Eidgenossen feiern ihre Nati

Schweizer Presse lacht über den DFB - und die Frisur von Bundestrainer Löw

Die deutsche Nationalmannschaft kommt gegen die Schweiz nicht über ein 3:3 hinaus. Die Schweizer Presse lässt an der Elf von Jogi Löw kein gutes Haar.

  • In der Nations League gab es für die DFB*-Elf gegen die Schweiz ein 3:3-Unentschieden.
  • Die Eidgenossen feiern ihre „Nati“ - für die deutsche Mannschaft haben sie nur Spott übrig.
  • Wir haben die Pressestimmen aus der Schweiz gesammelt.

Köln - Mit der Nations League wird die deutsche Nationalmannschaft* einfach nicht richtig warm. Gegen die Schweiz zeigte das Team von Jogi Löw zwar ihr großes Potenzial in der Offensive, offenbarte aber einmal mehr teils eklatante Schwächen in der Abwehr. Am Ende wurde es ein 3:3-Unentschieden - mit dem die Nachbarn aus der Schweiz deutlich besser leben können.

DFB-Team: Schweizer Presse zerlegt Löw-Elf - „Deutsches Panikorchester“

Die Schweizer Presse ging mit dem DFB-Team hart ins Gericht - wir haben die Stimmen der eidgenössischen Medien zum Spiel gesammelt.

Blick: „3:3. Ein Spektakel der Sonderklasse. Ein deutsches Panikorchester in der Abwehr. Den beiden Trainern müssen die perfekt frisierten Haare zu Berge stehen. Die Schweiz bleibt gegen fahrige Deutsche bestens disponiert. Was für eine Super-Show in tristem Ambiente! Die Schweizer Fußballer erreichen in Deutschland ein 3:3 - es ist mehr als eine Ehrenmeldung. Doch der Abstieg in der Nations League ist nah.“

Neue Zürcher Zeitung: „Deutschland verlernt das Verteidigen - unter dem Druck der Schweizer wird die Abwehr fragil. Von Stabilität ist das Team von Bundestrainer Löw weit entfernt. Deshalb erfüllt Deutschland auch den eigenen Anspruch nicht, ein Spitzenteam zu sein.“

DFB-Team von Schweizer Medien verspottet: „Deutsche standen völlig neben den Schuhen“

20 Minuten: „Die Schweiz hätte gegen Deutschland gewinnen können. Die Chance wäre da gewesen. Das deutsche Abwehrverhalten glich einem Chaos. So klingelte es nach nur viereinhalb Minuten schon im deutschen Kasten. Die Nati braucht definitiv vier Punkte gegen Spanien und die Ukraine, um den Abstieg in die B-Gruppe zu verhindern.“

SRF: „Das Team von Vladimir Petkovic verspielt eine 2:0- und eine 3:2-Führung. Die Deutschen standen zu Beginn teilweise völlig neben den Schuhen. Die Schweiz verpasst den ersten Pflichtsieg gegen Deutschland seit 82 Jahren.“

4-4-2: „Die Schweizer Nati ringt Deutschland in einem spektakulären Spiel in Köln ein 3:3-Remis ab. Es wäre mehr drin gewesen. Die Schweizer Innenverteidigung patzt zu häufig, auch die deutsche Abwehr holt sich alles andere als Bestnoten ab.“

(epp) *tz.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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