Schweini, Merte und Özil verdrängt

Boateng, Müller und Kroos: Jogis Alternativ-Achse

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Jerome Boateng, Thomas Müller und Toni Kroos sollen es gegen Polen richten.

München - Das neue Gesicht des Weltmeisters – für viele nur eine Momentaufnahme aufgrund von Verletzungssorgen und mangelnder Form nach einem strapaziösen Sommer.

Aber am Samstagabend (ab 20.45 Uhr live im Free-TV) in Warschau könnte sich in der Nationalmannschaft schon deutlich sichtbar etwas herausbilden, was für die nächsten Jahre Bestand hat: eine neue Achse! Die DFB-Elf bekommt ein neues Gerüst, es ­rücken andere Spieler in den Vordergrund!

Was bisher Per Mertesacker in der Abwehr, Bastian Schweinsteiger im Mittelfeld und Mesut Özil in der Offensive waren, sind künftig Jerome Boateng, Toni Kroos und Thomas Müller. Um sie herum wird Bundestrainer Jogi Löw immer wieder andere Spieler einbauen, insbesondere in den wichtigen Spielen aber kommt es künftig auf diese drei Spieler an.

„Toni hat eine ganz tolle Entwicklung hinter sich“, sagte beispielsweise Teammanager Oliver Bierhoff in diesen Tagen über Kroos, der eine besondere Reife erlangt habe während der WM. Bierhoff sieht ein ganz anderes „Verantwortungsbewusstsein“ bei dem neuen Mann von Real Madrid. Angesichts der Tatsache, dass Bastian Schweinsteiger in absehbarer Zukunft keine Rolle spielen dürfte im DFB-Team, ist Kroos das Gelenk in der Zentrale. Und damit auch das zweite Glied in der Kette. Vor ihm ist ein ehemaliger Vereinskollege in den Vordergrund gerückt: Jerome Boateng.

„Ich bin jetzt 26 Jahre alt. Ich bin als Spieler und als Person gereift und möchte der Mannschaft helfen. Wenn ich dabei mehr Verantwortung übernehmen kann, schadet das nicht“, sagte er zuletzt im tz-Interview über seine Rolle beim FC Bayern. Ähnlich stellt es sich beim DFB dar: Boateng ist kein Lautsprecher, aber seine Dynamik reißt mit! Kurios: Nicht Boateng, sondern Abwehr-Kollege Mats Hummels wurde nach der WM in den Mannschaftsrat berufen. Doch der Dortmunder war bis zuletzt außer Gefecht gesetzt, muss erst noch seine Form finden. So schnell wie Boateng kam keiner aus der Final-Elf von Rio wieder in Tritt!

Das dritte Glied der Kette ist fast schon logisch Thomas Müller. Seine stete Entwicklung in der Nationalmannschaft riss nie ab. Während er bei Bayern auch mal ein paar schwächere Monate hatte, war im Deutschlandtrikot immer Verlass auf ihn. Er sagt: „Ich will meine Mitspieler motivieren und mitreißen.“ Und das auch ohne Megafon, wie er süffisant ergänzte.

In der Summe steht das deutsche Team mit diesen drei Spielern kompakt, selbstsicher und kreativ da! Jogi hat seine Alternativ-Achse!

mic

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