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Corona-Flucht: Fußballprofi (30) eilt für Enkelin (18) von Boris Jelzin durch Europa 

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Von: Andreas Knobloch

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Fjodor Smolow im Trikot der russischen Nationalmannschaft. © picture alliance / Marius Becker / Marius Becker

Eine ganz schlechte Idee hatte ein Fußball-Profi, der aber diese dennoch erfolgreiche umsetzte. Fjodor Smolow reiste während der Corona-Krise durch ganz Europa.

Vigo/Moskau - Die tristen Corona-Tage bringen einen zu den ungewöhnlichsten Ideen, um die Ausgangsbeschränkungen zu umgehen. Was in München ein Einwohner auf dem Balkon zeigte*, überbot der russische Fußball-Star Fjodor Smolow nochmal um einiges. Wer derzeit durch die Streaming-Dienste schaltet, findet Serien wie „Prison Break“ oder „Haus des Geldes“ in denen Einbruch, Flucht vor der Polizei oder Ausbruch die Episoden beherrschen. 

Corona in Spanien? Fjodor Smolow ignoriert Warnungen für Freundin (18)

Ein ähnlich abenteuerlustige Geschichte hat Smolow erlebt. Angestellt ist der 30-Jährige beim spanischen Erstligisten Celta Vigo. Vigo liegt an der Westküste Spaniens, nördlich von Portugal. Weil aber seine Freundin Geburtstag hatte, musst der Russe unbedingt in die Heimat. Luftlinie über 3.600 Kilometer. Maria Jumaschewa heißt die Dame, und sollte von Smolow an ihrem 18. Geburtstag (!) nicht alleine gelassen werden. 

Doch wie fliehen, aus einem Land, in dem Ausgangsbeschränkungen herrschen*? Smolow charterte sich kurzerhand eine Maschine und ließ die Ausreiseregelungen links liegen. Ohne Erlaubnis des Arbeitgebers machte er sich nun auf seine Reise zu seiner Herzensdame. Mit der Privatmaschine ging es nach Minsk, in Weißrussland, wie der Sportinformationsdienst berichtet. 

Ohne Erlaubnis des Arbeitgebers? Dem widerspricht Smolow auf Instagram und wirbt um Verständnis. Er wäre gerne seiner Familie näher und ist deswegen nach Hause gereist. „Ich bin Celta sehr dankbar und der Klub war über meine Schritte informiert“. Smolow stehe nun in Quarantäne und ist im ständigen Austausch mit Vigo. Auch auf die Rückkehr nach Spanien freut sich Smolow, wenn sich die Situation gebessert hat. 

Corona umgangen: Smolow schafft es in die Heimat - folgt nun die Heirat?

In Weißrussland, wo das Coronavirus eher missachtet als respektiert wird, lieh Smolow sich ein Auto und für die restlichen 700 Kilometer bis Moskau selbst. Um der hollywoodreifen Geschichte noch den gewissen Dreh zu verpassen, hilft es die Familienverhältnisse seiner Freundin zu überprüfen. Jumaschewa ist die Enkelin des Ex-Präsidenten Boris Jelzin

Demnächst soll wohl auch die Hochzeit der beiden stattfinden. Sollte Jumaschewa noch guten Kontakt zur Verwandschaft pflegen, ist die Marke des Vodkas wohl auch geklärt. Auch wenn in diesen Tagen keine sportlichen Wettkämpfe* stattfinden, hat Smolow den Wettlauf gegen die Zeit wohl gewonnen. In anderen Teilen Russlands sorgten die Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen für eher tragische Schlagzeilen.  

ank

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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