"Das muss mir mal jemand erklären"

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Karl-Heinz Rummenigge

München - Karl-Heinz Rummenigge hat sich Gedanken über die TV-Gelder gemacht und sieht Probleme. Die Bundesliga sei "erpressbar", so der Bayern-Vorstandsboss. Er hat einen Vorschlag.

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Rekordmeister Bayern München, empfiehlt der Deutschen Fußball Liga (DFL) auf dem Weg zu finanzieller Unabhängigkeit die Einführung eines eigenen TV-Kanals. „Wir sind in der jetzigen Situation immer erpressbar und abhängig von Dritten, von der ARD, von Sky und anderen. Deshalb fände ich es gut, dass man einfach mal über neue Wege nachdenkt. Ich habe guten Kontakt zu den Kollegen in England, die einen eigenen Sender unterhalten und bestücken. Die sind unabhängig und sehr zufrieden“, sagte Rummenigge dem Magazin 11Freunde.

Die mächtigsten Männer im deutschen Fußball

Die "Sport Bild" hat die elf mächtigsten Männer des deutschen Fußballs gekürt. Klicken Sie sich hier durch die Liste. Platz 11: Reinhard Rauball (Ligapräsident) © Getty
Platz 10: Oliver Bierhoff (Nationalelf-Teammanager) © Getty
Platz 9: Matthias Sammer (DFB-Sportdirektor) © Getty
Platz 8: Wolfgang Niersbach (DFB-Generalsekretär) © Getty
Platz 7: Franz Beckenbauer (Bayern-Ehrenpräseident und Mitglied des FIFA-Exekutivkommittees) © Getty
Platz 6: Philipp Lahm (Kapitän FC Bayern und DFB-Team) © Getty
Platz 5: Joachim Löw (Bundestrainer) © Getty
Plat 4: Christian Seifert (Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL) © dpa
Platz 3: Theo Zwanziger (DFB-Präsident) © Getty
Platz 2: Uli Hoeneß (Bayern-Präsident) © Getty
Platz 1: Karl-Heinz Rummenigge (Bayern-Vorstandsboss und Chef des europäischen Clubverbands ECA) © Getty

Rummenigge hat die Messlatte vor den anstehenden Verhandlungen über die neuen TV-Verträge sehr hoch gelegt. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München fordert ab der Saison 2013/2014 deutlich mehr Einnahmen für die Fußball-Bundesliga. “Ich erwarte von den Verantwortlichen, dass darauf hingearbeitet wird, damit Deutschland in absehbarer Zeit beim TV-Geld mit Italien mithalten kann“, sagte Rummenigge. “England werden wir fraglos nicht erreichen, aber zumindest Italien muss das Ziel sein.“

Derzeit kassiert die Deutsche Fußball Liga (DFL) durchschnittlich 412 Millionen Euro pro Saison. Deutlich mehr gibt es in Italien, einem Land, das laut Rummenigge “kleiner ist als Deutschland und nicht annähernd unsere Wirtschaftskraft besitzt“ und das in der Fünf-Jahres-Wertung im Fußball hinter Deutschland rangiert. “Das muss mir mal jemand erklären, wieso dort über 900 Millionen Euro an TV-Geldern fließen können und bei uns nicht mal die Hälfte“, argumentierte der frühere Inter-Mailand-Spieler.

Am Verteilungsschlüssel der TV-Gelder und an der auch vom Kartellamt genehmigten Zentralvermarktung will der deutsche Rekordmeister festhalten. “Der FC Bayern steht zur zentralen Vermarktung, denn die Solidarität in der Bundesliga ist wichtig. Der Meister erhält in etwa doppelt so viel TV-Geld wie der Tabellenletzte, das ist der fairste Schlüssel, den es im weltweiten Fußball gibt. Das stelle ich nicht im Ansatz in Frage“, betonte Rummenigge.

dpa/sid

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