Spezialeinheit räumt kompletten ICE - und überwältigt einen Mann

Spezialeinheit räumt kompletten ICE - und überwältigt einen Mann

Nach Pokal-Sieg gegen Barcelona

Real Madrid feiert Pokalkönig Gareth Bale

Der verletzte Cristiano Ronaldo (r.) feiert das "einzigartige Gigantentor" von Gareth Bale (m.).
+
Der verletzte Cristiano Ronaldo (r.) feiert das "einzigartige Gigantentor" von Gareth Bale (m.).

Madrid - Dank des Treffers von Gareth Bale hat Real Madrid den spanischen Pokal gegen Erzrivale FC Barcelona gewonnen. Der verletzte Teamkollege Cristiano Ronaldo war entzückt.

Hoch oben auf der Tribüne des Mestalla-Stadions von Valencia verlor sogar Cristiano Ronaldo sämtliche Hemmungen. Im feinen Zwirn und mit lässiger Basecap bejubelte der verletzte Weltfußballer frenetisch und völlig ausgelassen das „einzigartige Gigantentor“ von Gareth Bale. Ein Sprint über das halbe Feld, ein frecher Abschluss - und der 2:1 (1: 0)-Erfolg von Real Madrid im Pokalfinale gegen den Erzrivalen FC Barcelonawar perfekt.

Während die Königlichen ihren ersten Triumph seit 595 Tagen ausgiebig feierten, verließ Barca-Star Lionel Messi wortlos und frustriert den Ort der Wachablösung. Die Katalanen hatten die wohl letzte Chance auf einen Titel in dieser Saison verspielt. Real hingegen träumt weiter vom ersten Triple der Vereinsgeschichte - dank 91-Millionen-Mann Bale. „Das war definitiv sein wichtigstes Tor im Trikot von Real Madrid“, sagte Trainer Carlo Ancelotti nach dem Prestige-Sieg, an dem der 24-jährige Waliser mit seiner One-Man-Show den maßgeblichen Anteil besaß. Bales Teamkollege Xabi Alonso sprach daher zurecht von einem „unglaublichen und fantastischen“ Treffer. „Es sah so aus, als ob der Ball ins Aus rollt“, sagte der spanische Nationalspieler, „und dann holt er ihn und macht einfach das Tor.“

Ganz so einfach war es dann doch nicht. Nach einer missglückten Flanke von Messi aber schaltete Madrid blitzschnell um: An der Mittellinie übernahm Bale den Ball, ließ Marc Bartra, der in der 68. Minute Madrids Führung durch Angel di Maria (11.) ausgeglichen hatte, wie einen Anfänger stehen und düpierte zur Krönung noch Barca-Schlussmann Jose Manuel Pinto mit einem Beinschuss.

Die Madrider Hausblätter, nicht gerade für ihre Zurückhaltung bekannt, huldigten dem Matchwinner daher überschwänglich. „Bale ist der Pokalkönig. Er entscheidet das Finale mit einem einzigartigen Gigantentor“, titelte die As. Angesichts des „meisterlichen“ Sprints über 58 Meter mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 27 km/h taufte ihn die Marca in Anlehnung an den jamaikanischen Sprinterkönig bereits „Gareth Bolt“ und schob nach: „Das war ein Rennen für das ganze Leben, ein imposanter Lauf des Prinzen von Wales“, und vor allem: „Das Ende der triumphalen Katalanen.“

Barca-Coach sieht viel Luft nach oben

Ganz so weit wollte Barcelonas in die Kritik geratener Trainer Gerardo Martino aber noch nicht gehen. Nach zwei Liga-Erfolgen in dieser Saison gegen den Erzrivalen symbolisiere die Niederlage „natürlich einen sehr traurigen Moment“. Da vor allem Messi, aber auch andere Stars wie Neymar oder Xavi derzeit allerdings nicht ihr Leistungsmaximum erreichen, seien noch „jede Menge Luft nach oben und viel Leben in der Mannschaft“, versprach der Argentinier, „und unzählige Chancen auf Titel.“ Für diese Spielzeit gilt dies auch wegen einer ganz bitteren Woche freilich nicht. Nach dem Aus im Champions-League-Viertelfinale geriet Barca durch die Pleite beim FC Granada (0:1) auch in der Liga weiter ins Hintertreffen. Nun sorgte ausgerechnet Real für den vorläufigen Tiefpunkt. „Für die Fans tut es mir besonders leid. Aber Barca wird in den letzten Spielen nochmal alles geben“, sagte Martino.

SID

Der Teuerste, der Schönste und der Beste? Bilder von Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo: Sich selbst sieht er als besten Fußballer der Welt. Noch vor seinem Erzrivalen Lionel Messi vom FC Barcelona. Er war mit 96 Millionen Euro lange Zeit der teuerste Transfer der Geschichte und polarisiert die Gemüter. Von seinen Fans geliebt, vom Rest gehasst. Hier sehen Sie Bilder von Ronaldos Karriere. © dpa
Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro wurde am 5. Februar 1985 in Funchal geboren. Auf Madeira lernte der kleine Cristiano auch das Kicken. Seine erste Station war Andorinha. Dort begann er 1993 die Fußballerkarriere. © getty
Schon 1997 wechselte Ronaldo zur Jugend von Sporting Lissabon, wo er 2001 seinen ersten Profivertag bekam. 2003 kam sein großer Durchbruch, als er für 17,5 Millionen Euro zum englischen Rekordmeister Manchester United wechselte. © getty
Auch dank Cristiano Ronaldo darf sich Manchester United Rekordmeister der Premier League nennen. Drei Mal gewann er mit den Red Devils die Meisterschaft (2007 - 2009). © dpa
Der berühmte Anlauf für den Cristiano-Ronaldo-Freistoß und "seine" Nummer 7 sind zwei markante Kennzeichen im Spiel des Portugiesen. © dpa
Ein weiterer Schlüssel im Spiel von "CR7" ist seine Schnelligkeit sowie seine Dribbelstärke. Doch im Training ist Ronaldo auch für Faxen zu haben. © dpa
Die gefürchtesten Freistöße seit David Beckham. Besonders schwierig für die Torhüter: der flatterende Ball. Doch auch per Kopf ist Ronaldo gefährlich. Nicht umsonst markierte er 2010/2011 in 34 Ligaspielen 40 Treffer für Real Madrid. In 60 Pflichtspielen traf er 58 Mal. © dpa
Es gibt öfter mal Probleme mit den Schiedsrichtern, da Ronaldo von Gegenspielern öfter mal der Schauspielerei bezichtigt wird. © dpa
Seinen größten Erfolg im Vereinsfußball und insgesamt sein bestes Jahr hatte "CR7" im Jahr 2008. Nicht nur, dass er mit Manchester die Champions League gewann ... © dpa
... 2008 konnte Ronaldo auch die Trophäe des UEFA Fußballer des Jahres in die Vitrine stellen.  Außerdem wurde er Weltfußballer des Jahres. © dpa
Und er gewann auch noch den Goldenen Schuh, als bester Torschütze Europas. Diese Trophäe konnte er 2011 ein zweites Mal gewinnen. © dpa
2009 kam dann der Wechsel zu den Königlichen. Der bis dahin teuerste Transfer (94 Millionen Euro) wurde von 80.000 Fans im Santiago de Bernabeu gefeiert. Mit Madrid wollte Ronaldo erneut auf den Thron Europas steigen. © dpa
Doch zunächst schied er mit den Madrilenen in der Champions League immer in der k.o.-Phase aus. Einer der bittersten Momente war die Niederlage gegen den FC Bayern in der Saison 2011/12. Man führte zu Hause im Rückspiel schon 2:0, ehe die "bestia negra" wieder zuschlug und Madrid im Santiago Bernabeu im Elfmeterschießen besiegte. © dpa
Trösten konnte sich der Portugiese allerdings mit dem ersten Meistertitel mit Real Madrid. Die Königlichen beendeten damit eine Durststrecke von drei Jahren. © dpa
In der Nationalmannschaft sollte 2004 die erste Krönung kommen. Bei der Heim-EM verlor Portugal allerdings das Finale gegen Überraschungs-Europameister Griechenland und Ronaldo, Deco & Co. gingen leer aus. © dpa
An vier Turnieren nahm Ronaldo bislang teil. Die Bilanz EM: Finalniederlage, Viertelfinal- und Halbfinal-Aus. WM: Vierter und Achtelfinal-Aus. © dpa
Der beste Fußballer und der beste Trainer auf einem Blick - zumindest wenn es nach den Meinungen von Cristiano Ronaldo und José Mourino geht. Die zwei Portugiesen bestimmen die Schlagzeilen bei den Königlichen. © dpa
Doch seit Sommer 2012 scheint Cristiano unzufrieden. Das äußerte er in einem Interview und über seine Facebook-Homepage. Er ist traurig. Allerdings nicht des Geldes wegen, wie er betonte. © dpa
Die ewigen Rivalen. Cristiano Ronaldo und Lionel Messi kämpfen nicht nur um Pokale mit ihren Teams. Auch die individuellen Titel entscheiden die beiden meist unter sich. © dpa
Der Körper, den viele Frauen begehren und um den ihn viele Männer beneiden. Neben den Platz ist Ronaldo ein Model, unter anderem für Unterwäsche. © dpa
So sehen ihn Frauen am liebsten. Mit entblößten Oberkörper. Mit seinem Aussehen und seiner wechselnden Frisur erhitzt er oft die Gemüter. © dpa
Doch das ist nicht alles womit Ronaldo trumpfen kann. Sogar ein Albino-Krokodil ist nach dem Fußballspeiler benannt. © dpa
Ronaldo ist Tennis-Fan und unterstützt dort Rafael Nadal, den Rekord-Champion der French Open. Die beiden verstehen sich gut. © dpa
Da ist es klar, dass Ronaldo sich das Masters Turnier in Madrid nicht entgehen lassen will. Hier schaut er mit seiner Freundin, dem russischen Model Irina Shayk, die Partie zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal an. © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Fußball heute live: Diese Spiele laufen im TV und im Live-Stream
Fußball heute live: Diese Spiele laufen im TV und im Live-Stream
Duelle um Rang 16 und Europacup-Plätze am 34. Spieltag
Duelle um Rang 16 und Europacup-Plätze am 34. Spieltag
Finish mit Heidenheim: HSV zittert vor nächster Strafrunde
Finish mit Heidenheim: HSV zittert vor nächster Strafrunde
Die Sprüche der Saison der Fußball-Bundesliga
Die Sprüche der Saison der Fußball-Bundesliga

Kommentare