Viele Corona-Änderungen

DFB: Jogi Löw überrascht vor Spanien-Hit in der Nations League

Joachim Löw und das deutsche Nationalteam treffen im Rahmen  der Nations League auf Spanien und die Schweiz
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Joachim Löw und das deutsche Nationalteam treffen im Rahmen der Nations League auf Spanien und die Schweiz.

Selbstverständlich steht auch das DFB-Comeback unter Corona-Vorzeichen: Für Bundestrainer Joachim Löw gibt es vor dem Duell mit Spanien in Stuttgart nur einen Mini-Empfang.

  • Beinahe ein ganzes Jahr ist die DFB-Auswahl nicht mehr zusammengekommen - aufgrund der Corona-Krise.
  • Die ist noch nicht überwunden, doch für Deutschland stehen zwei Spiele der Nations League an.
  • So bereiten sich Bundestrainer Jogi Löw und sein Team auf die Duelle mit Spanien und der Schweiz vor.

Stuttgart - Natürlich war es der Bundestrainer, der zehn Monate nach dem letzten Treffen der deutschen Nationalmannschaft als Erster am DFB-Quartier in Stuttgart eintraf. Um 10.28 Uhr schlenderte Joachim Löw im schwarzen Rollkragenpullover ins Wald-Hotel und startete somit die Vorbereitung auf die Nations-League-Spiele gegen Spanien (Donnerstag, 20.45 Uhr, hier im Live-Ticker) und die Schweiz (Sonntag, 20.45 Uhr). Bis 12.30 Uhr mussten alle Spieler eingetroffen sein.

„Sie können sich alle vorstellen, dass wir uns unglaublich freuen, dass auch wir wieder eingreifen können“, ließ Löw beim Eintreffen wissen. Jogis Pünktlichkeit dürfte eines der wenigen Dinge gewesen sein, die beim DFB an die Zeit vor der Corona-Pandemie erinnert. Der Rest unterscheidet sich deutlich. Corona-Tests, Zimmer-Quarantäne, Zuschauer-Verbot – die tz erklärt das Corona-Comeback von Bundestrainer Joachim Löw.

DFB-Team in der Nations League: So trotzen Jogi Löw und Co. der Corona-Krise

Am Hoteleingang tummelten sich nur ein Dutzend Fans. Vorsichtshalber patrouillierte die Polizei in den engen Straßen entlang des Hotels. Schon beim Checkin war also alles anders für den Bundestrainer und seine Schützlinge. Statt des geliebten Espresso an der Hotelbar, musste sich Löw – wie auch sämtliche Spieler und Mitglieder des DFB-Tross – erst einmal einem Corona-Test unterziehen. Danach ging es für alle Beteiligten umgehend auf ihre Hotelzimmer und es hieß: warten. Erst nach einem negativen Testergebnis durften die deutschen Auswahlspieler ihre Zimmer verlassen und es war Gruppenkontakt erlaubt.

So richtig kamen die Nationalspieler der DFB-Auswahl zum ersten Mal bei der abendlichen Trainingseinheit in Kontakt. Die fand kurzfristig im ADM-Sportpark von Oberligist Stuttgarter Kickers statt, weil der Rasen im GAZI-Stadion den Ansprüchen des Bundestrainers nicht genügte. Nicht dabei waren neben den Münchnern Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry auch die Leipziger Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg. Wegen des voll gepackten Terminkalenders legen Löw und sein Trainerteam schon jetzt großen Wert auf die individuelle Trainingssteuerung. „Da müssen wir vorausschauend handeln“, begründete Löw die Schonzeit für die Stammkräfte.

Deutschland gegen Spanien in der Nations League: Sport und Kampf gegen wirtschaftlichen Verlust

Verzichten muss er bei dieser Länderspiel-Periode gegen Spanien und die Schweiz nicht nur auf Leistungsträger – sondern auch auf Fans. Gerne hätte der DFB in Stuttgart zumindest 500 „systemrelevanten Menschen“ wie Pflegern oder Ärzten, den Zutritt in die Mercedes-Benz-Arena ermöglicht, doch die Politik blieb hart. Für DFB-Direktor Oliver Bierhoff ist es trotzdem eine Erleichterung, dass nun auch bei der Nationalmannschaft einfach wieder der Ball rollt. „Wenn wir keine Länderspiele haben, bedeutet dies natürlich einen unglaublichen wirtschaftlichen Verlust für den DFB“, sprach Bierhoff in der ARD Klartext. Jetzt liegt es an Löw und seinem Team, mit anständigen Ergebnissen zumindest sportlich wieder für Normalität zu sorgen.

Allerdings gibt es eine Vereinigung, die alles daran setzt, dass die in Zukunft anders aussehen wird, als vorher:

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