Deutscher Fußball-Funktionär

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: Seine Karriere und Stationen

Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, spricht bei einer Pressekonferenz im Anschluss an eine außerordentliche DFL-Mitgliederversammlung
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Seit 2005 ist Christian Seifert DFL-Geschäftsführer

Christian Seifert leitete als Konzern-Chef die KarstadtQuelle New Media-Gruppe, bevor er eine Karriere als professioneller Fußball-Funktionär begann.

  • Vor seiner Karriere als professioneller Fußball-Manager bekleidete Christian Seifert verschiedene Führungspositionen in der Wirtschaft.
  • Seifert ist Kommunikations-Experte und arbeitet seit 2005 als DFL-Geschäftsführer.
  • Im Herbst 2020 gab Seifert seine Absicht bekannt, mit dem Vertragsende aus seinen Funktionen bei der DFL auszuscheiden.

Frankfurt am Main – Am 1. Juli 2005 trat Christian Seifert die Nachfolge seines Vorgängers Wilfried Straub an, indem er das Amt des Vorsitzenden der Geschäftsführung der DFL (Deutsche Fußball-Liga) übernahm. Damit wurde der Fußballmanager entsprechend der Satzung der DFL gleichzeitig Vizepräsident des DFB (Deutscher Fußball-Bund).

Christian Seifert: Herkunft, Ausbildung und Tätigkeit als Wirtschaftsmanager

Christian Seifert kam am 8. Mai 1969 in Rastatt zur Welt. Er besuchte das technische Gymnasium in seiner Heimatstadt und schloss seine schulische Ausbildung 1988 mit dem Abitur ab. Anschließend studierte Seifert die Fächer Kommunikationswissenschaften, Marketing und Soziologie an der Universität Essen. Der Badener war über viele Jahre als Mitglied der Fußballmannschaft von FC Rastatt 04 in der Verbandsliga aktiv.

Nach dem Abschluss seines Studiums arbeitete er von 1995 bis 1998 bei der MGM MediaGruppe München. In diesem Unternehmen wurde er zum Leiter des Produkt-Managements befördert.

Während seiner Karriere in der freien Wirtschaft durchlief Christian Seifert in den folgenden Jahren diese Stationen:

  • 1998 bis 2000: Marketing-Director für das Endkunden- sowie Event-Marketing und Neue Medien in Zentraleuropa bei MTV Networks
  • 2000 bis 2003: einfaches Mitglied des Vorstands der KarstadtQuelle New Media AG
  • 2004 und 2005: Vorsitzender des Vorstands der KarstadtQuelle New Media AG

Für seinen letzten Arbeitgeber erwarb Seifert den Fernsehsender Sport1 und die Merchandising-Rechte an der FIFA WM 2006.

Christian Seifert: Karriere als Fußball-Funktionär in der DFL

Christian Seifert wechselte zu Beginn des Jahres 2005 von der Wirtschaft in das Management des Profi-Fußballs: Im Februar 2005 erfolgte seine Ernennung zum Geschäftsführer der DFL. Am 1. Juli des gleichen Jahres wurde er Vorsitzender des Organs.

Zu den Aufgaben der am 18. Dezember 2000 gegründeten DFL gehören die Organisation sowie Vermarktung der ersten und 2. Bundesliga, auch in den Bereichen der Medienproduktion. Die DFL ist für insgesamt 36 Fußball-Clubs zuständig.

Zur DFL-Gruppe gehören auch mehrere Tochtergesellschaften:

  • Sportcast GmbH
  • DFL Digital Sports GmbH
  • Sportec Solutions GmbH
  • Bundesliga International GmbH
  • Liga Travel GmbH

Christian Seifert: Erfolgreich vor und während der Corona-Krise

Christian Seifert gelang es von seinem Amtsantritt bei der DFL bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie, die Einnahmen aus dem Verkauf von TV-Rechten deutlich zu steigern. Auch für sein Krisenmanagement während der Covid-Krise erhielt der DFL-Chef überwiegend positive Beurteilungen. Aus diesem Grund waren Experten und die Öffentlichkeit gleichermaßen überrascht, als er am 26. Oktober 2020 seine Absicht erklärte, die DFL zu verlassen. Als Begründung führt der Sportfunktionär die Absicht an, sich neuen Herausforderungen zuzuwenden. Die Amtszeit von Christian Seifert dauert offiziell bis zum Vertragsende im Jahr 2022.

Seit August 2019 ist Christian Seifert auch Sprecher des DFL-Präsidiums. In dieser Funktion koordiniert er die Arbeit des Präsidiums und vertritt die Beschlüsse und Entscheidungen des Präsidiums nach außen. Der Sprecher und die stellvertretenden Sprecher des DFL-Präsidiums gehören auch dem DFB-Präsidium als Vizepräsidenten an.

Bereits im September 2020 trat Christian Seifert aus dem DFB-Präsidialausschuss zurück. Als Grund für seinen Rückzug gab der Fußball-Funktionär Berichten zufolge Zeitmangel aufgrund der Corona-Krise an. Seifert erklärte demnach, dass er sich nicht mehr in ausreichendem Umfang um seine Aufgaben im Präsidialausschuss kümmern könne.

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