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Kimmich schlägt Alarm und kontert Hummels: „Immer Pech ist kein Zufall“

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Joshua Kimmich schlägt in der Nationalmannschaft Alarm
Joshua Kimmich schlägt in der Nationalmannschaft Alarm. © MIS / Cathrin Müller /M.i.S.

Mats Hummels hatte direkt nach dem Spiel noch versucht, die historische Pleite gegen die Niederlande herunterzuspielen. Bayern-Kollege Joshua Kimmich schlägt jetzt ganz andere Töne an.

München - Joshua Kimmich hat sich nach dem bitteren Debakel in der Nations League gegen die Niederlande zur anhaltenden Krise der deutschen Nationalmannschaft geäußert. „Schönreden bringt jetzt nichts mehr. Es ist auch nicht so, dass das jetzt irgendwie Zufall ist. Immer Pech ist kein Zufall“, sagte der 23-Jährige im Interview mit dem kicker.

Die Gründe, warum die DFB-Elf aktuell die Leistungen der vergangenen Jahre nicht abrufen kann, sieht Kimmich vielschichtig. Mit einem positiven Leistungsumschwung von heute auf morgen rechnet der Verteidiger des FC Bayern mittlerweile nicht mehr: „Im Moment ist es ein schwerwiegendes Problem, keines, das wir von heute auf morgen abstellen können. Wir müssen daran arbeiten.“

Joshua Kimmich widerspricht Mats Hummels

Damit widerspricht Kimmich Bayern-Kollege Mats Hummels, der kurz nach der 0:3-Pleite behauptet hatte, das DFB-Team hätte „vieles gut gemacht“ und „viel Pech gehabt“. Zudem hatte der Innenverteidiger zum Rundumschlag gegen die Medien und Fans ausgeholt.

Um sich langfristig wieder in der Weltspitze zu etablieren, muss für Kimmich „jeder bei sich selbst anfangen“. Ein qualitatives Problem in der Kaderzusammensetzung sieht der ehrgeizige Nachwuchsstar dagegen nicht: „Wir haben einige sehr gute junge Spieler. 2017 haben wir den Confed-Cup gewonnen, die U21 wurde Europameister. Die Qualität ist da, auch im internationalen Vergleich.“ Aktuell könne man diese eben nur nicht auf den Platz bringen.

Joshua Kimmich: Gruppensieg ist noch möglich

Der erste Schritt auf dem Weg zurück zu alter Stärke wäre ein Sieg am Dienstag gegen Weltmeister Frankreich im Stade de France in Paris. Selbst den Gruppensieg in der Nations-League-Gruppe eins hält Kimmich noch für möglich. „Jeder, der rechnen kann, weiß, was noch drin ist. Der Abstieg droht. Aber wir können auch noch Erster werden. Wir wollen beide Spiele gewinnen und Erster werden. Trotz des 0:3 in Amsterdam und des aktuell letzten Platzes haben wir noch die Möglichkeit, es zu drehen.“

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Aktuell führt Frankreich mit vier Punkten die Gruppe an. Die Niederlande rangieren mit drei Punkten auf Rang zwei, Deutschland ist mit einem Punkt Letzter.

tlm

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