Testspiel

DFB-Frauen ohne Alexandra Popp gegen Frankreich

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Wird gegen Frankreich fehlen: Alexandra Popp. Foto: Robert Michael

Mit dem Testspiel beim WM-Gastgeber Frankreich nehmen die DFB-Frauen die direkte Vorbereitung auf das Turnier im Sommer auf. Die neue Bundestrainerin Voss-Tecklenburg fiebert ihrem Länderspiel-Debüt entgegen, die Spielerinnen wollen sich für den WM-Kader empfehlen.

Laval (dpa) - Im ersten Länderspiel des Jahres muss die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft noch ohne ihre Anführerin auskommen.

Die leicht angeschlagene Spielführerin Alexandra Popp wird beim Debüt von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Härtetest beim WM-Gastgeber Frankreich am heutigen (21.00 Uhr/Eurosport) in Laval noch geschont. "Sie ist noch nicht ganz fit. Wir wollten sie aber mitnehmen. Sie ist wichtig in allen Bereichen", sagte Voss-Tecklenburg über die 27-jährige Popp. Die Stürmerin vom VfL Wolfsburg war von "MVT" - wie die Trainerin gern genannt wird - zur neuen Spielführerin bestimmt worden. Damit löste Popp die im Vorjahr lange an einer Lungenembolie erkrankten Spielmacherin Dzsenifer Marozsan ab, die beim französichen Spitzenclub Olympique Lyon spielt.

Dort heuerte im vorigen Sommer auch Carolin Simon an. Für die 26 Jahre alte Abwehrspielerin ist die Partie in der Wahlheimat daher etwas Besonderes. Sie kennt Stärken und Schwächen der Französinnen genau. Simon erwartet eine "anspruchsvolle Begegnung" gegen eines "der besten Teams der Welt". Voss-Tecklenburg betonte, dass man sich mit Blick auf die WM bewusst starke Kontrahenten für vier Testspiele ausgesucht habe. Am 6. April geht es in Solna gegen Schweden, drei Tage später ist Ex-Weltmeister Japan zu Gast in Paderborn. Den letzten Gegner am 30. Mai, kurz vor der Abreise zur WM, will der DFB zeitnah bekanntgeben. Es wird eine Mannschaft aus Südamerika sein, doch noch fehlt die Unterschrift unter dem Vertrag.

"Momentan gibt es wenige Teams, die mit den Französinnen mithalten können. Individuell sind sie bärenstark und haben Weltklasse-Spielerinnen", lobte Simon "Les Bleus". Die besondere Stärke der Französinnen sei das Ballbesitzspiel. "Sie haben auf fast allen Positionen Spielerinnen mit sehr guter Technik und extrem schnelle Flügelspielerinnen. Wir müssen auf jeder Position hellwach sein und extrem schnell umschalten im Kopf. Wir werden auf jeder Position gefordert sein."

Mit zehn Siegen bei vier Remis und vier Niederlagen spricht die Bilanz noch für den früheren Welt- und Europameister. Allerdings gewann die DFB-Auswahl nur zwei der letzten acht Duelle mit Frankreich (vier Remis, zwei Niederlagen). Zuletzt kassierten die deutschen Frauen vor fast einem Jahr beim Turnier in den USA eine bittere 0:3-Pleite. Kurz darauf trennte sich der DFB von der damaligen Trainerin Steffi Jones. Nun steht die Auswahl vor einem Neubeginn, dem auch Voss-Tecklenburg entgegenfiebert: "Es ist eine große Freude, dass es endlich losgeht."

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