Niedrige Inzidenzen im Kaukasus

EM 2021 in Baku: Fallzahlen, Inzidenz, Impfquote – alle Infos zur Corona-Lage in Aserbaidschan

Das Olympiastadion in Baku.
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Das Olympiastadion in Baku.

Aserbaidschan wurde von der weltweiten Pandemie relativ geringfügig getroffen. Am höchsten war die Zahl der Infektionen mit Corona in Baku, der Hauptstadt des Landes und einem der Austragungsorte der EM 2021.

Baku – Das am Kaspischen Meer liegende Baku ist der östlichste Austragungsort der EM 2021. Insgesamt vier Spiele sollen in der aserbaidschanischen Hauptstadt stattfinden – wegen Corona in Baku nur bei einer Auslastung von 50 Prozent des Nationalstadions.

Corona in Baku: Die Entwicklung bis zur EM 2021

Das vorderasiatische Land im Kaukasus war während des gesamten Verlaufs der Pandemie eher wenig von Corona betroffen. Mitte Dezember 2020 erreichten die Fallzahlen ihren Höhepunkt bei einer Inzidenz von 287. Seither ist die Entwicklung rückläufig. Im April kam es zu einer kurzen zweiten Welle mit einer Inzidenz von 155, doch Anfang Juni war sie auf 10,8 abgesunken (Stand 4. Juni).

Besonders hoch waren die Infektionen mit Corona in Baku, der mit 2,2 Millionen Einwohnern größten Stadt des Landes. Über 54 Prozent aller Erkrankungen entfielen auf den Großraum Baku. Doch auch hier wurden stark sinkende Fallzahlen vermeldet.

Corona in Baku: Impfquote bleibt niedrig

Bislang wurden in Aserbaidschan 2,41 Millionen Dosen verimpft. 1,49 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfung erhalten. 914.000 Personen sind vollständig geimpft (Stand 1. Juni). Dies entspricht einer Impfquote von 9,1 Prozent. Verimpft werden vor allem die beiden Impfstoffe CoronaVac des chinesischen Herstellers SinoVac und das russische Sputnik V. Da Corona in Baku besonders stark verbreitet war, konzentriert sich die Impfkampagne derzeit auf diese Hauptregion und andere Großstädte des Landes.

Corona in Baku: Wissenswertes zur EM 2021

Die Spiele der EM 2021 werden im Nationalstadion von Baku ausgetragen. Das Stadion nennt sich auch Olympiastadion, da Aserbaidschan auf eine Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele hofft. Bei der EM 2021 sollen rund 31.000 Zuschauer zu den Spielen zugelassen werden. Dies entspricht einer Kapazität von 50 Prozent. Trotz der noch vorhandenen Infektionen mit Corona in Baku ist derzeit keine Testpflicht für Besucher geplant.

Ausländische Fußballfans haben jedoch kaum Chancen, eines der vier geplanten Spiele zu besuchen. Die Einreise nach Aserbaidschan ist derzeit nur auf dem Luftweg mit negativem PCR-Test möglich. Nach der Ankunft müssen sich Reisende 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Die Selbstisolation kann nur verkürzt werden, indem am siebten und achten Tag nach der Einreise zwei weitere PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden erfolgen und negativ ausfallen.

Lediglich Einwohner einiger Länder, deren Nationalmannschaften in Baku spielen, können ein Einreisevisum erhalten und müssen mit negativem Testergebnis nicht in Quarantäne. Dies betrifft aktuell:

  • Großbritannien
  • Schweiz
  • Türkei
  • staatenlose Einwohner dieser drei Länder
  • Einwohner der beiden Viertelfinalteilnehmer

Beim Viertelfinale treffen die Sieger der Achtelfinalspiele in Budapest und Amsterdam aufeinander. Deutschland gehört nicht zu den potenziellen Kandidaten.

Corona in Baku: Allgemeine Regeln in Aserbaidschan

Noch bis 31. Mai befand sich ganz Aserbaidschan im Lockdown. Erst an diesem Tag wurde das sogenannte Quarantäne-Regime durch die Regierung aufgehoben. Aktuell gelten noch folgende Regeln rund um den Schutz vor Corona in Baku:

  • Es herrscht Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Innenbereichen.
  • Geschäfte sind wieder geöffnet.
  • Die Metro in Baku nimmt den Betrieb wieder auf.
  • Restaurants und Cafés dürfen Besucher empfangen.

Zum 10. Juni öffnen große Einkaufszentren, Strände, Sportstätten und religiöse Einrichtungen wieder für Besucher. Allerdings muss für den Besuch von Sportstätten ein Coronapass vorgelegt werden, mit dem entweder eine vollständige Impfung oder eine Genesung bewiesen werden kann. Dies gilt jedoch nicht für das Nationalstadion und die Spiele der EM 2021, sondern nur für aktive Sportler.

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