Nach WM-Quali-Spiel in Island

Flug-Chaos! DFB-Team muss zwischenlanden und sitzt sieben Stunden fest

Schrecksekunde für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft: Beim Rückflug von Island musste die Maschine ungeplant zwischenlanden.

Edinburgh - Beunruhigende Nachrichten von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft*: Nachdem in Island alles glatt gelaufen war und die DFB-Elf den dritten WM-Quali-Sieg im dritten Spiel unter Hansi Flick feierte, gab es beim Rückflug nach Deutschland Probleme.

Eigentlich sollte die Maschine um 0.30 Uhr von Reykjavík nach Frankfurt abheben. Etwa eine halbe Stunde später startete das Flugzeug dann. Aber: Relativ bald sollte es in der Luft zu einem Zwischenfall kommen! Denn wie auf dem Flugradar deutlich zu erkennen ist, machte die Boeing in Schottland (Höhe Arbroath) plötzlich eine scharfe Kurve. Wenig später kam es dann zu einer Zwischenlandung in der Hauptstadt Edinburgh.

Das DFB-Flugzeug machte in Schottland eine scharfe Kurve, um kurze Zeit später in Edinburgh notzulanden.

DFB: „Notlage in der Luft“ - Nationalmannschaft muss zwischenlanden

Offenbar wurde der Code 7700 abgeschickt. Was bedeutet das? Das Signal steht für eine „Notlage in der Luft“, beispielsweise medizinischer oder technischer Art. Gleichzeitig kann der Code aber auch für Treibstoffmangel oder sonstige missliche Lagen stehen. Wichtig: Ein Flugzeug, das 7700 funkt, erhält Vorrang vor allen anderen Maschinen und wird sofort von den Bodenstellen unterstützt - so wie in dieser Nacht auch die Boeing der Nationalmannschaft.

Am Donnerstagmorgen meldete sich der DFB* schließlich über Twitter. Es gab zwei Botschaften. Darin hieß es: „#infotweet Safety first. Sichere Zwischenlandung als Vorsichtsmaßnahme in Edinburgh. Von dort aus individuelle Weiter- und Rückreise geplant.“ Und: „Uns geht’s gut. Sicherheitscheck an der Maschine läuft…“

Um zehn Uhr morgens war der DFB-Tross immer noch in Schottland. Über den Twitter-Account hieß es: „Zeit für einen weiteren Kaffee. Hier läuft alles sehr unaufgeregt, ruhig und professionell. Wir sind noch im Flieger und gedulden uns ein bisschen.“ Gegen 10.30 Uhr vermeldeten die Verantwortlichen dann, dass man immer noch in Edinburgh festsitze. Es sei aber ein Ersatzflieger unterwegs, „um die Delegation, Mannschaft, Trainer sowie Betreuer nach Frankfurt und München zu bringen“. Zwei Stunden später saß der müde DFB-Tross dann endlich im neuen Flugzeug und konnte die Heimreise fortsetzen - nach einer rund siebenstündigen Pause.

DFB-Flug in Schottland abgebrochen: Nationalmannschaft gewann zuvor deutlich gegen Island

Co-Interimsprädient Rainer Koch sagte dem SID über die Zwischenlandung: „Das war weder spektakulär noch eine Notlandung, was der genaue technische Grund war, kann ich auch nicht sagen. Wir haben von etwaigen technischen Problemen nichts mitbekommen.“ An Bord von Flug KLJ2703 aus Reykjavik, der abrupt abgedreht war, um in Edinburgh zu landen, sei es ruhig geblieben - aus einem einfachen Grund. „Man konnte gar keine Angst haben, weil erst kurz vor der Landung die Durchsage kam, dass es einen Stopp wegen Wartungsarbeiten geben wird“, sagte Koch. „Ich war nur überrascht, dass ich plötzlich die Häuser so scharf sehen konnte.“

Zuvor hatte sich die Mannschaft von Neu-Bundestrainer Hansi Flick souverän in der WM-Quali gegen Island durchgesetzt. Serge Gnabry (4.), Antonio Rüdiger (24.), Leroy Sané (57.) und Timo Werner (89.) schossen ein deutliches 4:0 heraus - vor allem Werner ließ dabei sogar noch etliche Chancen für weitere Treffer ungenutzt. (akl/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Odd ANDERSEN / AFP

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