Nationalmannschaft bekommt Verstärkung

Löw-Überraschung! Bayern-Star nachnominiert - er ist schon auf dem Weg zum DFB

Die deutsche Nationalmannschaft kämpft um den Sieg in der Nations League. Bundestrainer Jogi Löw nominierte überraschend einen Star des FC Bayern nach.

  • Die deutsche Nationalmannschaft* trifft im Testspiel auf Tschechien und in der Nations League auf die Ukraine und Spanien.
  • Bundestrainer Jogi Löw nominierte drei Neulinge, der eine verblüfft mit seinem Spitznamen.
  • Er nominiert überraschend Niklas Süle nach.

Update vom 12. November, 10.25 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw hat Niklas Süle in seinen Kader nachnominiert. Der Bayern-Verteidiger wurde falsch positiv auf das Coronavirus getestet und darf nach mehreren negativen Tests nun spielen.

Süle kehrte bereits am Dienstag in das Mannschaftstraining der Münchner zurück. Er soll nun dabei helfen, die Defensive zu stabilisieren und wichtige Punkte in der Nations League einzufahren. Im Spiel gegen die Ukraine am Samstag könnte er schon zum Einsatz kommen. „Niklas hatte überhaupt keine Symptome. Ich habe entschieden, dass er dazu kommt“, sagte Löw.

DFB: Löw nominiert Neuling aus Wolfsburg

Update vom 9. November, 12.55 Uhr: Nach der Knieverletzung von Joshua Kimmich und dem Ausfall von Marcel Halstenberg und Thilo Kehrer hat Bundestrainer Jogi Löw Außenverteidiger Ridle Baku vom VfL Wolfsburg nachnominiert. Der 22-Jährige hatte zuletzt beim VfL Wolfsburg mit guten Leistungen in der Bundesliga überzeugt. Halstenberg und Kehrer fallen wegen Leistenproblemen aus.

Löws neuer Rechtsverteidiger wurde als Bote Nzuzi Baku in Mainz geboren, doch seit 2018 ist der Vorname „Ridle“ in seinem Personalausweis eingetragen. Warum? Weil ihn ohnehin alle bei diesem Spitznamen riefen, den ihm sein Vater, ein glühender Fan des ehemaligen Nationalspielers Karl-Heinz Riedle, verpasst hatte. Das „e“ in der Mitte fehlt, und auch spielerisch gleicht der Profi des VfL Wolfsburg nicht ganz dem Vorbild. Sein Vater wolle zwar, dass er genauso werde wie Riedle, sagte Baku, aber das sei „ziemlich schwierig“. Riedle gewann 1990 mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel.

Baku hat noch einen Zwillingsbruder mit dem Vornamen Makana. Er steht bei Zweitligist Holstein Kiel unter Vertrag, in der deutschen U21-Nationalmannschaft liefen die Baku-Brüder schon gemeinsam auf. Makana Baku hat übrigens den Spitznahmen „Rudi“ wegen seines Idols Rudi Völler.

DFB: Löw macht Götze Hoffnungen auf Comeback

Update vom 9. November, 10.30 Uhr: Bundestrainer Jogi Löw hat für die kommenden Länderspiele erneut auf Mario Götze verzichtet, macht dem Offensivspieler aber Hoffnung auf ein baldiges Comeback. „Wir verlieren ihn auch nicht aus den Augen“, sagte der 60-Jährige in einem Interview mit dem Portal „Sportbuzzer“. Er habe in den letzten Wochen immer wieder Kontakt mit dem 28-Jährigen gehabt, der ihn auf dem Laufenden gehalten habe. Der WM-Final-Torschütze von Rio spielte zuletzt vor drei Jahren für die deutsche Nationalmannschaft.

Seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund in die Niederlande zur PSV Eindhoven blüht Götze wieder auf. Beim 3:0 gegen Willem II Tilburg traf der ehemalige Bayern-Spieler zum 2:0, den Führungstreffer besorgte Philipp Max, der erstmals von Löw berufen wurde. Götze erzielte in seinen ersten sechs Pflichtspielen für Eindhoven drei Tore, selbst der Bundestrainer ist beeindruckt. „Das war so nicht zu erwarten. Er wirkt sehr frisch und sehr agil, die Freude ist ihm anzumerken. Das braucht er für seine Leichtfüßigkeit, für seine Variabilität“, lobte Löw. Mit dem Wechsel in die Niederlande „hat er für sich genau die richtige Entscheidung getroffen – nämlich außerhalb des Präsentiertellers Bundesliga einen Neustart zu wagen“, so der Bundestrainer.

DFB: Löw erteilt Rückkehr von Altstars eine Absage - lässt aber ein Hintertürchen offen

Update vom 9. November, 7.25 Uhr: Mit der Nominierung eines besonders großen Kaders und zwei Neulingen hat Bundestrainer Joachim Löw bereits für Aufsehen gesorgt. Dem ließ er eine überraschende Äußerung folgen - es geht um die ausgebooteten Weltmeister Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller.

Zwar beharrt er weiter auf seiner Entscheidung, lässt aber ein Hintertürchen offen. „Wir haben uns grundsätzlich dazu entschieden, diese Spieler nicht mehr zu nominieren, daran hat sich jetzt nichts geändert“, zitierte der Kicker Löw am Montag. „Wenn sich im nächsten Jahr durch Ausfälle von Schlüsselspielern bei uns eine völlig neue Situation ergibt, werde ich das entsprechend bewerten und über alternative Szenarien nachdenken“, sagte Löw.

Das Thema hält sich seit Monaten hartnäckig - denn die drei Spieler befinden sich allesamt in bestechender Form. Dazu kommen die defensiven Probleme in den letzten DFB-Spielen.

Joshua Kimmich wird aufgrund seiner Verletzung vorerst fehlen, für ihn nominierte Löw am Sonntag erstmals Abwehrspieler Ridle Baku vom VfL Wolfsburg nach.

DFB: Bundestrainer Löw muss in der Nations League liefern

Erstmeldung vom 6. November: Frankfurt - Die deutsche Nationalmannschaft stand in den letzten Wochen und Monaten stark in der Kritik. Gute Leistungen wechselten sich mit erschreckenden Vorstellungen, die Fans wendeten sich ab.

TV-Experte und Weltmeister Bastian Schweinsteiger ging mit Bundestrainer Joachim Löw hart ins Gericht, in den Medien wurde sogar schon über einen Nachfolger debattiert. Auch die Rückkehr der beiden Weltmeister* Thomas Müller vom FC Bayern* und Mats Hummels von Borussia Dortmund*, die sich am Samstag im Topspiel der Bundesliga* duellieren, wurde lauthals gefordert.

Jogi Löw ließ sich von all der Kritik und Spott gegen seine Person bislang nicht beirren und setzt den eingeschlagenen Weg Richtung Europameisterschaft 2021 konsequent fort. Die Ergebnisse ließen zuletzt allerdings zu wünschen übrig. Nach einem peinlichen 3:3 im Test gegen die Türkei gab es in der Nations League immerhin ein 2:1 gegen die Ukraine. Beim 3:3 gegen die Schweiz folgte der nächste Rückschlag.

DFB: Löw nominiert zwei Ex-Löwen und verzichtet auf Götze und Reus

In den letzten Länderspielen des Jahres muss Löw nun wieder für positive Schlagzeilen sorgen, damit die Stimmung gegen ihn nicht komplett zu kippen droht. Nach dem Testspiel gegen Tschechien empfängt die DFB-Elf in der Nations League die Ukraine, beide Partien finden in Leipzig statt. Danach kommt es vermutlich zum Showdown um Platz eins in der Gruppe auswärts gegen Spanien. Deutschland liegt nach vier Partien einen Punkt hinter Spanien und braucht wohl in den beiden ausstehenden Spielen zwei Siege um vorbeizuziehen. „Fest steht: Wir wollen mit unserem Spiel den Menschen Freude bereiten. Wir spielen auf Sieg - und da bin ich sehr zuversichtlich“, sagte Löw im Interview mit dem DFB.

Der Bundestrainer* hat mit Felix Uduokhai vom FC Augsburg* und Philipp Max von der PSV Eindhoven zwei Neulinge nominiert. Max, der im Sommer von Augsburg in die Niederlande gewechselt war, wurde in der Jugend beim FC Bayern und TSV 1860 München ausgebildet. Uduokhai ist ebenfalls ein Eigengewächs der Löwen und schaffte in Giesing sogar den Durchbruch zum Profi.

Etwas überraschend wurden die Löw-Lieblinge Marco Reus von Borussia Dortmund und der Ex-Dortmunder Mario Götze nicht berücksichtigt. Der Dortmunder Kapitän Reus befindet sich seit Wochen wieder im Spielrhythmus. Götze, Teamkollege von Max bei Eindhoven, zeigte bei seinem neuen Klub auf Anhieb starke Leistungen.

DFB: Bayern-Stars haben länger Pause - Sané wieder dabei

Zudem fehlen FC-Bayern-Star Niklas Süle* und Chelseas Stürmer Kai Havertz nach einem positiven Corona-Test. Leroy Sané, der die Länderspiele im Oktober wegen einer Kapselverletzung verpasst hatte, ist dagegen einsatzbereit.

Der Großteil des Aufgebots trifft sich am Montagmittag in Leipzig. Erst nach dem Testspiel gegen Tschechien werden der Bayern-Block mit Manuel Neuer, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Sané sowie der Gladbacher Matthias Ginter, Toni Kroos (Real Madrid) und Timo Werner (FC Chelsea) zum Team stoßen. Löw will so wie schon beim ersten Länderspiel-Dreierpack im Oktober die hohe Belastung der Nationalspieler steuern. „Bei der EM brauchen wir Spieler, die nach einer langen Saison frisch sind und heiß auf den Erfolg“, sagte der 60-Jährige mit dem Blick auf 2021. (ck) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Der deutsche Kader im Überblick:

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), Bernd Leno (FC Arsenal), Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Robin Gosens (Atalanta Bergamo), Marcel Halstenberg, Benjamin Henrichs (beide RB Leipzig), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Robin Koch (Leeds United), Philipp Max (PSV Eindhoven), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schulz (Borussia Dortmund), Niklas Stark (Hertha BSC), Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen), Felix Uduokhai (FC Augsburg)

Mittelfeld/Angriff: Nadiem Amiri (Bayer 04 Leverkusen), Julian Brandt, Mahmoud Dahoud (beide Borussia Dortmund), Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich, Leroy Sané (alle FC Bayern), Ilkay Gündogan (Manchester City), Jonas Hofmann, Florian Neuhaus (beide Borussia Mönchengladbach), Toni Kroos (Real Madrid), Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon), Timo Werner (FC Chelsea)

Rubriklistenbild: © CHRISTOF STACHE/AFP

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