Verband kommt nicht zur Ruhe

Riesen-Ärger für den DFB: Neues Verfahren, es geht um Millionen - und um Adidas

DFB-Präsident Fritz Keller hat viel zu tun: Nun hat auch noch das Finanzamt einiges zu beanstanden.
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DFB-Präsident Fritz Keller hat viel zu tun: Nun hat auch noch das Finanzamt einiges zu beanstanden.

Der DFB kommt nicht zur Ruhe. Es gibt wieder einmal Steuer-Ärger für den größten Fußballverband der Welt. Sachleistungen von Adidas sollen nicht korrekt versteuert worden sein.

  • Beim DFB gibt es neue Steuer-Probleme: Das Finanzamt hat ein neues Verfahren eröffnet.
  • Sachleistungen von Adidas stehen im Zentrum der Ermittlung.
  • Der DFB spielt die Anschuldigungen herunter - zahlt aber vorsorglich einen Millionenbetrag.

München - Neuer Steuer-Ärger für den DFB! Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die Staatsanwaltschaft in Frankfurt ein neues Verfahren gegen den Deutschen Fußball-Bund eröffnet. Grund sollen mögliche Falschangaben sein, die der Verband im Zeitraum von 2015 bis 2020 gemacht haben soll.

DFB-Steuer-Affäre: Sachleistungen von Großsponsor Adidas im Fokus

Diese Angaben sollen im Zusammenhang mit Sachleistungen von Sponsor Adidas stehen, konkret geht es dabei um Trikots, Bälle und Schuhe, die der Sportartikelhersteller dem Verband zur Verfügung gestellt hat. Diese sollen nicht korrekt versteuert worden sein.

Der Fußballbund will keine voreiligen Schlüsse gezogen sehen: „Es ist noch zu prüfen, ob und in welcher Höhe überhaupt Steuern nachzuzahlen sind. Anhaltspunkte für ein steuerstrafrechtlich vorwerfbares Verhalten bestehen nicht“, so ein Statement des Verbandes.

DFB hat vorsorglich bereits 3,5 Millionen Euro an das Finanzamt überwiesen

Der DFB soll aber vorsorglich bereits 3,5 Millionen Euro an das Finanzamt überwiesen haben, bis sich die Vorwürfe aufgeklärt haben.

In der Verbandszentrale des DFB hat es im Oktober Razzien bei mehreren Funktionären gegeben, damals ging es um Bandenwerbung aus den Jahren 2014 bis 2015. Beim DFB herrscht derzeit nicht nur Diskussion um die Position von Weltmeister-Trainer Joachim Löw, sondern auch ein Machtkampf zwischen Präsident Fritz Keller (63) und Generalsekretär Friedrich Curtius (45).

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