Das waren Deutschlands Fußball-Länderspiele 2014

Ein wunderschönes Jahr geht für den deutschen Fußball zu Ende, das mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 seinen absoluten Höhepunkt feierte.

Höchste Zeit, kurz in Erinnerungen zu schwelgen und einen Blick auf die Länderspiele 2014 zurückzuwerfen sowie die besten DFB-Torschützen und Konstanten im Team zu ehren.

Deutschland startete siegreich in das WM-Jahr und feierte am 5. März im ersten Länderspiel dank Mario Götze ein 1:0-Erfolg gegen das starke Chile. Mitte Mai folgte ein glanzloses 0:0 gegen Polen, wobei die deutsche Elf ohne etliche Stammkräfte antrat. Das anschließende 2:2 gegen Kamerun am 1. Juni und kurz vor der WM war ebenfalls alles andere als überzeugend, was auch etliche Kritiker wieder auf den Plan rief. Aber nur fünf Tage später sah die Welt schon wieder anders aus, als die DFB-Elf im letzten WM-Test dank einer starken 2. Halbzeit einen 6:1-Kantersieg gegen Armenien feierte. Trauriger Höhepunkt: Marco Reus zog sich kurz vor Spielende einen Außenbandriss zu – das tragische WM-Aus für den torgefährlichen Dribbelkünstler.

Der deutsche Weg zum WM-Titel

Danach ging es zur WM Richtung Brasilien, wo Deutschland im ersten Gruppenspiel gegen den Mitfavoriten Portugal mit dem 4:0 einen fulminanten Turnierstart hinlegte. Nicht zuletzt dank der Torjägerqualitäten von Thomas Müller, der einen Dreierpack schnürte. Im zweiten Gruppenspiel sprang nach der Hitzeschlacht gegen Ghana ein umkämpftes und verdientes 2:2-Unentschieden heraus, während es zum Abschluss der Gruppenphase ein ungefährdeten 1:0-Sieg gegen die von Jürgen Klinsmann trainierten US-Boys gab. Als Gruppenerster bekam es Deutschland im Achtelfinale mit Algerien zu tun und der vermeintliche Underdog aus Nordafrika verlangte dem DFB-Team alles ab. Edeljoker Andre Schürrle besorgte mit seinem wichtigen Führungstor die Vorentscheidung für den 2:1-Triumph nach Verlängerung. Die deutsche Elf hatte sich alles andere als mit Ruhm bekleckert, doch gegen offensiv schwache Franzose reichte im Viertelfinale ein wuchtiger Kopfball von Mats Hummels, um den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen.

Dort kam es zum denkwürdigen Aufeinandertreffen gegen Brasilien, in dem die Adlerträger die Samba-Kicker mit 7:1 eine unvergessene Abreibung verpassten. Deutschland spielte wie im Rasuch und bereits nach 29 Minuten führte man gegen völlig indisponierte Brasilianer mit 5:0 und Miroslav Klose konnte zudem seinen 16. Treffer bei einer Weltmeisterschaft bejubeln, wodurch er zum WM-Rekord-Torschützen avancierte. Im WM-Finale in Rio de Janeiro ging es wie schon 1986 und 1990 gegen Argentinien, wobei jedes Team einen Sieg erringen konnte. In Brasilien war es erneut Deutschland, das das bessere Ende für sich hatte und sich den vierten WM-Stern auf dem DFB-Trikot sicherten. Matchwinner war Mario Götze, der in der 113. Minute für Ekstase und die Entscheidung sorgte. Nach unfassbar spannenden und anstrengenden 120 Minuten durfte Kapitän Philipp Lahm den WM-Pokal in den Nachthimmel stemmen.

DFB-Team mit Stolperstart in EM-Qualifikation

Keine zwei Monate später standen sich Deutschland und Argentinien am 9. September in Düsseldorf in einem Testspiel erneut gegenüber, wobei diesmal die Südamerikaner dem Weltmeister die Grenzen aufzeigten und angeführt von einem überragenden Angel di Maria der DFB-Elf mit 2:4 die erste Pleite nach zuvor 18 ungeschlagenen Spielen beifügten. Da die Veranstaltung aber sowieso einer großen WM-Party glich, eine durchaus zu verkraftende Niederlage.

Danach begann die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich, in der Deutschland zum Auftakt einen 2:1-Arbeitssieg gegen Schottland einfuhren konnte. Am 11. Oktober musste sich der Weltmeister mit 0:2 in Polen geschlagen geben und der holprige Auftakt der Qualifikation setzte sich mit dem anschließenden 1:1 gegen Irland, die in der 93. Minute den Ausgleich erzielten, drei Tage später nahtlos fort. Auch das letzte Pflichtspiel des Jahres war alles andere als überzeugend, reichte es gegen den Fußballzwerg Gibraltar 'nur' zu einem 4:0-Pflichtsieg.

So wollte sich Deutschland aber nicht aus einem übergangenem Jahr verabschieden und trotz etlicher Absagen wichtiger Stammspieler zeigte eine bunt zusammengewürfelte deutsche Elf im letzten Länderspiel gegen Spanien eine sehr ordentliche Leistung und gewann dank Toni Kroos' Last-Minute-Treffer mit 1:0 in Vigo.

Müller als Torjäger – Kroos als Konstante

Einer der prägendsten Nationalspieler im DFB-Trikot im Jahr 2014 war definitiv Thomas Müller, der mit zehn Toren der beste Torschütze war. Mit 16 von 17 möglichen Startelfeinsätze zählte hingegen Toni Kroos zu den Konstanten im DFB-Team des Jahres, der somit auch endgültig zum Leistungsträger und Führungsspieler aufgestiegen ist. Elf der 17 Länderspiele hat Deutschland in 2014 gewonnen, das wichtigste am 13. Juli! Zudem gab es zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Die Tordifferenz fällt mit 37:15 erwartungsgemäß positiv aus.

Rubriklistenbild: © adidas presse

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