Hochzeitsplaner und Spargeltarzan: Das ist unsere DFB-Elf

Unsere Nationalspieler im Porträt
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... Rechts hält er sich selbst für einen Tick stärker, „doch wenn ich der Mannschaft helfe, gehe ich auch auf links hinüber“. Sein Traum ist ein Kopfballtor, wie er in einem humoristischen Anflug verrät. Doch Tore schießen, das ist Lahm nicht fremd. Jedenfalls nicht in Turnieren: Er eröffnete die Heim-WM 2006 mit dem Treffer gegen Costa Rica, bei der EM 2008 gelang ihm das Tor gegen die Türkei, das den Finaleinzug bedeutete.
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... Bastian Schweinsteiger stammt aus Oberaudorf und war früher auch ein begabter Skifahrer, stand mit Felix Neureuther im Nachwuchskader des Deutschen Ski-Verbandes. Die Physiotherapeuten des FC Bayern führen seine körperliche Stabilität auch auf die kernigen Skifahrer-Oberschenkel zurück. Für die WM 2010 hat ihn Joachim Löw zum „emotionalen Leader“ der Mannschaft ernannt. Nach der Saison in München herrscht die allgemeine Erwartung einer Schweini-WM.
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...Vorbild Neuers ist ein Altstar: Hollands Edwin van der Sar. Früher, als Schalker Jugendspieler, mochte er auch Jens Lehmann – doch der hat ihn zuletzt zu böse kritisiert.
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Tim Wiese (28): Bei ihm glänzt es. Brillis im Ohr, Gel im Haar, außerhalb des Spielfeldes auch gerne mal Goldkettchen. Legendär ist sein geschmacksverirrtes rosa Trikot. Sieht sich als Opfer des Neuer-Lobbyismus und wird eine nicht ganz ruhige Nummer zwei sein („Kämpfen, bis das Blut aus den Ohren läuft“). Wiese war zu Beginn seiner Profilaufbahn Bodybuilder, nach einem Gewichtsverlust von an die 20 Kilo ist er geschmeidig geworden.
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Jörg Butt (36): Truppenältester ohne realistische Einsatzchance – kann in der jungen Truppe in Ruhe Charakterstudien für seinen Nachfolgejob als Jugendkoordinator beim FC Bayern betreiben. Kennt das Nummer- drei-Dasein schon von der EM 2000 und der WM 2002. Wird nun einen ausgedehnten Trainingssommer erleben und fit bei den Bayern einsteigen. Im Ausdauerbereich ist er eh gut: Lief zu HSV-Zeiten mal den Hamburg-Marathon auf den Inline-Skates mit.
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Jerome Boateng (21): Könnte von der Figur auch als Top-Leichtathlet (Zehnkämpfer) durchgehen. Trägt die Bürde mit sich, einen bösen Halb-Bruder zu haben (Kevin Prince, den Ballack-Schrecken), meidet derzeit im Training Zweikämpfe. Vorzug: Abwehr-Allrounder, der innen wie außen spielen kann. Unvergessen sein erstes Länderspiel: WM-Qualifikation in Moskau. Stark – bis er vom Platz flog. Verlässt den Hamburger SV und wechselt nach England zu Manchester City.
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Serdar Tasci (23): „Schöne Spielauslösung“, das lobt Jogi Löw an dem VfB-Innenverteidiger. Nach Ansicht objektiver Beobachter führt die schöne Spielauslösung öfter als erlaubt direkt in die Reihen des Gegners, doch der Bundestrainer hat nun mal ein Tasci-Faible. Auf andere greift es noch nicht über: Als beim Trainingslager auf Sizilien alle Nationalspieler den Medien zur Verfügung standen, gab es für den Stuttgarter keine Interview-Anfrage. Tasci geht als Reservist in die WM.
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Arne Friedrich (31): Gehört zum Turnier-Inventar. Arbeitet seit zweieinhalb Jahren mit der Psychologin von Schwimmstar Britta Steffen zusammen und ist dadurch mental robust geworden, weswegen ihn der Abstieg seiner Berliner Hertha auch nicht umgehauen hat (zumal ihn Wolfsburg auffängt und ihm die Bundesliga erhält). Wird diesmal im DFB-Team wohl Innenverteidiger sein und jeden Trainerbefehl („Arne, der Gegner muss deinen Atem spüren“) befolgen.

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Rubriklistenbild: © dpa

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