Knallhart-Analyse nach DFB-Blamage

Matthäus zerlegt Flick-Elf nach Enttäuschung - „Schade für die Zuschauer“

RTL-Experte Lothar Matthäus analysiert das enttäuschende 2:0 des DFB-Teams gegen Liechtenstein hart. Für Ex-Bayern-Trainer Hansi Flick hat er einen Rat.

München/St. Gallen - „Zweistellig“ könne es schon werden, meinte RTL-Experte Lothar Matthäus vor dem letztlich ernüchternden 2:0 (1:0) der deutschen Nationalmannschaft gegen „Fußballzwerg“ Liechtenstein am Donnerstagabend. Knapp daneben, könnte man sagen. Doch weder Matthäus, der Ikone des FC Bayern, noch dem neuen Bundestrainer Hansi Flick, dem Ex-Coach des FC Bayern, war bei dessen Einstand hinterher zu Späßen zumute.

Deutschland blamiert sich gegen Liechtenstein: RTL-Experte Lothar Matthäus analysiert knallhart

Gegen den 189. der Weltrangliste, gespickt mit Amateur-Kickern, enttäuschte das DFB-Team. „Deutschland hat viele Dinge vermissen lassen, die wir von dieser Mannschaft erwartet hätten“, analysierte Matthäus gewohnt schonungslos und bescheinigte der Flick-Elf ein „schlechtes Passspiel“, sie sei vor dem Tor „nicht in die Tiefe“ gekommen.

Die Liechtensteiner mussten gar nicht viel laufen.

RTL-Experte Lothar Matthäus

„Wir sind auch nicht Eins-zu-eins auf den Gegner zugelaufen. Deswegen nur 2:0. Schade für die Zuschauer“, erklärte der DFB-Rekordnationalspieler weiter: „Da geht es nicht um Abstimmung. Wir haben den Ball nur um den Sechzehner laufen lassen. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen.“ Der Ex-Bundesliga-Profi referierte wie aus einem Guss. Ganz anders als Deutschland sich ohne Weltmeister Manuel Neuer (FC Bayern) zuvor im Schweizer St. Gallen präsentiert hatte.

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Es sei noch „viel, viel Arbeit vor uns. Alle haben mehr erwartet. Die Mannschaft hat nicht das gespielt, was Hansi Flick ihr vorgegeben hat“, meinte der Franke weiter. Nach den Toren von Timo Werner (41. Minute) und Leroy Sané (77.) war Matthäus noch etwas aufgefallen: „Ich habe keinen Liechtensteiner Spieler gesehen, der kaputt war. Die mussten gar nicht viel laufen.“ Stattdessen ließen sich ein paar Spieler der Heimmannschaft nach Schlusspfiff, erleichtert über das Ergebnis, von den Tribünen ein Bier reichen.

FC-Bayern-Ikone Lothar Matthäus: Flick-Elf muss Liechtenstein-Spiel schnell abhaken

Bilder, wie man sie im Profifußball nicht oft sieht. Dennoch wären die Fußballer aus dem 38.000-Einwohner-Fürstentum beinahe zum Anschlusstreffer gekommen. In der 88. Minute strich ein Kopfball knapp am zweiten Pfosten des deutschen Tores vorbei. „Ein Ballkontakt bei uns im Strafraum nach einem Standard, und es wurde gefährlich“, stellte Matthäus lapidar fest und empfahl, „das Spiel so schnell wie möglich abzuhaken“. Ein Länderspiel mehr. (pm)

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