Trio will Klub-Frust vergessen machen

Müller, Draxler und Özil: Jogi-Kur für die Sorgenkinder 

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Zurück in der Wohlfühloase DFB-Team: Mesut Özil, Julian Draxler und Thomas Müller (v. l.) wollen den Klub-Frust vertreiben.

Endlich wieder Nationalmannschaft! Mit diesem Gefühl dürften Thomas Müller, Julian Draxler und Mesut Özil nach Stuttgart aufgebrochen sein. Denn im Klub läuft es für das Trio überhaupt nicht.

München - Von Stuttgart aus nach Prag und wieder zurück ins Schwabenland - so lautet der Reiseplan des DFB-Trosses für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien (Freitag, 20.45 Uhr) und Norwegen (Montag, 20.45 Uhr). Für drei Weltmeister kommt die Länderspielpause genau zum richtigen Zeitpunkt: Thomas Müller, Julian Draxler und Mesut Özil haben in ihren Vereinen aktuell nix zu lachen. Eine ordentliche Jogi-Kur soll den Klubfrust nun vergessen machen. Der Bundestrainer stärkt zwei seiner gefrusteten Stars in der „Wohlfühloase DFB“ schon mal den Rücken.

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Thomas Müller: Mit dem Zug reiste der Angreifer am Dienstag von München nach Stuttgart. Bei seiner Ankunft am Teamhotel wollte er aber nicht über seinen Bank-Frust beim FC Bayern sprechen. Der Ur-Bayer ist für Joachim Löw im DFB-Dress unantastbar - anders als aktuell bei FCB-Trainer Carlo Ancelotti. „Er ist ein unheimlich positiver Faktor in unserem Team, ein Führungsspieler. Ich weiß, was Thomas Müller bei uns immer leistet“, sagte Löw am Dienstag. Gleichzeitig betonte der Bundestrainer im Hinblick auf Müllers Reservistenrolle in Bremen, dass man beim DFB von seinen Fähigkeiten überzeugt sei. Er hat jetzt einmal nicht von Anfang an gespielt, okay, aber bei uns hat er immer seine Leistungen gezeigt, immer viele Tore erzielt“, stellte Löw klar.

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Julian Draxler: Als Kapitän führte der 23-Jährige das DFB-Team im Juli zum Confed-Cup-Sieg, bei Paris St. Germain führt sein Weg aktuell maximal auf die Auswechselbank. Seit dem Rekordtransfer von Superstar Neymar ist in der Scheich-Truppe kein Platz mehr für den Weltmeister von 2014. Bei den ersten drei Pflichtspielen der Pariser stand Draxler nicht einmal im Kader. Bei den letzten beiden Auftritten durfte er als Einwechselspieler zumindest ein paar Minütchen auf dem Feld stehen. Aus diesem Grund kündigte Löw ein „ausgiebiges Gespräch“ mit Draxler an. „Aber ich weiß, dass Paris ihn auf keinen Fall abgeben wird, die sind schon auch überzeugt von seinen großartigen Qualitäten.“

Der Offensivspieler habe laut dem Bundestrainer bei der Mini-WM in Russland „einen so großen Schritt nach vorne gemacht, dass er sich in Paris, da bin ich überzeugt, auch durchsetzen wird. Bei uns spielt er mittlerweile auch eine große Rolle“.

Aufbauhilfe Joachim Löw: Der Bundestrainer muss seine Stars wieder in die Spur bringen.

Mesut Özil: „Schreit uns an, kritisiert uns, aber ich bin auch sehr enttäuscht über das Spiel. Ich möchte dieses Spiel nicht unkommentiert lassen, bevor ich zur Nationalmannschaft fahre. Gunners, es tut mir leid, besonders für die Fans, die nach Liverpool gereist sind, um uns kämpfen zu sehen.“ Diese Nachricht hinterließ Mesut Özil auf der Foto-Plattform Instagram, nachdem sein FC Arsenal vom FC Liverpool mit 0:4 vermöbelt wurde. Die Londoner stecken nach drei Spieltagen bereits in der Krise, und Özil ist mittendrin. Seine Leistungen im Gunners-Trikot sind bisher erschreckend schwach. 

Dazu kommt, dass die Londoner diese Saison nicht in der Champions League spielen - keine idealen Voraussetzungen, um sich für die bevorstehende WM in Russland zu empfehlen. Vor allem, weil der Bundestrainer ungewohnt harte Worte ausspricht. „Potenzial oder Talent oder bislang gezeigte Leistungen sind kein Freifahrtschein“, sagte er angesichts seiner 23 Kadertickets für Russland 2018: „Wenn so ein großes Ereignis ansteht wie die WM schaut man als Trainer noch intensiver nach den Spielern, und daher hoffen und erwarten wir, dass die Leistungen stimmen.“ Diese Sätze sollte sich Özil zu Herzen nehmen...

Update vom 31.08.2017: Lesen Sie hier, wie Sie das WM-Quali-Spiel zwischen Deutschland und Tschechien live im TV und im Live-Stream verfolgen können.

Manuel Bonke

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