Champions League

Schalke enttäuscht nach Derby-Rausch

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Schalkes Joel Matip (l) und Jean-Philippe Mendy von Maribor gestikulieren.

Gelsenkirchen - Dem Derby-Rausch folgte der Europapokal-Kater für Schalke 04. Mit einem enttäuschenden Spiel in der Champions League gegen NK Maribor. 

Drei Tage nach dem 2:1 im Ruhrpott-Klassiker gegen Borussia Dortmund kamen die Königsblauen in der Champions League gegen den krassen Außenseiter NK Maribor nach enttäuschender Leistung nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Die Gelsenkirchener verspielten damit wieder ihren guten Start in die Königsklasse mit dem überraschenden 1:1 beim Topfavoriten FC Chelsea.

In einer uninspirierten ersten Halbzeit geriet der Bundesliga-Zehnte durch ein umstrittenes Tor von Damjan Bohar in Rückstand (37.). Der schon gegen Chelsea erfolgreiche Klaas-Jan Huntelaar glich mit seinem insgesamt 43. Europapokaltreffer aus (56. ). Zum dritten Pflichtspielsieg in Folge reichte es trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte aber nicht mehr.

„Die drei Punkte hatten wir eingeplant, die wären wichtig gewesen. Deswegen sind wir nicht zufrieden“, sagte Weltmeister Julian Draxler bei Sky: „Knackpunkt war, dass wir nicht sofort das 1:0 gemacht haben. Dann wurden wir ungeduldig und haben das Gegentor bekommen. Aber wir haben noch genügend Spiele.“ Nach seiner Rotsperre in der Bundesliga kehrte Draxler ins Team zurück. Doch Schalke-Trainer Jens Keller rotierte trotz insgesamt acht verletzter Spieler auch auf drei anderen Positionen - zu viel. Der Schwung der beiden ersten Bundesligasiege in Bremen (3:0) und gegen Dortmund ging verloren.

Keller ändert Aufstellung nach schwacher erster Hälfte

Neben Draxler rückten auch Christian Fuchs, Kaan Ayhan und Tranquillo Barnetta in die Startelf, Atsuto Uchida, Marco Höger und Max Meyer erhielten eine Verschnaufpause. Sidney Sam fehlte wegen muskulärer Probleme. Nach der schwachen ersten Hälfte korrigierte Keller seine Aufstellung und brachte Rechtsverteidiger Uchida doch noch.

Dessen Vertreter Ayhan hatte durch ganz schlechtes Stellungsspiel unter anderem das 0:1 ermöglicht. Ein Querpass von Mitja Viler reichte, um die Schalker Abwehr auszuspielen: Bohar kam völlig frei zum Schuss. Allerdings reklamierten die Königsblauen abseits: Der Brasilianer Tavares hatte Torhüter Ralf Fährmann die Sicht genommen.

„Der Stürmer steht vor Ralle und berührt ihn sogar leicht“, sagte der verletzte Kapitän Benedikt Höwedes bei Sky: „Aus meiner Sicht ist das abseits.“

Nach dem Derby-Triumph hatte zwar die Hymne vor dem Anpfiff auf die Champions League eingestimmt. Doch die besondere Atmosphäre der Königsklasse wollte nicht aufkommen. Der Gegner international zweitklassig, einige Stammkräfte auf der Bank und Lücken auf der Tribüne - nach dem Bundesliga-Fest gegen den BVB war grauer Alltag angesagt.

Maribor verschanzte sich vor 47.997 Zuschauern in der eigenen Hälfte, Schalke spielte Powerplay wie im Eishockey. Für den ersten Aufreger sorgten jedoch die Slowenen. Im Anschluss an einen Eckball der Königsblauen versuchte es Dare Vrsic mit einem Heber fast von der Mittellinie - über Fährmann, aber auch über die Latte hinweg (11.).

Die Schalker kombinierten zu langsam, ohne überraschende Ideen. Beim letzten Pass und im Abschluss fehlte zudem die Präzision. So wurde es das befürchtet zähe Spiel. Die erste nennenswerte Chance hatte Kevin-Prince Boateng mit einem Kopfball (26.).

Nach einer halben Stunde wurden die Slowenen etwas mutiger, und Fährmann musste bei einem Schuss des Brasilianers Tavares erstmals eingreifen (31.). Wenig später fiel das 0:1.

Eine Einzelaktion von Huntelaar brachte den Ausgleich. Der Niederländer erzielte sein 24. Europapokaltor für die Königsblauen. Die Schalker gingen nun mit deutlich mehr Engagement zu Werke und hatten Pech bei Draxlers Schuss aus der Drehung (60.) und Boatengs Aufsetzer (65.). In der Schlussphase fehlt es allerdings an Ideen, um doch noch den Siegtreffer zu erzielen.

Männer mit Binde: Die Kapitäne der 18 Bundesligisten

In der Kapitänsfrage setzen die Clubs der Fußball-Bundesliga auf Kontinuität. Nur drei Vereine besetzen die Führungsposition zur Saison 2013/14 neu.Klicken Sie sich hier durch die Fotostrecke. © picture alliance / dpa
Fabian Lustenberger übernimmt in Berlin das Amt von seinem Vorgänger Peter Niemeyer. © picture alliance / dpa
Andreas Beck steht seit der Rückrunde der vergangenen Saison bei Hoffenheim in der Verantwortung. © picture alliance / dpa
Augsburgs Trainer Markus Weinzierl vertraut auch in der kommenden Saison auf Abwehrroutinier Paul Verhaegh. © picture alliance / dpa
Clemens Fritz ist in Bremen weiterhin im Amt. © dpa
In Mainz hat Abwehrchef Nikolce Noveski das Sagen. © picture alliance / dpa
In Stuttgart fungiert Christian Gentner als verlängerter Arm des Trainers. © dpa
Der schweizer Nationaltorhüter Diego Benaglio ist beim VfL Wolfsburg die absolute Nummer 1. Sowohl im Tor, als auch im Mannschaftsgefüge. © picture alliance / dpa
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Benedikt Höwedes ist seit 2001 bei Schalke und führt die Mannschft als Kapitän aufs Feld.   © AFP
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Unter Trainer Pep Guardiola hat sich vieles geändert bei den Bayern. Der Kapitän aber bleibt weiterhin Phillip Lahm. © AFP
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Bei den Geißböcken aus Köln hat Miso Brecko das Ruder in der Hand. © dpa
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Seit August 2014 ist Uwe Hünemeier Kapitän beim Aufsteiger SC Paderbron. © dpa

sid

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