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Bei ZDF-Dreharbeiten zusammengebrochen: SPD-Politiker Thomas Oppermann völlig überraschend verstorben

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Auch Löw erkennt ein Problem

DFB-Elf vor Duell mit der Schweiz: Schweinsteiger sieht vor allem einen Mannschaftsteil in der Pflicht

Der erste Sieg in der Nations League war ein schweres Stück Arbeit für die DFB-Auswahl. Damit gegen die Schweiz der nächste Dreier folgt, muss einiges besser werden. Da sind sich alle Seiten einig.

  • Mit dem 2:1 ist der Nations-League-Knoten beim DFB-Team geplatzt.
  • Nächster Gegner ist die Schweiz, gegen die es im Hinspiel zu einem 1:1 reichte.
  • Verbesserungspotenzial gibt es in diversen Mannschaftsteilen.

Kiew - Die Vorbereitung für das Nations-League-Spiel gegen die Schweiz am Dienstag (20.45 Uhr, bei uns im Live-Ticker) startete für die deutsche Nationalmannschaft nicht ideal. Bereits vor dem 2:1-Sieg gegen die Ukraine hatte der DFB-Tross kurzfristig beschlossen, noch in der Nacht nach der Partie die Rückreise Richtung Deutschland anzutreten. Also stiegen Bundestrainer Joachim Löw und seine Spieler noch um zwei Uhr morgens in den Flieger zurück nach Köln. Erst gegen fünf Uhr waren alle im Bett. Am späten Nachmittag stand bereits wieder eine Trainingseinheit auf dem Programm.

„Ich bin zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Aus dem Spiel heraus haben wir den Ukrainern kaum eine Torchance zugestanden. In manchen Phasen haben wir die Bälle zu einfach hergegeben. Aber insgesamt waren wir defensiv schon sehr stabil“, lautete das Fazit von Löw, der ankündigte, seine Startaufstellung am Dienstag nicht großartig ändern zu wollen.

DFB-Team gegen die Schweiz: Löw hebt positive Aspekte hervor - Ginter selbstkritisch

Der Bundestrainer hebt bei seiner jungen Mannschaft bekanntlich gerne die positiven Aspekte hervor. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass sein Team trotz der Bayern-Rückkehrer keinen überzeugenden, maximal einen soliden Fußball in Kiew spielte.

Oder wie es Torschütze Matthias Ginter formulierte: „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben, das war wichtig. Auf unserem weiteren Weg helfen nur Siege, aber wir wissen auch, dass wir nicht die Sterne vom Himmel gespielt haben.“ Löw wählte folgende Metapher, um herauszustellen, wie wichtig der Sieg für sein Team war: „Siege sind der Klebstoff, dass man einfach mit breiterer Brust Richtung EM geht.“

So gut sah das DFB-Spiel in der Ukraine nicht aus: Bastian Schweinsteiger und seine Ehefrau Ana Ivanovic wissen auch abseits der Sportplätze aufzufallen.

DFB-Team gegen die Schweiz: In der Ukraine fehlten offensiv die zündenden Ideen

Zufrieden war man beim DFB also mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Art und Weise, wie es erzielt wurde. Vor allem im Offensivspiel fehlten die zündenden Ideen, die 1:0-Führung durch Ginter war ein Akt des Willens von Vorbereiter Antonio Rüdiger nach einem abgewehrten Eckball. Beim 2:0 von Leon Goretzka profitierten die Deutschen von einem krassen Patzer des ukrainischen Schlussmanns. Allerdings vertraute Löw erneut auf eine Dreierkette, die von den Leipzigern Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg in der Rückwärtsbewegung Unterstützung über die Außen erhielt.

Offensivkünstlern wie Kai Havertz oder seinem Chelsea-Teamkollegen Timo Werner blieb daher zu Beginn nur die Ersatzbank. „Mehr Kraft in der Offensive schadet nie, da die Gegner sehr Mann-gegen-Mann-bezogen gespielt haben. Wenn wir einen mehr vorne drinhaben, fällt es leichter zu kombinieren“, ließ Offensivmann Serge Gnabry leichte Kritik durchklingen.

DFB-Team gegen die Schweiz: Schweinsteiger wünscht sich mehr Initiative der Innenverteidiger

ARD-Experte Bastian Schweinsteiger wünscht sich künftig ebenfalls einen Mann mehr im Offensivbereich: „Ich vermisse manchmal die Aktivität der Innenverteidiger mit dem Ball. Manchmal holen sich Joshua Kimmich oder Toni Kroos tief den Ball, und wir haben einen Spieler zu wenig im letzten Drittel.“

Und wegen dieser mangelnden Durchschlagskraft wurde selbst die Partie gegen die Ukraine zum Schluss noch mal spannend - auch weil Niklas Süle mit einer schlecht getimten Grätsche den Elfmeter verursachte, der zum ukrainischen Anschluss führte. Gegen die Schweiz kämpft das DFB-Team (5 Punkte) als Verfolger des Tabellenführers Spanien (7 Zähler) weiter mit um den Gruppensieg. Damit es mit dem Doppelpack-Sieg klappt, fordert Kapitän Manuel Neuer am Dienstag noch mehr „Männerfußball“. (Manuel Bonke)

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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