De Maizière für weitere Ermittlungen im WM-Skandal

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Thomas de Maizière ist als Bundesinnenminister auch für den Sport zuständig. Foto: Julian Stähle

München (dpa) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich für weitere Ermittlungen im deutschen WM-Skandal ausgesprochen und gleichzeitig den DFB für seine Arbeit gelobt.

"Ich finde, die Aufarbeitung muss national und international weitergehen", sagte der CDU-Politiker in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". "Der DFB hat mit dem Freshfields-Bericht viel getan, jetzt ist die Staatsanwaltschaft am Zug. Gemeinsam müssen alle weiter arbeiten, bis die letzte Frage geklärt ist", sagte de Maizière.

Ausweichend antwortete de Maizière auf die Frage, ob das deutsche Sommermärchen angesichts der dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro Richtung Katar gekauft gewesen sei. Man dürfe bei derzeitiger Beweislage die deutsche WM-Bewerbung nicht mit anderen Turnieren in einen Topf werfen. Bei künftigen WM-Vergaben sollte unter drei Kandidaten das Los entscheiden, sprach sich der Politiker für eine bereits diskutierte Idee aus.

Trotz der WM-Affäre sieht de Maiziére keine Anlass, eine Unterstützung des DFB bei dessen Bewerbung für die EM 2024 an besondere Bedingungen zu knüpfen. "Aber zu unterstellen, dass der DFB noch mehr Druck braucht, halte ich nach den Bemühungen im letzten halben Jahr nicht für angemessen", sagte er. Einen Bürgerentscheid über die EM-Bewerbung lehnt de Maizière ab.

Interview de Maizière in SZ (Bezahlinhalt)

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