Fußball-Pharaonen schlagen den Weltmeister

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Die Ägypter beim Jubel ihres Treffers.

Johannesburg - Ägyptens mutige Fußball-Pharaonen haben Weltmeister Italien düpiert und für einen Riesen-Paukenschlag beim Confederations Cup gesorgt.

Mohamed Homos machte mit seinem Tor in der 41. Minute am Donnerstagabend in Johannesburg den sensationellen 1:0 (1:0)-Erfolg des Afrika-Meisters perfekt. Durch den Sieg im 100. Spiel der Turniergeschichte und dem ersten Erfolg gegen die Squadra Azzurra um ihren glücklosen Edel-Joker Luca Toni verhinderten die Ägypter vor 52 150 Zuschauern im Ellis Park den vorzeitigen Halbfinal-Einzug der Topfavoriten Brasilien und Italien. Beim WM- Testlauf in Südafrika kommt es somit am Sonntag in den letzten Gruppenspielen zum brisanten Showdown um die Semifinal-Teilnahme.

Fußball-WM: 22 Fakten zum Durchklicken

22 Fakten zum Durchklicken: Ein Jahr vor dem Anpfiff zur Fußball-WM
Die Fußball-Weltmeisterschaft wird am Freitag, 11. Juni 2010 in Johannesburg angepfiffen. In 64 Spielen kämpfen 32 Mannschaften um den Titel. Das Finale am Sonntag, 11. Juli findet ebenfalls im Soccer City Stadion in Johannesburg statt. © dpa
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Ohne Holland fahren wir zur WM - das war einmal! Für das Turnier in Südafrika hat die „Elftal“ das Ticket bereits gelöst. © dpa
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Leopard Zakumi ist das offizielle Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. © dpa
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Die WM wird im kommenden Jahr zum 19. Mal ausgetragen. Bislang dürfen sich nur sieben Nationen „Weltmeister“ nennen: Brasilien, Italien, Deutschland, Argentinien, Frankreich, Uruguay und England.  © dpa
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Bei der WM im eigenen Land ging es für die Kicker aus Südkorea bis ins Halbfinale. Im kommenden Jahr sind sie wieder dabei. Das Team hat sich in der Asien-Gruppe qualifiziert. © dpa
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Im Greenpoint-Stadion von Kapstadt wird am Dienstag, 6. Juli 2010 eine der Halbfinalpartien angepfiffen. © dpa
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Das Objekt der Begierde: der Fifa-World-Cup. Der Pokal besteht aus 18-karätigem Gold und Malachitsteinen, er ist 36,8 cm hoch und wiegt 6,175 kg. Entworfen hat ihn der Italiener Silvio Gazzaniga.   © dpa
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Für das Turnier stehen rund drei Millionen Tickets zur Verfügung. 480.000 Tickets sind für Fans in Südafrika reserviert. © dpa
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Für die DFB-Elf wäre das Turnier in Südafrika die 17. WM-Teilnahme. Nur 1930 und 1950 waren die Adlerträger nicht mit von der Partie. © dpa
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Die Vorrundengruppen werden am Freitag, 4. Dezember 2009 in Kapstadt ausgelost. © dpa
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Australien feiert: In Südafrika ist die Nationalelf aus Down Under nach 1974 und 2006 zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei  © dpa
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Das zweite Halbfinale steht am Mittwoch, 7. Juli 2010 im neuen Stadion von Durban auf dem Plan. © dpa
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Das Emblem für das Turnier in Südafrika ist am 7. Juli 2006 in Berlin vorgestellt worden. Es zeigt einen Kicker beim Fallrückzieher. © dpa
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Erstmals wird eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent ausgespielt. 46 der 64 WM-Spiele werden von ARD und ZDF live übertragen. © dpa
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Die WM 2010 wird in zehn Stadien in neun verschiedenen Städten ausgetragen. Wie hier in Berlin, soll es auch dort wieder Fan-Feste mit Public Viewing geben. © dpa
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Japan kann für die WM planen. Das Team hat sich schon vorzeitig qualifiziert.  © dpa
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Die Entscheidung für Südafrika als Austragungsort fiel am 15. Mai 2004 in Zürich. Mitbewerber waren Ägyten und Marokko. © dpa
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Südafrika ist als Gastgeber bereits für das Turnier qualifiziert und somit zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. © dpa
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Das Soccer City Stadion in Johannesburg wird bei der WM 96.000 Zuschauern Platz bieten. Seine Form soll an einen traditionellen südafrikanischen Korb erinnern. © dpa
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Gespielt wird in den Städten Johannesburg, Durban, Kapstadt, Tshwane/Pretoria, Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth, Nelspruit, Mangaung/Bloemfontein, Polokwane und Rustenburg. © dpa
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Die Preise für die Eintrittskarten sind in vier Kategorien eingeteilt und reichen von 20 bis 900 Dollar. © dpa
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Das Investitionsvolumen des Gastgeberlandes für die Weltmeisterschaft beträgt rund 825 Millionen US-Dollar. © dpa

Italien (3 Punkte) muss im Giganten-Duell mit Rekordchampion Brasilien (6) gewinnen. Sonst droht das Aus schon nach der Vorrunde. Die Ägypter (3) haben zum Abschluss der Gruppenphase gegen die USA (0) das vermeintlich leichtere Spiel und können das Semifinale mit einem Sieg aus eigener Kraft erreichen.

Wie schon beim unglücklichen 3:4 gegen Brasilien zeigten die Ägypter keinen Respekt vor großen Namen und ärgerten mit ihrer cleveren und mutigen Spielweise den nächsten Turnierfavoriten. Fabio Cannavaro kehrte nach auskurierter Wadenverletzung in die Abwehrformation der Squadra Azzurra zurück. Bei nun 125 Länderspiel- Einsätzen kann der Kapitän im Gruppen-Endspiel gegen Brasilien Paolo Maldini als Italiens Rekord-Nationalspieler einholen. Für Toni begann die Partie mit einer weiteren persönlichen Confed-Cup-Enttäuschung.

Sogar bei drei Angreifern war für den Bayern-Profi kein Platz in der Anfangself. Giuseppe Rossi wurde für seine beiden Treffer gegen die USA mit einem Startplatz belohnt und hatte in der 12. Minute mit einem Schuss knapp über das Tor auch die erste Chance. Die Ägypter setzten mit dem Dortmunder Mohamed Zidan, der sich nach einer halben Stunde am Oberschenkel verletzte und dennoch bis zur 56. Minute durchhielt, selbst auf Offensive. Gefährlicher waren aber vorerst die Italiener. Vincenzo Iaquinta (24.) und Rossi (26.) versuchten sich mit Distanzschüssen, scheiterten aber an Essam El Hadary im Tor des Afrika-Champions. Abd Rabbou Hosni (40.) zwang auf der Gegenseite Gianluigi Buffon zu einer Parade.

Der Kopfball von Homos nach dem anschließenden Eckball war für den Italien-Keeper unhaltbar. In der zweiten Halbzeit verstärkten die Italiener wie schon bei ihrer ersten südafrikanischen Aufholjagd gegen die USA den Druck. Iaquinta (54.) scheiterte frei stehend an El Hadary. Toni und Riccardo Montolivo wurden als Offensivverstärkung eingewechselt. Doch zum Mann des Abends avancierte Ägyptens Keeper Essam El Hadary, der Schüsse von Iaquinta (70.) und Andrea Pirlo (74.) meisterte und damit den knappen Sieg für seine Mannschaft festhielt.

dpa

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