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Der 18. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

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Moussa Niakhaté
Wurde positiv auf Corona getestet und fällt aus: Moussa Niakhaté. © Tom Weller/dpa

Mit der Partie Bayern München gegen Borussia Mönchengeladbach wird am Freitag die Rückrunde der Fußball-Bundesliga eröffnet.

Düsseldorf – Am Samstag und Sonntag stehen folgende Partien auf dem Programm:

RB Leipzig - FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Der Hinrunden-Zehnte aus Leipzig steht enorm unter Druck, muss aus wirtschaftlichen Gründen noch die Qualifikation zur Champions League schaffen. Mainz gewann nur zwei der vergangenen sieben Spiele, rangiert aber direkt über RB und den Erwartungen.

Statistik: Heimspiele gegen Mainz sind normalerweise ein Fest für Leipzig. Allein die vergangenen drei Duelle gewann RB mit einem Torverhältnis von 15:2. Mainz hat noch nie in Leipzig gewonnen.

Personal: Forsberg und Laimer fehlen Leipzig verletzt. Mukiele, Henrichs und Olmo wurden Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet. Wegen einer Covid-19-Infektion fehlt bei Mainz Kapitän Niakhaté; St. Juste, Szalai und Kohr sind weiterhin nicht im Kader.

Besonderes: Der Mainzer Trainer Svensson soll unter den Kandidaten für eine Nachfolge des Leipziger Ex-Trainers Marsch gewesen sein. Der Däne, der im RB-Kosmos in Salzburg und Liefering arbeitete, kommt als Coach erstmals nach Leipzig.

Bayer Leverkusen – Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Es geht um die Champions-League-Plätze. Bayer als Vierter kann seine Position weiter verbessern, Union als Siebter auf die begehrten Ränge vorrücken.

Statistik: Bayer ist nicht gerade Unions Lieblingsgegner. In bislang acht Pflichtspielen gelang den Köpenickern nur ein Sieg. Im DFB-Pokal gab es sogar drei deutliche Niederlagen.

Personal: Bei den Leverkusenern fehlen wichtige Defensivspieler: Tapsoba und Kossounou (beide Afrika-Cup) sowie die verletzten Baumgartlinger, Aranguiz und Amiri (Corona). Die Gäste müssen auf die beiden Angreifer Awoniyi (Afrika-Cup) und Becker (Corona) verzichten.

Besonderes: Erstes Spiel für Ex-Unioner Andrich gegen seinen ehemaligen Club. Beim Hinspiel saß er noch bei den Berlinern auf der Bank, zwei Tage später wechselte er zu Bayer.

SC Freiburg – Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Freiburg beendete die Hinrunde als Tabellendritter und damit besser als je zuvor in der Clubhistorie. Die Arminia überwinterte auf dem vorletzten Tabellenplatz, gewann aber ihre abschließenden beiden Spiele 2021 gegen Bochum und Leipzig.

Statistik: Fünf der bisherigen neun Bundesliga-Duelle zwischen den beiden Clubs hat die Arminia gewonnen. Vor heimischer Kulisse feierten die Freiburger zuletzt aber gleich sieben Mal in Serie einen siegreichen Rückrundenstart.

Personal: Drei SC-Profis fehlen wegen positiver Corona-Tests. Namen nannte der Club nicht. Außenverteidiger Schmid könnte erstmals nach seiner Infektion im August wieder im Kader stehen. Bielefelds Stürmer Klos ist gesperrt, Neuzugang Castro könnte direkt zum Einsatz kommen.

Besonderes: Kulttrainer Streich feierte in der Winterpause sein zehnjähriges Jubiläum als Freiburger Chefcoach. 100 Bundesliga-Siege gelangen ihm in dieser Zeit. Gegen Bielefeld steht er im Oberhaus aktuell bei zwei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage.

TSG Hoffenheim – FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Die seit sechs Spielen unbesiegte Mannschaft von Trainer Hoeneß ist als Tabellenfünfter auf Kurs internationales Geschäft, der FCA will sich als 15. von hinten absetzen.

Statistik: Die TSG holte gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten mehr Siege als gegen den FCA (wie gegen Hertha BSC zwölf).

Personal: Neben Bicakcic fehlen den Hoffenheimern Skov, John, Adamyan und Samassékou. Kapitän Hübner könnte nach über einem Jahr Zwangspause sein Comeback geben. Rekordeinkauf Pepi ist im Augsburger Sturm gleich eine Option.

Besonderes: Hoffenheims Abwehrroutinier Vogt spielte von 2012 bis 2014 in Augsburg und wäre im vergangenen Sommer fast zum FCA zurückgekehrt. Der Vertrag des 30-Jährigen läuft zum Saisonende aus, bei seinem Ex-Club ist er weiter im Gespräch.

SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Die Fürther sind mit nur fünf Punkten Tabellenletzter. Der VfB auf Relegationsplatz 16 hat zwölf Zähler mehr.

Statistik: Dreimal trafen die Vereine in der Bundesliga bislang aufeinander, jedes Mal gewannen der Gastgeber.

Personal: Der Fürther Abwehrchef Viergever ist zurück, der neue Stürmer Pululu eine Option von der Bank. Die Schwaben können endlich wieder Stürmerstar Kalajdzic (Schulterverletzung) einsetzen.

Besonderes: Nach dem 5:1 zum Hinrundenstart waren die Stuttgarter der erste Tabellenführer der noch jungen Saison.

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr)

Situation: Sieben Punkte trennen den Tabellensechsten aus Frankfurt vom Liga-Zweiten BVB. Die Eintracht gewann sechs der vergangenen sieben Spiele und schaffte zum Hinrundenende drei Siege in Serie. Die Borussia war in den vier letzten Partien 2021 einmal erfolgreich.

Statistik: Die Eintracht st seit sieben Heimspielen gegen Dortmund ungeschlagen, länger als gegen jeden anderen aktuellen Bundesligisten. Zuletzt gab es vier Remis in Serie.

Personal: Wegen positiver Corona-Tests fehlen den Hessen da Costa und Lindström sowie die verletzten Lenz und Hauge. Der BVB muss auf Zagadou und Wolf (Corona) verzichten. Dagegen können die Westfalen wieder auf Guerreiro, Dahoud und Moukoko bauen.

Besonderes: Frankfurts Trainer Glasner verlor jedes Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund (fünf Niederlagen, 2:14 Tore).

Hertha BSC – 1. FC Köln (Sonntag, 15.30 Uhr)

Situation: Köln und Hertha haben je sechs Hinrunden-Siege geschafft. Doch die Gefühlswelten trennen mehr als vier Punkte in der Tabelle. Der FC ist unter Trainer Baumgart auf Kurs, die Berliner werden Unsicherheit und Krisenstimmung nur schwer los.

Statistik: Die Hertha hat gegen Köln in den letzten vier Spielen nur ein Tor geschossen. Das war der bedeutungslose Treffer beim 1:3 im Hinspiel. Der letzte Heimsieg liegt schon fast vier Jahre zurück.

Personal: Corona diktierte die kurze Hertha-Vorbereitung. Sieben Fälle gibt es seit Weihnachten. Trainer Korkut muss improvisieren, zumal auch noch Top-Scorer Jovetic (Wade) fehlt. Bei Köln fehlen nach Erkrankung Verteidiger Merè und Mittelfeldspieler Skhiri (Afrika-Cup).

Besonderes: Nur im Olympiastadion sind in der Bundesliga an diesem Wochenende Zuschauer erlaubt. Der Beschluss des Berliner Senats gestattet trotz Corona-Krise nach Abzug von Delegationen und Sicherheitspersonal etwas mehr als 2000 Fans in der riesigen Betonschüssel.

VfL Bochum – VfL Wolfsburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Situation: Beide Teams haben vor dem Rückrundenstart 20 Punkte. Aufsteiger Bochum kann auf eine gelungene erste Halbserie zurückblicken, Wolfsburg liegt weit hinter den Erwartungen.

Statistik: Von den bislang zehn Heimspielen in der Bundesliga gegen Wolfsburg gewann Bochum sechs. Die Niedersachsen konnten in Bochum zuletzt 2006 einen Sieg holen.

Personal: Bochum muss auf Masovic (Gelbsperre) und Stafylidis (positiver Corona-Test) verzichten. Wolfsburg fehlen unter anderem Lukebakio und Vranckx nach positiven Corona-Testungen.

Besonderes: Thomas Reis ist seit 2011 im Trainerstab der Bochumer beschäftigt (zunächst als Coach des Frauen-Teams und der zweiten Mannschaft). Mit einer Unterbrechung: Von 2016 bis 2019 war er für die U19 der Wolfsburger verantwortlich, ehe er in Bochum schließlich den Cheftrainer-Posten übernahm. dpa

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