Rekordnationalspieler bringt sich ins Gespräch

Matthäus lässt nicht locker! Er liebäugelt mit der Jogi-Nachfolge - „Käme der DFB auf mich zu, ...“

Lothar Matthäus sprach zum wiederholten Mal über ein Engagement beim DFB.
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Lothar Matthäus sprach zum wiederholten Mal über ein Engagement beim DFB.

Lothar Matthäus als Löw-Nachfolger? Der Rekordnationalspieler flirtete bereits mit dem Job als Bundestrainer, jetzt legte der TV-Experte nach.

München - In der vergangenen Woche schlug der Rücktritt von Jogi Löw nach der EM hohe Wellen. Sofort entfachte eine Suche nach einem geeigneten Nachfolger, Top-Trainer wie Jürgen Klopp und Julian Nagelsmann sagten bereits ab. Neben Namen wie Ralf Rangnick, Stefan Kuntz oder Marcus Sorg fiel auch der des DFB-Ehrenspielführers Lothar Matthäus. Der Welt- und Europameister äußerte sich nun erneut zu den Spekulationen um seine Person.

DFB: Lothar Matthäus bringt sich weiter selbst ins Gespräch - „Käme der DFB auf mich zu, ...“

Bereits in der vergangenen Woche sprach er offen über den Job und sagte, dass er es sich „überlegen würde“, wenn er „einen gewissen positiven Druck“ spüre. In einem Interview mit dem Kicker legte er nun nach und bezeichnete den Löw-Rücktritt als „eine kluge Entscheidung“. Löw könne „jetzt bis zur EM frei entscheiden“, so Matthäus, der sich selbst erneut ins Gespräch brachte.

„Käme der DFB auf mich zu, würde ich mir das anhören“, meinte der Rekordnationalspieler. „Ob ich bereit wäre, ist eine ganz andere Frage, ich habe ein super Leben nah am Fußball und trotzdem viel Zeit für mich selbst.“ Zudem habe er „nicht mehr den Druck, Stress und die Beobachtung“, die er zu seiner Zeit als langjähriger Profi und Trainer hatte. Als Bundestrainer würde der Weltfußballer von 1991 besonders im Fokus stehen.

DFB: Lothar Matthäus als Bundestrainer? Rekordnationalspieler wohl Außenseiter bei der Nachfolger-Suche

Matthäus ist seit seinem Aus als bulgarischer Nationaltrainer 2011 ohne Trainerjob, einen deutschen Verein coachte er während seiner zehnjährigen Trainerkarriere noch nie. Dass es mit einer zweiten Bundesliga-Laufbahn nicht geklappt hat, bedauert er jedoch nicht. „Ich bin nicht nachtragend und habe als Trainer dennoch Meisterschaften gewonnen, junge Spieler entdeckt und als Nationaltrainer von Ungarn Deutschland geschlagen. Es war überall spannend.“

Insgesamt trainierte Matthäus fünf Mannschaften aus den verschiedensten europäischen Ländern und blieb bis auf seine zwei Jahre als ungarischer Nationalcoach nie länger als ein Jahr bei einem Klub. Der ehemalige Bayern- und Gladbach-Profi, der am kommenden Sonntag seinen 60. Geburtstag feiert, gilt nicht nur aufgrund seiner mangelnden Erfahrung als Außenseiter für den DFB-Job. Zuletzt machte er mit abstrusen Aussagen zur WM in Katar auf sich aufmerksam. (ajr)

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