Vor der Quali gegen Gibraltar

Darum läuft’s nicht rund: Vier Baustellen für Jogi

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Bundestrainer Löw beim Training in Berlin.

München - Am Freitag steht die nächste Aufgabe in der EM-Quali an. Bei beiden Fahrten zum Training steckte der Teambus im Stau. So blieb Bundestrainer Löw Zeit, um über seine Baustellen nachzudenken.

Vor dem Spiel gegen Fußball-Zwerg Gibraltar (20.45 Uhr, RTL) findet sich Deutschland in Gruppe D tatsächlich auf Platz vier wieder. Dass auch für den Weltmeister nicht immer Sonderrechte gelten, bekam die Mannschaft in den letzten Tagen in Berlin zu spüren. Bei beiden Fahrten zum Training steckte der Teambus im Stau, die Einheiten begannen jeweils mit großer Verspätung. So blieb Bundestrainer Löw noch mehr Zeit, um über seine Baustellen nachzudenken.

Baustelle Abwehr: Die Rücktritte von Lahm und Mertesacker haben große Lücken gerissen. Hummels ist noch nicht wieder dabei, sodass mit Boateng und Höwedes nur zwei feste Größen zur Verfügung stehen. Der Rest ist Improvisation und Tüftelei. „Es ist schwer“, gesteht Teammanager Bierhoff. „Drei Stützen sind weg, dazu viele Verletzte. Man kann nicht mit der Traumelf spielen.“ Vor allem nicht auf den Außenverteidigerpositionen, wo sich manch einer nach einer Rückkehr von Philipp Lahm sehnt. Nach Sebastian Rudy und Antonio Rüdiger ist der Kölner Jonas Hector nun der dritte Löw-Proband auf dieser Position, womöglich hilft Lars Bender gegen Gibraltar rechts hinten aus. „Ich nehme es wie es kommt“, so der Leverkusener.

Baustelle Sturm: Miroslav Klose ist ebenfalls nicht mehr dabei. Einen klaren Nachfolger als Stoßstürmer gibt es nicht. Mario Gomez – zuletzt in Deutschland eh immer ausgepfiffen – fehlt im Kader. Max Kruse und Kevin Volland überzeugten bisher im DFB-Team nicht. So läuft wieder vieles auf ein Spiel mit falscher Neun (Götze, Müller) hinaus.

Baustelle Führung: Drei Leistungsträger zurückgetreten, nur noch 14 von 23 Weltmeistern an Bord. Vor allem Bastian Schweinsteiger, der von Philipp Lahm das Kapitänsamt übernommen hat, war seit dem WM-Titel nie mehr beim Team. So bleibt Manuel Neuer erster Ansprechpartner des Trainers. Mit Khedira ist zumindest ein weiterer Lautsprecher mal wieder dabei.

Baustelle Kreativität: Gegner Gibraltar wird sich morgen mit elf Mann im eigenen Strafraum einigeln. Da sind Ideen gefragt. Mit André Schürrle, Mesut Özil und Marco Reus fehlt jedoch eine komplette offensive Dreierreihe. Toni Kroos, der zuletzt bei Real Madrid für Furore sorgte, wäre eine Option als Spielgestalter. Löws Co-Trainer Thomas Schneider: „Mit der WM hat er einen großen Schritt gemacht. In einem Ensemble von Superstars sticht er als Taktgeber heraus. Toni hat eine überragende Entwicklung genommen, ich glaube aber nicht, dass bei ihm das Ende schon erreicht ist.“

lop.

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