollständig verheilt ist. Čech spielt daher mit einem 80 Gramm schweren Helm aus Kunststoff, ähnlich einem Rugby-Helm, den er auch nach seiner Genesung anbehalten möchte. Der Helm wurde speziell für ihn in Neuseeland gefertigt. Cech ist Stammtorhüter des FC Chelsea und wurde 2005 zum Welttorhüter des Jahres gewählt. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Guter Torwart, guter Freistoß-Schütze: Der Paraguayer José Luis Chilavert, der dreimalige Welttorhüter des Jahres (1995, 1997, 1998), erzielte in seiner Karriere über 60 Tore per Freistoß und Elfmeter. In 74 Länderspielen traf er achtmal. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Oliver Kahn: Der wohl beste Torhüter aller Zeiten, vor dem wirklich jeder Stürmer Respekt hatte. Seine Erfolge sprechen für sich: Mehrfacher Deutscher Meister und Pokalsieger, Champions League und Weltpokalsieger, Vize-Weltmeister, dreimaliger Welttorhüter und fünfmaliger Torwart des Jahres in Europa. Der Titan spielte für den Karlsruher SC und den FC Bayern. Ein Angebot Manchester Uniteds schlug er jedoch aus. Menschliche Größe zeigte er bei der WM 2006, als er trotz Degradierung seinem Kontrahenten Jens Lehmann unterstützte. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Angelo Peruzzi hatte viel Pech in seiner Karriere, doch war stets auf ihn Verlass. Bei der EURO 96 noch Stammtorwart der Italiener, verpasste er die WM 98 verletzungsbedingt und verlor seinen Stammplatz an Gianluigi Buffon. Von 1999 bis 2004 spielte nicht mehr für die Squadra Azzurra, da er nicht als Nummer drei hinter Buffon und Toldo im Team sein wollte. Bei der WM 2006 war er als zweiter Mann wieder dabei - und wurde Weltmeister. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
61 Spiele für Belgien, sechs Jahre Bayern-Torwart und 1987 Weltbester Torhüter - das ist Jean-Marie Pfaff. Nach seiner Teilnahme an der Fußball-WM 1982 wechselte er vom belgischen Club SK Beveren zum FC Bayern. Gleich in seinem ersten Bundesligaspiel sorgte er mit einem kuriosen Tor für eine Anekdote. Gegen Werder Bremen ließ er einen Einwurf des Bremer Stürmers Uwe Reinders durch die Hände ins Tor gleiten. Dennoch spielte er sechs erfolgreiche Jahre in München und wurde dreimal Deutscher Meister und zweimal DFB-Pokalsieger (1984 und 1986). © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Kult nicht nur in Giesing: Petar Radenkovic war der wohl verrückteste und beste Keeper des TSV 1860. Mit ihm feierten die Löwen ihre bisher größten Erfolge: 1964 DFB-Pokalsieger, 1965 Endspielteilnahme am Europapokal der Pokalsieger und 1966 Deutscher Meister. Nach dem Abstieg des TSV 1860 München aus der Bundesliga beendete Radenković 1970 nach 215 Bundesligaspielen seine Fußballkarriere. Radenković war seiner Zeit weit voraus: Er nahm bereits Mitte der 1960er Jahre Schallplatten auf („Bin i Radi, bin i König“) und begeisterte das Publikum mit den damals noch völlig unüblichen weiten Ausflügen aus dem Strafraum. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
In seinen 392 Spielen für Manchester United blieb der Däne Peter Schmeichel 177 mal ohne Gegentor - überragend! 1999 holte er mit ManU in Barcelona gegen die Bayern die Champions League und absolvierte zwischen 1987 und 2001 129 Länderspiele. Dabei erzielte er soga ein Tor - per Elfmeter. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Er heißt Harald Anton Schumacher - doch jeder kennt ihn nur als Toni. Mit dem DFB-Team wurde er 1980 Europameister. Bei den Weltmeisterschaften 1982 und 1986 wurde er Vize-Weltmeister. 1986 wurde er zum besten Torhüter des Turniers gewählt. In negativer Erinnerung bleibt sein Zusammenprall 1982 im WM-Halbfinalspiel Deutschland-Frankreich mit dem angreifenden Patrick Battiston, der schwer verletzt vom Platz getragen werden musste. Battiston verlor zwei Zähne und erlitt einen Wirbelbruch. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
David Seaman gilt als einer der besten Torhüter Englands aller Zeiten - was allerdings nicht viel bedeutet. Zweifelhafte Berühmtheit erlangte Seaman durch unglückliche Gegentore und ungeschicktes Abwehrverhalten. Unvergessen bleibt Ronaldinhos Tor im Viertelfinale der WM 2002 gegen Brasilien (2:1), als er den viel zu weit vor seinem Tor stehenden David Seaman mit einem direkten Freistoß aus großer Distanz zum 2:1-Endstand überlistete © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Die „Katze von Anzing“, so der Spitzname Sepp Maiers, spielte ausschließlich für den FC Bayern, wurde mehrmals Deutscher Meister und war mitverantwortlich für den WM-Titel 1974 in München. Dreimal wurde Sepp Maier zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt (1975, 1977, 1978). 1978 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Er wurde als „Deutschlands Torhüter des Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Nach einem von ihm verschuldeten Autounfall am 14. Juli 1979, bei dem er schwer verletzt wurde, beendete er seine Karriere auf Rat seiner Ärzte. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Claudio Taffarel war einer der wenigen brasilianischen Torhüter mit Weltformat. 1987 bis 1998 bestritt Taffarel 101 Länderspiele für die Selecao und wurde 1994 Weltmeister. Nach dem verlorenen WM-Finale 98 beendete er seine Karriere in der Nationalmannschaft, gewann aber mit Galatasaray 2000 den UEFA-Cup. Er beendete seine Karriere beim AC Parma 2003. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
„Turek, du bist ein Teufelskerl! Turek, du bist ein Fußballgott!“, so hörten es die Fans in der unvergesslichen Hörfunkreportage Herbert Zimmermanns vom WM-Finale von 1954. Er bestritt nur 20 Länderspiele, hatte aber großen Anteil am „Wunder von Bern“. Nach seiner Torwartkarriere arbeitete Turek als Angestellter bei der Düsseldorfer Rheinbahn AG. 1973 erkrankte er an einer rätselhaften Lähmung der Beine, gegen die er mit eisernem Willen ankämpfte. Er starb 1984 im Alter von 65 Jahren nach einer Herzkrankheit und einem Schlaganfall. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Einen Rekord, wohl für die Ewigkeit, stellte Edwin van der Sar im Sommer 2008 auf. Nach 13 Jahren (1995 mit Ajax Amsterdam) gewann er mit Manchester United zum zweiten mal die Champions League. Von Ajax ging es erst zu Juventus Turin, dann nach England zum FC Fulham, bis 2011 stand er bei ManU unter Vertrag und beendete anschließend seine Karriere. Van der Sar ist mit 130 Einsätzen Rekordnationalspieler der niederländischen Nationalmannschaft. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Italiens Torwart-Legende Dino Zoff. Für die Squadra Azzurra bestritt er 112 Länderspiele. Im Jahr 1982 krönte er seine 22-jährige Profilaufbahn als 40-Jähriger mit dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien. Zoff ist bis heute der älteste Fußballspieler, der Weltmeister wurde. Bereits 1968 gewann Zoff die Europameisterschaft im eigenen Land. © dpa
Unvergessene Torwart Legenden
Andoni Zubizarreta Urreta  ist Rekordnationalspieler Spaniens (126 Einsätze) und zusätzlich mit seinen 622 Einsätzen Rekordspieler der spanischen Liga. Wegen seines Arbeitseifers und seiner starken Führungspersönlichkeit wurde er auch El Centurión (dt. Der Centurio) genannt. © dpa
Rogerio Ceni ist der erste Profi-Torhüter weltweit, dem in Pflichtspielen 100 Tore gelangen. Besonders gefürchtet ist der Keeper des FC Sao Paolo für seine Freistöße. © dpa

Aus der geplanten Party zu den Vertragsverlängerungen von Juwel Julian Draxler und Trainer Jens Keller wurde beim letzten Schalker Heimspiel nichts, stattdessen herrschte Katerstimmung. „Wir haben es verspielt. Das war ein Elfmeter, den wir drübergehauen haben“, sagte Sportdirektor Horst Heldt: „Das lässt einen älter werden. Ich habe ein paar Jahre verloren.“

Keller übte sich nach der Niederlage gegen seinen alten Arbeitgeber in Zweckoptimismus, konnte aber bei aller Freude über den neuen Vertrag bis 2015 seine Enttäuschung nicht verbergen: „Ich hätte gerne den Deckel draufgemacht, dann wäre es ein perfektes Wochenende gewesen. Jetzt ist es halt auf die nächste Woche verschoben.“

Den Schalkern (52 Punkte) reicht bereits ein Remis in Freiburg (51), sollte Frankfurt (50) gegen den VfL Wolfsburg nicht mit mindestens fünf Toren Unterschied gewinnen. Der Aufsteiger aus Hessen muss allerdings seinerseits erst einmal das Fernduell gegen Hamburg (48) und Gladbach (47) im Kampf um einen Platz in der Europa League gewinnen. „Die Situation ist nicht prickelnd. Es wäre bitter, wenn man die gesamte Saison unter den ersten sechs Plätzen steht, und dann da oben rausfällt“, sagte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach dem 1:1 (0:1) bei Werder Bremen.

Während Hamburgs Trainer Thorsten Fink vor der Partie gegen Bayer Leverkusen noch hofft („Psychologisch sind wir im Vorteil - wir haben viel zu gewinnen und nichts zu verlieren“), hat sein Gladbacher Kollege Lucien Favre vor dem letzten Saisonspiel gegen Meister Bayern München den Glauben verloren: „Wir müssen ja nur 10: 0 gewinnen...“

Von Alexander Sarter

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