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Darüber spricht die Liga: Belin-Derby, 3G, 2G und Corona

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Marcus Thuram
Steht bei Borussia Mönchengladbach vor der Rückkehr: Marcus Thuram. © Jonas Güttler/dpa

Nach der Länderspielpause legt die Fußball-Bundesliga wieder los - mit neuen Corona-Sorgen. Die vierte Welle sorgt für weitere Einschränkungen. 2G wird fast überall zum Standard. Gibt es bald wieder Geisterspiele?

Berlin - Auch Spitzenreiter Bayern München bereitet Corona derzeit mehr Sorgen als die sportliche Konkurrenz. In Berlin steigt das brisante Stadtderby.

Vierte Welle: Kann ungeimpften Fußballprofis wie Nationalspieler Joshua Kimmich bei anhaltend kritischer Corona-Lage künftig der Zugang zu Spielen untersagt werden? Dies wollen die Chefs der deutschen Bundesländer prüfen. „In der Vorbesprechung der Länderchefinnen und -chefs waren wir uns sehr schnell einig, dass wenn Zuschauer im Stadion 2G beachten müssen, das nach unserer Auffassung auch für die Profis gelten soll“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach den Bund-Länder-Beratungen in Berlin. Zuvor hatte die Runde beschlossen, dass bei Sportveranstaltungen künftig nur noch geimpfte oder vom Coronavirus genesene Menschen Zugang erhalten sollen. Allerdings ist noch unklar, ob sich dieser Beschluss auch für Profisportler bei ihrer Berufsausübung durchsetzen lässt.

Jahresendspurt: Nach der dritten und letzten Länderspielphase geht die Bundesliga in den Jahresendspurt. Noch sechs Spieltage stehen bis Weihnachten an. Die 12. Runde eröffnen am Freitagabend (20.30 Uhr) im Derby der FC Augsburg und der FC Bayern. Die corona-geplagten Münchner wollen dabei die Tabellenführung mit einem Auswärtssieg vor 30.000 Zuschauern zunächst einmal auf sieben Punkte ausbauen. Und der FCA? Der laut Trainer Markus Weinzierl „krasse Außenseiter“ hofft auf „einen Sahnetag“ vor eigenem Publikum. Immerhin sieben ihrer erst neun Punkte holten die Augsburger in den letzten drei Heimspielen.

Verfolger: In zwei Wochen empfängt Borussia Dortmund die Bayern zum Liga-Gipfel. Sollte der BVB bis dahin nur zwei Punkte Rückstand haben, hätte er dann die Chance, mit einem Sieg vorbeizuziehen. Nach der Niederlage in Leipzig sind es aber aktuell vier. Das heißt, der BVB müsste aus den Spielen gegen Stuttgart und in Wolfsburg sechs Punkte holen und die Bayern in Augsburg oder gegen Bielefeld einmal patzen. Klingt unwahrscheinlich. Deshalb geht es für die Dortmunder wohl erst mal darum, den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Gegen den VfB gab es im Vorjahr eine blamable 1:5-Heimniederlage.

Brisantes Stadtderby: Das fünfte Mal treffen die Berliner Rivalen Union Berlin und Hertha BSC in der Bundesliga erst aufeinander. Dreimal ohne Zuschauer. Nun, ausgerechnet zu Zeiten von traurigen Rekordzahlen an Infizierten und Inzidenzen, ist das Stadion An der Alten Försterei voll. Und es wird auf den Rängen und auf dem Rasen ein heißes Duell - selbst ohne boykottierende Ultras, die sich an der 2G-Regel für Besucherinnen und Besucher stoßen. Hertha liegt vier Punkte hinter Union, einen Auswärtssieg gab es beim Berliner Duell in der Bundesliga noch nie. Die Polizei ist im Großeinsatz, die Spieler sind bereit. „Es wird ein Fight“, sagt Hertha-Trainer Pal Dardai. Ein enges Spiel erwartet Kollege Urs Fischer.

Rückkehrer: Die Tore von Marcus Thuram fehlen Borussia Mönchengladbach in dieser Saison natürlich. Der Sohn des Fußball-Weltmeister Lilian Thuram ist seit 2019 in seinen bisherigen Spielzeiten für Borussia Mönchengladbach immer auf eine zweistellige Trefferbilanz gekommen. In dieser Saison kam der französische Nationalspieler nach einer Knieverletzung allerdings erst allmählich in Tritt, jetzt winkt die Startelfberufung gegen Greuther Fürth. „Natürlich ist er ein Thema. Marcus hat gut an seiner Physis gearbeitet. Aber wir müssen mit Spielern, die lange verletzt waren, behutsam umgehen“, sagte Trainer Adi Hütter. dpa

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