33. Bundesliga-Spieltag

Darüber spricht die Liga: „Bomber“-Rekord, Abstieg, Europa

Robert Lewandowski
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Knackt Bayern-Torjäger Robert Lewandowski den Torrekord von Gerd Müller?.

Endspurt. In der Bundesliga steht der 33. Spieltag an, einige Entscheidungen sind noch offen. Die Clubs hatten sich in abgeschottete Quarantäne-Trainingslager begeben. Fällt schon an diesem Wochenende der Rekord von „Bomber“ Gerd Müller?

Berlin (dpa) - Der deutsche Meister steht fest, aber noch sind längst nicht alle Entscheidungen in der Fußball-Bundesliga gefallen. Es geht gegen den Abstieg und um die Qualifikation für den Europapokal. Und Robert Lewandowski hat einen besonderen Rekord vor Augen.

REKORDJAGD: Nach dem vorzeitigen Meistertitel geht es dem FC Bayern München in den letzten zwei Partien vor allem noch um einen persönlichen Erfolg: Knackt Stürmerstar Robert Lewandowski den Torrekord von Gerd Müller? Dem Polen fehlt nur noch ein Treffer zu den 40 Toren des „Bombers“ aus der Saison 1971/72. Beim Blick auf Lewandowskis Bilanz wäre es eine Riesen-Überraschung, sollte das nicht gelingen. In seinen vergangenen acht Liga-Einsätzen verbuchte der Weltfußballer 15 Tore, überhaupt blieb er in dieser Saison noch nicht zwei Partien nacheinander torlos. Am Donnerstag trainierte er nur kurz. Laut Vereinsangaben vom Donnerstag war dies der „Belastungssteuerung“ geschuldet.

ABSTIEGSKAMPF: Hertha, Augsburg, Bremen, Bielefeld und Köln stecken zwei Spieltage vor Schluss mittendrin im Abstiegskampf. Die Augsburger würden dabei im direkten Duell gegen Werder die Rettung mit einem Sieg perfekt machen. Gewinnt Bremen das von beiden Trainer als „Nervenspiel“ bezeichnete Match, dann haben die Norddeutschen bei Punktverlusten den Konkurrenz die Chancen auf das Happy End. Köln indes könnte vorzeitig als zweiten Absteiger neben Schalke feststehen - auch wenn Trainer-Altmeister Friedhelm Funkel nicht daran glaubt.

EUROPAPOKAL: Wer schafft es in die Champions League? In Sachen Königsklasse könnte der 33. Spieltag schon für Klarheit sorgen. Gewinnt der Tabellendritte VfL Wolfsburg bei RB Leipzig, ist den Wölfen die Qualifikation für die Gruppenphase nicht mehr zu nehmen. Der Vierte Borussia Dortmund wäre bei einem Sieg beim FSV Mainz 05 nur dann ganz sicher durch, wenn der Fünfte Eintracht Frankfurt beim FC Schalke verliert. Bayer Leverkusen gegen Union Berlin hat als Sechster mit fünf Punkten mehr als der Siebte Borussia Mönchengladbach die besten Aussichten auf den zweiten Europa-League-Platz. Die Borussia gegen den VfB Stuttgart wäre derzeit für die neue Conference League qualifiziert, hat aber Union, den SC Freiburg, der gegen Meister FC Bayern spielt, und auch noch den VfB im Nacken.

HEIMSPIEL: Emotional wird es angesichts der Coronavirus-Pandemie kaum. Wenn der FC Schalke 04 am Samstag gegen Frankfurt vorerst zum letzten Mal ein Bundesliga-Heimspiel austrägt, sind nach wie vor keine Zuschauer dabei. Ob es auch friedlich bleibt, bleibt zu hoffen. Nach dem besiegelten Abstieg der Schalker vor drei Wochen war es an der Arena zu abenteuerlichen Jagdszenen wütender Anhänger auf die Spieler gekommen. In der 2. Liga gibt es vieles, das der Revierclub wieder reparieren muss.

QUARANTÄNE: Die Vorbereitung auf den Saisonendspurt verlief anders, die Clubs sind im Quarantäne-Trainingslager - nicht immer allein. Einige Stars des FC Bayern durften sich über die Unterstützung ihrer Liebsten freuen. Nachdem ein paar Spielerfrauen sich wie die Münchner Profis und der Betreuerstab den Anforderungen des Hygienekonzepts mit Corona-Tests und häuslicher Quarantäne unterzogen hatten, durften sie zu ihren Männern in das Mannschaftshotel ziehen. Die Möglichkeit nahm nach dpa-Informationen vom Donnerstag eine Handvoll Frauen wahr, sehr wenige kleine Kinder waren auch dabei. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet. Ein Verstoß gegen das Hygienekonzept ist das Bayern-Trainingslager laut DFL nicht.

© dpa-infocom, dpa:210514-99-593882/2

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