DFB-Frauen wollen Gruppensieg

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Bundestrainerin Silvia Neid.

Tampere - Mit großem Selbstbewusstsein geht die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in ihr zweite Spiel bei der EM in Finnland gegen Frankreich (Donnerstag, 16.30 Uhr).

Im Hotel ging Silvia Neid extra auf die Suche nach dem französischen Trainer-Kollegen Bruno Bini, um ihn nett zu begrüßen. “Ich wollte ihm 'Hallo' sagen, ich kenne ihn ja schon länger und finde, das gehört sich“, sagt die DFB -Trainerin, deren Elf in der EM -Vorrunde wie der nächste Gegner Frankreich im “Scandic Rosendahl“ von Tampere untergebracht ist. Doch in den 90 Minuten auf dem Rasen an diesem Donnerstag (16.30 Uhr/ ARD und Eurosport) ist es dann vorbei mit dem höflichem Entgegenkommen.

“Die Französinnen mögen es nicht, wenn man sie direkt und aggressiv attackiert, ihnen keinen Raum gibt für Kombinationen. Aber wenn man sie spielen lässt, sind sie mit ihrer guten Technik sehr gefährlich“, erläutert Neid die Strategie im zweiten Gruppenspiel, mit dem der Titelverteidiger den Viertelfinaleinzug perfekt machen will. “Mittelfeld-Pressing“ heißt Neids Zauberwort gegen die “intelligent und leichtfüßig“ agierende “Equipe Tricolore“.

Die markantesten Gesichter des Weltfußballs

Die einen sind absolute Superstars, andere haben weniger Berühmtheit erlangt. Dennoch: So mancher Fußballer wird auch über seine sportlichen Fähigkeiten hinaus in Erinnerung bleiben. Sehen Sie hier eine Auswahl der markantesten Gesichter aus der Welt des Fußballs. Hier im Bild: Pippo Inzaghi. © Getty
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Nach dem 4:0-Auftaktsieg kann der sechsmalige Europameister mit einem Erfolg über Frankreich bereits vorzeitig den Gruppensieg einfahren, wenn Island anschließend in Lahti (19.00 Uhr) gegen Norwegen nicht gewinnt. Als Erster der Gruppe B träfe Deutschland im Viertelfinale am 4. September in Lahti auf den Zweiten der Gruppe C - England, Italien, Russland oder Schweden. Doch soweit denkt im deutschen Team noch niemand. Denn Frankreich zählt längst zur Creme de la Creme des europäischen Frauenfußballs. Der Weltrangisten-Achte um Spielmacherin Camille Abily, die jetzt für Los Angeles Sol in der neuen amerikanischen Profiliga kickt, gilt als unberechenbar. An guten Tagen kann Frankreich jedes Team der Welt schlagen, an schlechten aber auch bitter enttäuschen. Beim 3:1 gegen Außenseiter Island tat sich Binis Equipe schwer und konnte die Partie nach 0:1-Rückstand erst dank zweier Elfmetertore drehen.

Neid hat sich mit ihrem Trainerstab intensiv mit den Französinnen beschäftigt und in der Video-Analyse ihre Mannschaft genauestens über Stärken und Schwächen unterrichtet. “Frankreich ist für mich trotz des holprigen Starts einer der Turnierfavoriten. Da sind wieder ganz andere Tugenden gefragt als gegen die Norwegerinnen, die robuster sind und mehr mit langen Bällen operieren“, erläuterte die 45- Jährige. “Es wird sicher nicht leichter als gegen Norwegen, aber die Trainer werden uns taktisch wieder gut einstellen“, betonte Innenverteidigerin Annike Krahn. Wie das gesamte Team hat sie großes Vertrauen in die analytischen Fähigkeiten des DFB-Stabes.

Um dem Gegner keine Hinweise zu liefern, macht Neid um die Aufstellung wie immer ein Geheimnis. So blieb offen, mit welchem Personal die Aufgabe bewältigt werden soll. Grund etwas zu ändern, hat Neid nach dem furiosen EM -Start nicht. “Wenn wir Wechsel vornehmen, dann nicht, weil eine enttäuscht hätte. Aber wir wollen noch etwas länger im Turnier bleiben. Deshalb müssen wir schon überlegen, ob wir mit der selben Elf anfangen. Es war ja gerade für unsere Mittelfeldspielerinnen gegen Norwegen sehr anstrengend, weil sie viel laufen mussten“, sagte Neid, die die Qual der Wahl hat.

Die erste Option ist die Hereinnahme der aggressiven Zweikämpferin Simone Laudehr für Kim Kulig. Die 19-jährige Hamburgerin lieferte zwar ein tolles EM -Debüt ab, ist aber noch jung und unerfahren - und eine Pause kann nicht schaden. Weltmeisterin Laudehr benötigt nach ihrer auskurierten Knieverletzung zudem Wettkampfpraxis. “Simone könnte gut zu Frankreich passen“, deutete Neid an, und Laudehr selbst geht von ihrem Mitwirken aus: “Ich bin nach der Pause heiß und rechne damit, dass ich zum Einstaz komme. Vielleicht sogar von Beginn an.“

dpa

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