Deutschland enttäuscht wieder

Nach Fast-Blamage: DFB-Star Kimmich völlig bedient - „Das habe ich noch nie erlebt“

Hat nicht gut lachen: Joshua Kimmich (li.) nach der Blamage Deutschlands in Liechtenstein.
+
Hat nicht gut lachen: Joshua Kimmich (li.) nach der Blamage Deutschlands in Liechtenstein.

Deutschland enttäuscht in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein auf ganzer Linie. Joshua Kimmich vom FC Bayern München wirkt hinterher ratlos.

München/St. Gallen - Das war noch nix, Hansi Flick! Der Ex-Coach des FC Bayern München hat bei seinem Einstand als neuer Bundestrainer ein enttäuschendes 2:0 (1:0) der deutschen Nationalmannschaft gegen Liechtenstein gesehen. 0:5 gegen Nordmazedonien, 0:7 gegen die Schweiz, 1:5 gegen die Faröer - das waren andere Ergebnisse des „Fußballzwergs“ in diesem Jahr. Zur Einordnung: Liechtenstein wird in der Weltrangliste nur auf dem 189. Platz geführt.

Joshua Kimmich vom FC Bayern: DFB-Ersatz-Kapitän ist nach Liechtenstein-Blamage bedient

Vor dem Länderspiel hatte Kapitän Manuel Neuer (FC Bayern) als Ziel für Deutschland den Weltmeister-Titel 2022 genannt. Wegen Sprunggelenksproblemen fehlte der 35-jährige Torwart seiner Mannschaft in St. Gallen. Und seine Kollegen lieferten ganz und gar nicht eine weltmeisterliche Leistung ab. Ersatz-Kapitän Joshua Kimmich (FC Bayern) wirkte nach der Partie entsprechend frustriert.

„Natürlich hatten wir uns vorgenommen, mehr Tore zu machen. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass es ein komisches und schwieriges Spiel war, weil der Gegner sehr, sehr tief verteidigt hat. Das habe ich so noch nie erlebt. Klar haben schon viele Gegner gegen uns tief verteidigt, aber das war eine andere Hausnummer“, sagte der 26-jährige Schwabe im Gespräch mit RTL und meinte zur Chancenverwertung des DFB-Teams: „Die ganz dicken Dinger sind ausgeblieben. Unter dem Strich nehmen wir den Sieg mit, aber klar wollten wir mehr Tore schießen.“

Im Video: DFB-Team Weltmeister? Jürgen Klopp widerspricht Manuel Neuer

Marco Reus von Borussia Dortmund pflichtete Kimmich bei, erklärte bei RTL: „Der Gegner stand fast am eigenen Tor. Da ist es schwierig, durchzukommen.“ Kimmich wiederum versuchte unmittelbar nach dem nüchternen Länderspiel, die Fehler am TV-Mikro zu analysieren - und die Schwierigkeiten auf dem Platz zu benennen.

Joshua Kimmich vom FC Bayern: DFB-Ersatz-Kapitän analysiert Liechtenstein-Spiel an RTL-Mikro

„Am Anfang haben wir es mit Chipp-Bällen hinter die Kette versucht, aber der Raum war sehr klein. Da hat sich der Torwart alle gefischt. Dann haben wir es mit Flanken versucht“, sagte der Bayern-Star weiter: „Am Ende hat nicht so wirklich was geklappt. Wir müssen das 2:0 so nehmen.“ Das Spiel sei insgesamt schwierig zu bewerten, „weil es nicht wirklich ein Fußballspiel war“. Für Neu-Bundestrainer und Löw-Nachfolger Flick bleibt sicher dennoch eine Erkenntnis: Er hat viel Arbeit vor sich, sehr viel Arbeit. (pm)

Auch interessant

Kommentare