"Deutschlands Fußball? Langweilig!"

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Immerhin: In Turnieren seien die Deutschen zum Fürchten, so Arschawin

Dortmund - Er ist der Superstar der Russen – oder doch nur einer von vielen Stars?

Andrej Arschawin, der Super-Dribbler, sprach mit der tz über die Gründe des russischen Aufschwungs und das Interesse an den Bayern.

Herr Arschawin, am Samstag spielen sie vor 80 000 Fans in Dortmund gegen Deutschland. Ein besonderes Spiel für Sie?

Arschawin:Vor so vielen Zuschauern zu spielen, ist für mich nichts besonderes. Wenn ich in Russlands Luschniky-Stadion spiele ist das mindestens genauso, ich bin es gewöhnt. Trotzdem ist das Spiel gegen Deutschland natürlich etwas ganz Spezielles. Das Spiel ist unglaublich wichtig. Wir werden alles tun, um Punkte zu sammeln. Einen oder vielleicht drei.

Russland hat eine fantastische EM gespielt. Was können wir von ihrer Mannschaft erwarten?

Arschawin:Ohne Zweifel war die russische Darbietung bei der EM eine Überraschung. Selbst für uns Spieler.In Zukunft werden wir hoffentlich noch stärker. Das liegt an unserem Trainer Guus Hiddink, seiner Psychologie, seiner Arbeitsweise.

Arschawin, Tymoschtschuk, Pogrebnyak – wieso spielen die alle noch in Russland?

Arschawin:Zum einen, weil das Management von Zenit St. Petersburg alles für die Spieler tut. Außerdem sind sie finanziell auf keinerlei Ablösesummen angewiesen. Und Geld spielt sowohl für Zenit als auch für Gazprom keine Rolle.

Der FC Bayern soll sehr an ihrem Zenit-Kollegen Anatoly Tymoschtschuk interessiert sein. Haben Sie mit ihm darüber gesprochen?

Arschawin:Nein, das haben wir nicht. Russische Spieler schweigen lieber, solange nichts in trockenen Tüchern ist. Ich bin da offener.

Stars im Dunstkreis des FC Bayern - Legt der Meister im Winter nach?

Stars im Dunstkreis des FC Bayern - Legt der Meister im Winter nach? © 
Bayern München soll Interesse an Stürmer Pavel Pogrebnjak (r.) von Zenit St. Petersburg haben. © dpa
Den Angreifer dürften die Bayern in schlechter Erinnerung haben. Beim 0:4 im Rückspiel des UEFA-Pokal-Halbfinales im Mai 2008 erzielte der Russe zwei Treffer. Hier das 1:0 per Freistoß. © dpa
Im gesamten UEFA-Cup-Wettbewerb der Saison 2007/2008 erzielte der 24-Jährige in 13 Spielen elf Tore. © dpa
Selbst ein Lucio hatte mit dem wuchtigen Angreifer große Probleme. © dpa
Glaubt man spanischen Medien, so kann sich Pogrebnjak einen Wechsel zu den Bayern sehr gut vorstellen. "Bayern ist mein Lieblingsteam, seit ich ganz klein war. Mein Vater hat mir als Kind ein Trikot mit der Nummer 18 von Jürgen Klinsmann geschenkt", wird Pogrebnjak zitiert. © dpa
Der Vertrag des Zenit-Angreifers läuft noch bis Dezember 2009, angeblich sind die Bayern schon länger hinter ihm her. © dpa
Sollte der Russe zu den Bayern wechseln, wäre wohl der Abgang von Lukas Podolski besiegelt. © dpa
Bei der Europameisterschaft kam Pogrebnjak übrigens nicht zum Einsatz. © dpa
Der Stürmer hatte sich Ende der vergangenen Saison eine schwere Knieverletzung zugezogen. © dpa
Die Zuschauerrolle müsste Pogrebnjak bei einem Wechsel wohl zunächst nicht übernehmen. Doch noch ist ein Transfer des Stürmers ja nur ein Gerücht. © dpa
Pogrebnjaks Teamkollege bei Zenit, Anatoli Tymoschtschuk (rechts), soll ebenfalls ein heißer Kandidat bei den Bayern sein. Bei dieser Transferangelegenheit handelt es sich möglicherweise sogar um mehr als ein Gerücht.. © dpa
Im Internet tauchte jetzt jedenfalls eine mysteriöse Meldung auf, in der der FC Bayern auf seiner Webseite den Transfer des Ukrainers bekannt gab. Zitat: „Kurz vor Ende der Transferperiode hat der FC Bayern noch einmal personell nachgelegt. Anatoly Tymoshchuk verstärkt für die nächsten XYZ Jahre den FCB."... © dpa
Anscheinend musste nur noch die Laufzeit des Vertrages ausgehandelt werden. Die Mitteilung war am 29. August offenbar vorbereitet worden, dann online gestellt worden, ehe sie aus dem News-Archiv wieder entfernt wurde. Sehr mysteriös. © dpa
Dritter "Zenitler" im Dunstkreis der Bayern ist Andrej Arshavin. © dpa
Der Stürmer stand im Sommer kurz vor einem Wechsel zum FC Barcelona bzw. Tottenham Hotspur... © dpa
Beide schreckten jedoch vor den 25 Millionen Euro Ablösesumme zurück... © dpa
Arshavins Berater zur tz: „Wenn er in die Bundesliga geht, dann nur zu Bayern.“... © dpa
... Ein Angebot gäbe es derzeit aber nicht. Auffallend ist, dass Arhavins Formkurve seit seiner starken EM steil nach unten ging. © dpa
Ein weiterer Kandidat in der Gerüchteküche: Goran Pandev von Lazio Rom... © dpa
Der Mazedonier wird bereits seit geraumer Zeit mit den Bayern in Verbindung gebracht... © dpa
Bei dem Stürmer handelt es sich sprichwörtlich um einen "Sturmtank". Etwas graziler wäre dagegen... © dpa
... Miguel Veloso von Sporting Lissabon. Der 22-Jährige (l.) wäre eine Verstärkung für das defensive Mittelfeld... © dpa
... kann aber auch als linker Verteidiger eingesetzt werden. Was seine Verpflichtung unrealistisch erscheinen lässt: Seine Ablöse wurde auf 30 Millionen Euro festgelegt. Bis zur Öffnung des Transferfensters ist es noch eine Weile hin. Man darf gespannt sein, welche Namen bis dahin noch mit dem FCB in Verbindung gebracht werden. © dpa

Na denn: Hatten Sie schon Kontakt zum FC Bayern?

Arschawin:Nein, kein Kontakt.

Können Sie sich vorstellen, für Bayern zu spielen?

Arschawin:Kein Fußballer würde ein Angebot von Bayern ablehnen oder verweigern.

Sie haben Bayern mit St. Petersburg 4:0 geschlagen. Was halten Sie von dieser Mannschaft?

Arschawin:So ein unglaubliches Ergebnis kann jedem an einem schlechten Tag passieren. Aber Bayern ist ein großer Klub mit einer unglaublichen Geschichte. Es gibt nichts mehr dazu zu sagen.

Was halten Sie von Jürgen Klinsmann?

Arschawin:Die deutsche Nationalmannschaft hat unter ihm den besten und attraktivsten Fußball im letzten Jahrzehnt gespielt. Die Bayern habe ich dieses Jahr noch nicht oft gesehen, aber ich denke, dass es Klinsmann schaffen wird, auch dort attraktiven Fußball spielen zu lassen.

Herr Arschawin, verraten sie uns das Geheimnis Ihrer Fußball-Kunst?

Arschawin:Mein Trainer, meine Eltern, etwas Talent und mein Wille, immer gewinnen zu wollen.

Was können sich deutsche Fußballer von Russischen abschauen?

Arschawin:Hm, vielleicht mehr Leidenschaft.

Wer wird am Ende Gruppenerster in der WM-Quali?

Arschawin:Ich würde sagen Deutschland – weil sich meine Prognosen nie bewahrheiten…

Was denken Sie über die deutschen Nationalmannschaft?

Arschawin:Sie spielen ein wenig langweiligen Fußball. Aber du musst sie immer auf der Rechnung haben. Wo auch immer sie spielen, wer auch immer ihr Trainer ist und wer auch immer auf dem Feld steht.

Wer ist der beste Deutsche Spieler?

Arschawin: Ballack. Eine Menge Dinge hängen davon ab, wie er drauf ist.

Wieso ist Deutschland bei Turnieren so erfolgreich?

Arschawin:Wegen ihrer eisernen Disziplin und ihrem eisernen Charakter.

Deutschlands erotischste Nationalspieler

Deutschlands erotischste Nationalspieler © 
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Keiner ist so sexy wie er: Michael Ballack wurden mit 24 Prozent einer Emnid-Umfrage auf Platz 1 gewählt. Die Partnerbörse amio.de wollte so der Frage nachgehen, welches Mitglied der deutschen Fußballnationalmannschaft am erotischsten ist. © Sampics
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Michael Ballack jubelt nach dem EM-Halbfinal-Sieg gegen die Türkei. © dpa
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Der erotischste Fußballer Deutschlands ist vergeben, im Juli 2008 hat Michael Ballack seine Simone gehieratet. © dpa
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Die Nummer zwei der erotischsten Nationalkicker: Lukas Podolski überzeugte 18 Prozent der befragten Frauen. © dpa
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Immer konzentriert am Ball: Poldi während einer EM-Trainingseinheit am Wörthersee-Stadion in Klagenfurt. © dpa
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Nicht Frauen stehen auf Poldi, auch als Werbeträger ist er gefragt: Lukas Podolski und seine Prinzenrolle EM Edition. © dpa
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Perfekt definierter Waschbrettbauch: Philipp Lahm ist nach Meinung der Befragten die Nummer drei unter den erotischsten Nationalspielern. © dpa
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Wir sind im Finale: Philipp Lahm nach dem dritten Tor gegen die Türkei im EM-Halbfinale. © dpa
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Immer ein smartes Lächeln: Philipp Lahm bei einer Pressekonferenz vor seinem 50. Länderspiel (WM-Qualifikation gegen Finnland). © dpa
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Mit acht Prozent liegt Bastian Schweinsteiger an vierter Stelle der erotischsten Fußballer der deutschen Nationalmannschaft. © dpa
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Jubel macht sexy: Bastian Schweinsteiger in Jubelpose beim EM-Spiel gegen die Türkei. © dpa
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Cool mit Sonnenbrille auch am Abend: Sebastian Schweinsteiger am Vorabend im Finale des DFB-Pokals in Berlin im April 2008. © dpa
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Nackte Bauchblicke: Gut, dass viele Fußballer wie Kevin Kuranyi (Platz 5) nach schweißtreibenden Spielen ihr Trikot als Handtuch verwenden. © dpa
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Der Schalker Kevin Kuranyi freut sich über seinen zweiten Treffer zum 3:0 gegen Hannover 96. © dpa
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Der Kevin lässig und etwas overdressed am Pool. © dpa
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Gut gebaut und gut gelaunt und auf Platz 6: Der Stuttgarter Spieler Mario Gomez freut sich nach dem Spiel über den 2:0 Erfolg gegen Hannover 96 am dritten Bundesligaspieltag. © dpa
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Mario Gomez freut sich über einen Treffer für seinen Verein VfB Stuttgart in der Bundesliga. © dpa
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Sein Gesicht, seine Ausstrahlung gefallen: Vor allem jüngere Frauen finden Mario Gomez gut. © dpa

Quelle: tz

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