Fußballer und ihr Karriereende

Spektakulärer Jobwechsel? WM-Held Kramer nennt ambitionierte Alternative - „Habe mich mal informiert“

Christoph Kramer und Leon Goretzka haben gut Lachen.
+
Christoph Kramer und Leon Goretzka haben gut Lachen.

Als Fußballprofi macht man sich während seiner Karriere wenig Gedanken für die Zeit danach. Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach ist da anders - er hat einen speziellen Berufswunsch.

Mönchengladbach - Wenn man als Fußball-Profi viel Geld verdient, um die ganze Welt reisen kann (wenn nicht gerade Pandemie ist) und einen generell alle Türen offen stehen, weil man eben ein Star ist, macht man sich währenddessen vermutlich weniger Gedanken über die Zeit danach.

Das Karriereende ist für viele Kicker meist noch ewig weg, ehe es dann doch schneller kommt als man denkt. Weshalb der eine oder andere Fußballer bestimmt auch schon in ein mentales Loch gefallen ist, als er seine Fußballschuhe an den Nagel hing.

Damit Christoph Kramer dies nicht passiert, hat sich der Weltmeister von 2014 bereits früh Gedanken gemacht und strebt daher möglicherweise eine nicht alltäglichen Berufswechsel an. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich ein guter Kriminalpsychologe wäre“, sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach in einem Interview bei dfb.de. „Ich habe mich mal ein bisschen informiert: Da würde mir ein großes Studium bevorstehen.“

Christoph Kramer: Spektakulärer Berufswechsel! Weltmeister mit nicht alltäglichen Zukunftsplan

Der Grund für seine spektakuläre Idee? Sein früherer Fernsehkonsum. „Und früher, wenn ich nicht schlafen konnte, habe ich immer die Fernsehserie ‚Medical Detectives‘ geguckt. Dadurch wurde in den vergangenen zwei, drei Jahren ein kleines Hobby daraus“, sagte Kramer. „Mich faszinieren Leute, die ich nicht verstehen kann. Und gerade Massenmörder kann ich gar nicht verstehen. Das finde ich sehr interessant. Ich habe sehr viel darüber gelesen.“

Gleichwohl bekannte Kramer, der gelegentlich auch als TV-Experte für das ZDF im Einsatz ist, sich noch nicht so viele Gedanken über die Zeit nach seiner Profikarriere gemacht zu haben. Auch ein Einstieg als Trainer sei daher durchaus denkbar. Bevor es soweit ist, geht es für Borussia Mönchengladbach aber am Mittwochabend gegen Manchester City im Achtelfinale der Champions League um alles. (smk/dpa)

Auch interessant

Kommentare