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Staatsanwaltschaft ermittelt

Mega-Skandal: Steuerhinterziehung beim DFB? Ex-Präsident Niersbach unter Druck - jetzt nimmt er Stellung

Dem DFB droht ein Riesen-Skandal. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt aufgrund des Verdachts der besonders schweren Steuerhinterziehung.

  • Der DFB* muss sich schwerer Vorwürfe der Steuerhinterziehung erwehren.
  • In fünf Bundesländern wurden Privatwohnungen von sechs DFB-Verantwortlichen durchsucht.
  • Auch in der Zentrale in Frankfurt war Polizei und Steuerfahndung im Einsatz.

Update vom 7. Oktober, 12.45 Uhr: Die Steuerhinterziehungs-Vorwürfe gegen den DFB beziehen sich auf die Amtszeit von Wolfgang Niersbach. Der Ex-Präsident äußerte sich jetzt zu den Vorwürfen. „Bei mir hat keine Durchsuchung stattgefunden. Ich habe auch ansonsten keinerlei Kenntnis“, sagte er der der dpa am Mittwoch.

Niersbach war 2015 zurückgetreten - er war auch in den Sommermärchen-Skandal von 2006 verwickelt. Seine Nachfolger waren Reinhard Grindel und der aktuelle Amtsinhaber Fritz Keller.

DFB-Skandal: Behörden ermitteln in fünf Bundesländern

Erstmeldung vom 7. Oktober: Frankfurt/Main - Schock beim Deutschen Fußball-Bund*! Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte, wurde der Verdacht der besonders schweren Steuerhinterziehung gegen einige DFB-Verantwortliche erhoben. Aktuell werden die DFB-Zentrale in Frankfurt und Privatwohnungen durchsucht - die Maßnahmen fanden in Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz statt.

DFB-Skandal: Vorwürfe der Steuerhinterziehung - sechs Verantwortliche im Visier

Die Vorwürfe beziehen sich auf Einnahmen aus der Bandenwerbung von Heimländerspielen der deutschen Nationalmannschaft aus den Jahren 2014 und 2015. Laut der Bild waren rund 200 Beamte der Bundespolizei, des BKA und der Steuerfahndung im Einsatz. Der Verdacht laute: „Fremdnützige Hinterziehung von Körperschafts- und Gewerbesteuern in besonders schweren Fällen“.

Im Visier seien sechs ehemalige bzw. gegenwärtige Verantwortliche des DFB. Der Verband soll Einnahmen bewusst falsch deklariert haben*, um so „einer Besteuerung von etwa 4,7 Millionen Euro zu entgehen“. Mit einem Vertrag von 2013 soll der DFB Rechte zur Vergabe der Werbeflächen bei Länderspielen der Fußball-Nationalmannschaft für den Zeitraum 2014 biss 2018 an eine Gesellschaft in der Schweiz verpachtet haben. Diese Gesellschaft soll sich verpflichtet haben, keine Rechte an Konkurrenten zu vergeben. Stattdessen soll der DFB trotz Verpachtung der Rechte „aktiv bei der Vergabe mitgewirkt haben“.

DFB-Skandal: Einnahmen könnten bewusst an Steuer vorbeigeführt worden sein

Dadurch hätte der DFB die Einnahmen versteuern müssen, weil sie dem „steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen waren“. Die Staatsanwaltschaft hat den Verdacht, dass die sechs Beschuldigten diese steuerliche Unrichtigkeit bewusst wählten, um einen Steuervorteil großen Ausmaßes zu ermöglichen.

Namen der Verdächtigen nannte die Behörde nicht. Zur damaligen Zeit war Wolfgang Niersbach Präsident des DFB - er trat wegen des „Sommermärchen-Skandals“ 2015 zurück. Nun könnte es für ihn erneut unangenehm werden. (epp) *tz.de und fr.de sind Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst

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