Vor Länderspiel des DFB-Teams

Trotz Siegesserie: Schweinsteiger kritisiert Flick - „Das war bei Bayern München genau das Gleiche“

Weltmeister und Ex-Bayern-Spieler: Bastian Schweinsteiger.
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Weltmeister und Ex-Bayern-Spieler: Bastian Schweinsteiger.

Die deutsche Nationalmannschaft steht kurz vor der Qualifikation für die WM 2022. Bastian Schweinsteiger hat am Fußball von Hansi Flick dennoch was auszusetzen.

München - 2:0, 6:0, 4:0, 2:1 - das waren die ersten Ergebnisse des neuen Bundestrainers Hansi Flick mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Eine vermeintlich tadellose Bilanz für den einstigen Coach des FC Bayern München mit dem DFB-Team. Dennoch hatte Weltmeister Bastian Schweinsteiger vor dem Länderspiel Deutschlands in Nordmazedonien (11. Oktober, 20.45 Uhr, bei tz.de im Live-Ticker) Anlass zur Kritik.

DFB-Team in WM-Qualifikation: Bastian Schweinsteiger kritisiert Defensivarbeit unter Hansi Flick

Konkret ging es dem 37-Jährigen um die Defensivarbeit unter Flick. Schweinsteiger zog einen Vergleich zu dessen Arbeit beim deutschen Bundesliga-Rekordmeister.

„Ich glaube, dass der Nationalmannschaft noch ein bisschen die defensive Struktur fehlt. Hansi Flick spielt sehr offensiv, sehr viel Hui. Hinten kann man noch nicht sagen pfui, weil man noch nicht viele Spiele verloren hat oder Gegentore kassiert hat. Aber in jedem Spiel hatte der Gegner immer wieder gute Kontermöglichkeiten“, meinte Schweinsteiger in der ARD-Sportschau: „Wenn du da gegen eine bessere Mannschaft spielst, kann dir das schon mal den Nackenschlag geben. Darauf muss sich die deutsche Nationalmannschaft wappnen. Das weiß der Hansi auch, das war auch schon bei Bayern München genau das Gleiche.“

Im Video: Hansi Flick schwärmt von Joshua Kimmich und Leon Goretzka

So hätte der FC Bayern unter Flick „viele Spiele mit vielen Toren gewonnen, aber auch sehr viele Gegentore kassiert“, sagte der frühere Kapitän des DFB-Teams weiter und meinte: „Und wenn man das abstellt, kann man sich wieder messen mit Spanien, Italien, Frankreich oder Belgien.“ Zur Einordnung: Mit Flick als Trainer hatten die Münchner in der vergangenen Bundesliga-Saison 44 Gegentreffer bekommen - gleich vier Teams wiesen eine bessere Abwehrbilanz auf.

DFB-Team in WM-Qualifikation: Hansi Flick arbeitet mit der Nationalmannschaft an der Defensive

Flick hatte rund um den Sieg in der WM-Qualifikation gegen Rumänien (2:1) erzählt, dass er in den Tagen zuvor mit der Mannschaft just an jener Defensive gearbeitet habe. In Nordmazedonien bekommen seine Mannen die nächste Gelegenheit, zu beweisen, dass sie auch in der Abwehr sicher stehen. Und nicht nur vor des Gegners Tor. (pm)

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