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Cristiano Ronaldo verlässt Manchester United: Superstar während der WM auf dem Transfermarkt

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Von: Patrick Mayer

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Manchester United schmeißt Cristiano Ronaldo regelrecht raus, während der Superstar bei der WM 2022 in Katar ist. Der Portugiese hatte Trainer Erik ten Hag massiv kritisiert.

München - Cristiano Ronaldo ist nicht mehr Spieler von Manchester United: Der Tabellen-5. der Premier League trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem portugiesischen Superstar. Das gab der englische Klub an diesem Dienstagabend (22. November) unter anderem via Social Media bekannt.

Cristiano Ronaldo: Manchester United trennt sich von portugiesischem Europameister

Der mittlerweile 37-jährige Ronaldo, der derzeit mit Portugal an der WM 2022 teilnimmt, hatte in einem Interview Trainer Erik ten Hag, Ex-Coach Ralf Rangnick und die US-amerikanischen Inhaberfamilie (Glazer) der „Reds“ zuletzt massiv kritisiert. Der Angreifer sorgte darüber hinaus seit Wochen für Unruhe rund um Old Trafford. Schon vor dieser Saison forcierte der Europameister von 2016 öffentlich einen Transfer, der letztlich aber nicht zustande kam.

Ja, ich fühlte mich verraten, und ich hatte das Gefühl, dass mich einige Leute hier nicht wollen.

Cristiano Ronaldo über Manchester United

In einem rund 90-minütigen Interview mit dem britischen Starmoderator Piers Morgan hatte Ronaldo den Klubverantwortlichen von ManUnited sowie Coach ten Hag „Verrat“ vorgeworfen. „Ja, ich fühlte mich verraten, und ich hatte das Gefühl, dass mich einige Leute hier nicht wollen. Nicht nur dieses Jahr, sondern auch voriges Jahr“, sagte der Stürmer. Für ten Hag habe er keinen Respekt, weil dieser ihn auch nicht respektiere, meinte er und sagte über Rangnick: „Wenn Du nicht mal Trainer bist, wie kannst Du dann der Boss von Manchester United sein? Ich hatte noch nie von ihm gehört.“

Cristiano Ronaldo: Superstar teilte gegen Manchester United aus

Seit der einstige Erfolgstrainer Alex Ferguson den Klub verlassen habe, sehe er keine Entwicklung mehr, meinte er weiter: „Die Leute, die das nicht sehen - das ist so, weil sie es nicht sehen möchten. Sie sind blind.“ Laut Nachrichtenagentur PA könne das heikle Interview, das vom englischen Rekordmeister nicht autorisiert worden war, einen Vertragsbruch darstellen. Und dieser könnte eine Kündigung nach sich ziehen.

Rausgeschmissen: Cristiano Ronaldo bei Manchester United.
Rausgeschmissen: Cristiano Ronaldo bei Manchester United. © IMAGO/David Davies

Der Klub hatte unmittelbar vor dem Start der Fußball-WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) in einer kurzen Mitteilung erklärt: „Manchester United hat heute Morgen angemessene Schritte als Reaktion auf Cristiano Ronaldos kürzliches Medieninterview eingeleitet. Wir werden das nicht weiter kommentieren, bis dieser Prozess abgeschlossen ist.“

Der Klub teilte am Dienstagabend schließlich mit: „Cristiano Ronaldo verlässt Manchester United im gegenseitigen Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung.“ Der Verein danke ihm für seinen „immensen Beitrag“, den er in im Old Trafford mit insgesamt 145 Toren in 346 Einsätzen geleistet habe. „Alle bei Manchester United konzentrieren sich darauf, die Fortschritte der Mannschaft unter Erik ten Hag fortzusetzen und gemeinsam für den Erfolg auf dem Platz zu arbeiten“, hieß es zum Abschluss. „CR7“, wie er auch genannt wird, ist damit vereinslos und ablösefrei zu haben.

Cristiano Ronaldo: Große Erfolge mit ManUnited in Premier League und Champions League

Ronaldo hatte während seiner ersten Zeit bei den „Reds“ zwischen 2003 und 2009 dreimal in Folge mit ManUnited die englische Meisterschaft (2007, 2008, 2009) und ein Mal die Champions League (2008) gewonnen. Seit seiner Rückkehr im August 2021 von Juventus Turin lief es aber gar nicht mehr rund. In dieser Saison kam der einstige Weltfußballer in der Premier League in bislang zehn Einsätzen nur auf ein Tor und keinen Assist. (pm)

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